Hilfe gegen Karies und Zahnbelag

Hilfe gegen Karies und Zahnbelag

© Robert Kneschke - Fotolia.com

Zähneputzen tun wir ja wohl alle. Aber was unsere Zähne sonst noch brauchen um gesund und schön zu bleiben - das ist den meisten Menschen unbekannt. Deshalb gute Tipps, wie Sie die Zähne pflegen müssen, was Ihnen wirklich hilft, welche Naturmittel Sie benutzen sollten. Wussten Sie, dass Espresso gut für Ihre Zähne ist?

Täglich Zähne putzen reicht nicht

Die Zähne sind in gewisser Weise die Visitenkarte eines Menschen. Nur mit gepflegten Zähnen und einer vollen Zahnreihe kann das Lachen oder Lächeln eines Menschen schön sein. Viele denken nun: Das tägliche Zähneputzen und alle 6 Monate der Routinebesuch beim Zahnarzt sind die einzigen Pflichten, die wir gegenüber unseren Zähnen haben. Auch die Ernährung hat einen entscheidenden Einfluss darauf, ob wir gesund im Mund sind oder nicht. Es gibt nämlich Speisen oder Naturprodukte, die schädliche Bakterien im Mund vernichten und die den Zähnen Kraft geben.

Ein besonders wertvolles Getränk für die Zahnpflege ist der grüne Tee. Er hat einen sehr hohen Gehalt am Spurenelement Fluor, und zwar den höchsten, den eine Pflanze hat. Dadurch härtet Grüner Tee den Zahnschmelz eben so gut wie eine speziell dafür geeignete Zahncreme. Aber es gibt außerdem noch sekundäre Pflanzenstoffe in den Blättern des grünen Tees, die gezielt schädliche Karies-Bakterien bekämpfen. Das sind Catechine und Theaflavine. Wenn Schulkinder täglich 1 Tasse grünen Tee trinken oder nach den Mahlzeiten nur damit gurgeln, kann damit die Anfälligkeit für Karies um 50 Prozent verringert werden.

Aber auch ein Espresso als Schlusslicht einer Mahlzeit macht Sinn. Im Kaffe sind nämlich drei wichtige Substanzen, die nicht nur für den bitteren Geschmack zuständig sind, sondern die auch Karies-Bakterien killen. Das sind Chlorogensäure, Nikotinsäure und Trigonellin.

Es wäre aber auch sehr wichtig, am Ende einer Mahlzeit ein Glas Traubensaft zu trinken, am besten dunklen Traubensaft. Es würde sogar genügen, damit zu gurgeln. Forscher an der amerikanische Universität Rochester haben nachgewiesen: Die Polyphenol-Schutzstoffe aus den Schalen der dunklen Trauben machen die Karies-Erreger Streptococcus mutans unschädlich.

Wer keinen Traubensaft mag, weil er ihn als zu süß empfindet, der sollte nach dem Essen ein kleines Glas Cranberry- oder Preiselbeer-Saft trinken. Der rote Farbstoff behindert die Haftenzyme von Kariesbakterien bei der Bildung von Zahnbelegen. Außerdem verhindert der Saft, dass Bakterien in die Zahnfleisch-Taschen vordringen. Auf diese Weise kann man der gefürchteten Parodontitis vorbeugen.

Fluorid gegen Karies

Das beste und wirksamste Mittel gegen Karies ist Fluorid. Dieses Spurenelement stärkt die Immunkraft vom Zahnschmelz und schützt auf diese Weise den Zahn vor den Angriffen schädlicher, aggressiver Säuren. Es macht daher Sinn, den Zähnen zuliebe Speisesalz mit Fluor zu verwenden. Das ist eine Vorbeugung gegen Karies.

Kräftig Kauen stärkt das Zahnfleisch und hält die Zähne gesund. Am besten eignen sich für das Kau-Training rohe Gemüsesorten wie Möhren , Radieschen oder Kohlrüben. Und natürlich nicht zu süße Äpfel. Durch das Kauen werden oberflächliche Zahnbelege entfernt, und das Zahnfleisch wird sanft massiert. Man darf aber nicht denken, dass der Apfel die Zahnbürste ersetzt. So haben es unsere Großmütter behauptet. Allerdings: Man muss ganz besonders darauf achten, dass man unmittelbar nach dem Essen eines Apfels nicht die Zähne putzt. Die Säfte des Apfels weichen den Zahnschmelz vorübergehend auf. Wenn man nun die Zahnbürste sofort einsetzen würde, dann könnte man einen Teil des Zahnschmelz wegreiben und den Zahn schwächen. Bitte: Zwischen Obstessen und Zähneputzen eine Stunde warten.

Ein feuchter Mund mit reichlich Speichel ist ein guter Schutz für die Zähne. Die Mineralstoffe neutralisieren etwaige Säuren. Daher tut es auch den Zähnen gut, wenn man reichlich Wasser trinkt.

Der Käse zum Nachtisch neutralisiert ebenfalls Säuren im Speichel und verhindert das Ausbreiten von schädlichen Bakterien. Außerdem: Calcium und Phosphor im Käse liefert dem Zahnschmelz Kraftstoffe.

Viele gute Tipps gegen Zahnbelag

Besonders unangenehm und auch ungesund ist Zahnbelag: Da können sich Bakterien sammeln. Zum Glück gibt es viele Tipps, die da helfen:

  • Bevor Sie mit der Zahnbürste an Ihre Zähne rangehen, sollten Sie - vor allem nach Fleischgenuss - diese mit mit Zahnseide gründlich reinigen.
  • Haben Sie zuckerhaltige Speisen gegessen, müssen Sie sofort nach dem Essen die Zähne putzen. Schon eine Viertelstunde nach dem Genuss von Zucker werden im Mund verblieben Zuckerreste durch Bakterien in Säuren umgewandelt. Die greifen den Zahnbelag an.
  • Wenn Sie Probleme mit dem Zahnbelag haben, dann sollten Sie auf Rauchen, schwarzen Tee oder Rotwein verzichten - Ihre Zähne färben sich dunkel bis braun/gelb.
  • Nehmen Sie morgens einen Teelöffel Olivenöl in den Mund und "ziehen" Sie das Öl acht bis zehn Minuten durch die Zähne hin und her. Dann ausspucken.
  • Bereiten Sie sich eine Salbeitee, den Sie sehr lange ziehen lassen. Abkühlen lassen und dann damit die Zähne und den Mundraum gründlich ausspülen. Den Sud mehrmals durch die Zähne ziehen. Diese Prozedur drei- bis viermal am Tag wiederholen.
  • Putzen Sie Ihre Zähne hin und wieder mit anfeuchtetem Backpulver.
  • Ein Apfel ist als Zwischenmahlzeit fast so gut wie eine Mundspülung. Durch die Fruchtsäure werden Zähne und Zwischenräume gereinigt, die Speichelproduktion wird angeregt. Besonders geeignet sind Boskop und Renette.
  • Zweimal im Jahr sollten Sie Ihre Zähne professionell beim Zahnarzt reinigen und von Zahnstein und Zahnbelag befreien lassen.