Hilft garantiert: Den Mundgeruch mit Ingwer vertreiben

Den Mundgeruch mit Ingwer vertreiben

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Mundgeruch macht einsam. Ihre Umwelt kann Sie eben einfach nicht riechen. Wenn Sie von Angesicht zu Angesicht mit Menschen reden, dann merken Sie, sie sich diese im Gespräch abwenden. Ihre Küsse werden nicht erwidert, die Kontakte mit Ihren Mitmenschen werden immer schwierig, weil sich die Angesprochen immer weiter von Ihnen abwenden. Das ist äußerst unangenehm, Ihr Selbstbewusstsein schwindet. 

Das Schlimmste: Sie können gurgeln, spülen, Kaugummi kauen so oft und so lange Sie wollen, der Mundgeruch kommt immer wieder zurück. Jetzt gibt es Hoffnung im Kampf gegen den abstoßenden Mundgeruch: Ein Forscherteam der Technischen Universität München und des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie entdeckten im Ingwer einen Wirkstoff, der schnell und anhaltend für frischen, gesunden Atem sorgt: Das scharfe 6-Gingerol.

Damit hat Ingwer wieder einmal bewiesen, dass die fernöstliche Wurzelknolle nicht nur ein Küchengewürz ist-sondern auch ein sehr starkes natürliches Heilmittel. Bei Ihren Forschungen nahmen die Wissenschaftler auch den Ingwer unter die Lupe. Dabei stießen sie auf das scharf schmeckende 6-Gingerol. Und stellten bei Tests fest: Es dauerte nur wenige Sekunden, dann ließ das 6-Gingerol des Ingwers ein ganz bestimmtes Enzym im Speichel der Testpersonen um das sechzehnfache ansteigen. Dieses Enzym baut überreichende Komponenten in der Atemluft ganz schnell ab. Anschließende Analysen bestätigten: Die Atemluft verliert durch den Genuss von Ingwer Ihren üblen Geruch, sie wird frisch und rein.

Es gibt viele Gründe, warum Menschen einen üblen Mundgeruch haben. Die häufigste Ursache: Beim Zersetzen von Essensresten auf der Zunge, in den Zahntaschen oder den Zwischenräumen der Zähne durch Bakterien entstehen schwefelhaltige Verbindungen. Die können auch beim Zersetzen von Zellen der Mundschleimhaut entstehen. Es sind diese Partikel, die für den schlechten Mundgeruch verantwortlich sind: Sie machen die Luft faulig riechen. Das passiert sehr oft, wenn Sie an einem zu geringen Speichelfluss leiden und einen trockenen Mund haben. Oder nach dem Verzehr von Lebensmittel, die einen hohen Schwefelanteil haben. Als Beispiel sei genannt: der fade bis faulige Geruch im Mund nach dem Aufwachen oder dem Kaffeetrinken. Genauso gut kann aber auch das Rauchen von Zigaretten oder eine Entzündung im Hals- und Rachenraum sein, die den schlechten Mundgeruch verursacht. Aber auf gesundheitliche Probleme ist schlechter Atem eher selten zurückzuführen. Meistens ist ein stark zwiebel- oder knoblauchhaltiges Essen am Mundgeruch schuld. Beide Gewürze enthalten Schwefelverbindungen.

Nun ist das Kauen von frischem Ingwer nicht unbedingt zu empfehlen. Der Grund: Ingwer ist sehr scharf und kann den Mund- und Rachenraum reizen. Deshalb ist es für Sie besser, gegen den schlechten Mundgeruch die wirksamen Scharfstoffe des Ingwers und vor allem das 6-Gingerol nicht „unverdünnt“ einzunehmen. Sie können es als Bonbon, als Tee, als Gewürz in vielen Speisen und im Weihnachtsgebäck, in Bonbons oder in heißem Ingwerwasser genießen. Die Münchner Wissenschaftler können sich gut vorstellen, dass in Zukunft Kaugummis oder Mundspülungen mit einem hohen Anteil an 6-Gingerol im Kampf gegen den üblen Mundgeruch eingesetzt werden. Einer Ursache für den schlechten Atem aber hilft auch Ingwer nicht: Wenn faulende Zähne die Ursache Ihrer stinkenden Atemluft sind. Dann muss der Zahnarzt her.

Ingwer ist nicht nur ein starkes Naturmittel gegen Mundgeruch, er ist auch ein sehr vielseitiges Heilmittel. Die Ingwerwurzel enthält viel Eisen, Vitamine, Kalzium, Kalium ätherische Öle und vor allem Scharfstoffe (die Gingerole). Die machen Ingwer zu einem guten Heilmittel bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Er ist auch-rechtzeitig eingenommen-ein gutes Mittel um der Reisekrankheit vorzubeugen. Nach den Ergebnissen einer in Kapstadt erstellten Studie lindert Ingwer als Tee während der ersten Monate einer Schwangerschaft auch die gefürchtete morgendliche Übelkeit. Noch eine Eigenschaft haben die Gingerole: Sie wirken ähnlich wie Acetylsalicylsäure und sind hilfreich bei Kopfscherzen und leichten allgemeinen Schmerzen. Da Ingwer auch entzündungshemmend wirkt, kann er einen Muskelkater lindern: Zwei bis drei Gramm Ingwer in erhitztem oder rohem zustand (Tee, Salat oder einfach ein Stück zerkauen) Fazit: Ingwer hilft schnell bei üblem Mundgeruch und hat auch sonst viele Heilkräfte zu bieten.

Ingwer ist ein wunderbares Gewürz, mit dem Sie auch simple Gerichte verfeinern können. Hier das Rezept für eine Ingwer-Kartoffelsuppe mit Jakobsmuscheln.

Zutaten für vier Personen: 500 g mehlig kochende Kartoffeln, 20 g frischen Ingwer, 100 g Zwiebeln, 30 g Butter, 150 ml trockenen Weißwein, 400 ml Gemüsefond, 400 ml Milch, 200 ml Schlagsahne, Salz und Pfeffer, vier Jakobsmuscheln (küchenfertig a ca. 40 g), 5 Stiele Basilikum, einen halben TL gerieben Bio-Zitronenschale, zwei EL Zitronensaft, zehn EL Traubenkernöl.

Zubereitung: Zwiebeln und Kartoffeln in kleine Stücke schneiden, 20 g Butter erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten. Kartoffeln dazu geben, mit Weißwein ablöschen und auf die Hälfte reduzieren. Mit dem Gemüsefond, der Milch und 200 ml Wasser auffüllen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zugedeckt 20 Minuten köcheln lassen. Ingwer in sehr kleine Würfel schneiden und mit der Sahne nach zwanzig Minuten zugeben und weiter fünf Minuten köcheln lassen. Die Basilikumblätter abzupfen und grob zerschneiden, mit Zitronenschale, Traubenkernöl und Salz fein pürieren. Zur Seite stellen. Die Kartoffelsuppe drei Minuten ganz fein pürieren, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken, zugedeckt warm halten. Die Muscheln gut säubern und halbieren. Den Rest der Butter erhitzen und die Muschelhälften auf beiden Seiten kurz anbraten (höchstens zwei Minuten). Würzen mit Salt und Pfeffer. Die Suppe nun schaumig aufmixen und mit den Jakobsmuscheln anrichten. Jede Portion mit etwas Basilikumöl (ein bis zwei EL) beträufeln. Nach dem Genuss dieser Suppe werden Sie garantiert keinen Mundgeruch haben.