Honig und Sauerkraut: Senkt Krebsrisiko und hält jung

Honig und Sauerkraut: Senkt Krebsrisiko und hält jung

© Birgit Reitz-Hofmann - Fotolia.com

Es gibt in unserer Ernährung viele Naturprodukte, die seit Jahrhunderten als wertvoll für unsere Gesundheit gelten. In vielen Fällen kann die moderne Wissenschaft heute nachweisen, dass diese Tradition völlig zurecht besteht. Mitunter kommt die moderne Forschung oft sogar dahinter, dass das eine oder andere Nahrungsmittel noch viel mehr kann. Und zwei solche sehr bekannte Lebensmittel sind Honig und Sauerkraut. Sie enthalten Anti-Krebs-Substanzen, stärken das Immunsystem.

Auf der einen Seite ist es der Honig, der von vielen Menschen als alternatives Süßungsmittel sehr geschätzt wird, auf der anderen Seite das Sauerkraut, das als Wintergemüse viele Vorteile für unsere Immunkraft und unsere Verdauung hat. Die beiden gelten seit Jahrhunderten als wertvolle Hausmittel:

Der Honig liefert uns viele Vitamine der B-Gruppe, Magnesium, zahllose Spurenelemente, Enzyme und pflanzliche Hormonstoffe und antibakterielle Substanzen -Inhibine genannt - , aber auch Aminosäuren, Duft- und Aroma-Stoffe. All diese Wirkstoffe zusammen sind daran beteiligt, dass Honig die Nerven stärkt, gegen Streß hilft, die Laune verbessern kann, Herz und Kreislauf stärkt.

Das Sauerkraut hat große Mengen Vitamin C, ist also ein wirkungsvoller Schutz gegen Erkältungen, Streß und Ärger, aber auch das Vitamin B 12 für Herz und Kreislauf. Es enthält viel Calcium für die Knochen, viele Ballaststoffe und vor allem große Mengen an Milchsäurebakterien. Diese stärken die gesunde Darmflora.

Das alles weiß man schon lange. Die neuesten Erkenntnisse aber sind für die Ernährungswissenschaft von großer Bedeutung:

Durch Gärung entstehen krebshemmende Substanzen

Eine Studie von finnischen Wissenschaftlern hat ergeben: Der regelmäßige Genuss von rohem Sauerkraut senkt entscheidend das Krebsrisiko. Man hat im Sauerkraut krebshemmende Substanzen gefunden, sogenannte Isothiocyanate. Diese können das Wachstum von Krebszellen stören. Vor allem wirken sie hemmend auf Tumore in der Brust, im Darm, in der Lunge und in der Leber.

Diese Isothiocyanate entstehen erst beim Vergären des Krauts. Die finnischen Forscher haben einen Trick gefunden, wie man den Gärungsprozess vom Sauerkraut verbessern kann.

Es ist ein wertvoller Beitrag zur Gesundheit - als Schutz vor Erkältungen und zur Verbesserung der Verdauung, wenn man jeden Tag 3 Gabeln voll Sauerkraut kaut. In Korea ist das zum Beispiel in vielen Familien so Brauch. Denn eines ist klar: Nur rohes Sauerkraut hat eine so starke Wirkung, denn beim Kochen gehen viele Milchsäure-Bakterien kaputt.

Und jetzt zum Honig

Amerikanische Ernährungs-Wissenschaftler an der Universität von Illionois haben herausgefunden: Das Zusammenspiel aller Wirkstoffe im Honig macht ihn zu einem Superschutz vor frühzeitigem Altern und vor aggressiven Umweltschadstoffen. Eine besondere Rolle spielen dabei die pflanzlichen Hormonstoffe und die vielen Bioaktiv-Stoffe. Das Ergebnis der Studie: Wer mit Honig süßt und Honig in Maßen nützt, bleibt länger jung und gesund.

Was den Honig betrifft, so hat die Anti-Aging-Studie in den USA ergeben: Man sollte, um den Jugend-Effekt des Honigs zu nützen, 2 oder 3 mal im Jahr 5 Wochen lang jeden Tag 1 Glas Wasser mit 2 bis 3 Teelöffel Honig trinken. Labor-Analysen haben ergeben: Im Blut befinden sich dann mehr Antioxidantien, Stoffe,die unsere Zellen gegen aggressive Umwelt-Schadstoffe - freie Radikale genannt - schützen. Und die sind ja verantwortlich fürs frühzeitige Altern und fürs Krankwerden. Diese Honig-Kur stärkt Herz und Kreislauf, hilft einer vorzeitigen Arteriosklerose vorbeugen.

Diese Studien werten natürlich die vielen bisher bekannten Hausrezepte mit Honig und Sauerkraut auf. Diese Rezepte sind jetzt wieder ganz besonders interessant. Nehmen wir die Honig- Anwendungen:

  • Bei Nervosität und Streß ist es sinnvoll, wenn man 1 Teelöffel Honig langsam im Mund zergehen lässt. Die Mundschleimhäute nehmen dann die beruhigenden Wirkstoffe rasch auf.
  • Bei Erschöpfung rührt man 2 Esslöffel Honig und 1 Teelöffel Zitronensaft in 1/4 Liter stilles Mineralwasser oder Leitungswasser, trinkt langsam in kleinen Schlucken.
  • Bei Heiserkeit trinkt man schluckweise 1/4 Liter warme Milch mit 3 bis 5 Teelöffel Honig.
  • Bei Schnupfen kaut man ein kleines Stück Bienenwabe, das man in Honig eingelegt kaufen kann.
  • Honig kann auch das Einschlafen fördern. Ein chinesisches Sprichwort sagt: Wenn Du gut schlafen willst, dann gib etwas Honig in den Abend-Tee.
  • Und wenn man morgens nicht recht in Schwung kommt, rührt man in 1/4 Liter Wasser 1 Esslöffel Honig und 1 Esslöffel Apfelessig.

Die Studien haben übrigens ergeben: Je dunkler der Honig, desto mehr Schutzstoffe enthält er.

Und jetzt zum Sauerkraut:

Wer regelmäßig rohes Sauerkraut konsumiert und gut kaut, kann sich stark gegen Streß machen, kann bessere Laune aufbauen, die Qualität des Blutes verbessern, zu hohe Cholesterinwerte senken, das Immunsystem über den Darm stärken, Rheuma-Beschwerden lindern, weil Sauerkraut den Abbau von Harnsäure-Kristallen in den Gelenken fördert.

Sehr interessant auf Grund der neuen Studien sind Rezepte, die sowohl Sauerkraut als auch Honig enthalten. Wie etwa dieses Frühstück: 2 Tassen Pfefferminztee mit je 1 Teelöffel Honig, 1/8 Liter Möhrensaft, 2 Scheiben Vollkornbrot mit 50 Gramm Hüttenkäse, bestreut mit 2 Esslöffel kleingeschnittenem Schnittlauch. Dazu 2 Gabeln voll rohem Sauerkraut, vermischt mit einem geriebenen Apfel oder mit einer gekochten geriebenen Roten Bete.

Und wie können Diabetiker diese Erkenntnisse nützen?

Auf den Honig müssen sie verzichten. Dafür aber können sie die gesundheitlichen Vorteile vom Sauerkraut nützen. Hier als Beispiel Sauerkraut-Gemüse: Eine halbe Zwiebel schälen, klein hacken und in 1 Esslöffel Distelöl andünsten. 250 Gramm Sauerkraut dazugeben. Mit 1 Tasse Wasser oder Gemüsebrühe auffüllen und bei geringer Hitze weich kochen. Mit 1 Gabel voll rohem Sauerkraut obenauf servieren.