Heilerde - wie sie Ihrer Gesundheit hilft

Heilerde

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Wenn Ihnen jemand gegen ständiges Sodbrennen die tägliche Einnahme von drei Löffeln Lehm empfiehlt, wenn man Ihnen sagt, das Heilerde Ihren Durchfall stoppt und auch gut gegen Mundgeruch und Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre ist - dann sind Sie sicherlich erstmal misstrauisch. Müssen Sie nicht: Heilerde ist ein ziemlich universelles Naturmittel gegen viele Beschwerden. Lesen Sie, wie Heilerde Ihrer Gesundheit hilft.

Das ist unsere Heilerde

Schon vor etwa 3 000 Jahren wurde die heilende Erde von den Ägyptern  bei Hautausschlägen und Verbrennungen genutzt. Inzwischen wird dieses Naturheilmittel bei vielen Gesundheitsproblemen angewendet. Im 19. Jahrhundert gewann sie auch in Deutschland an Bedeutung durch Pfarrer Kneipp und Pastor Immanuel Felge, der den Beinamen "Lehmpfarre erhielt. Die heute bei uns verwendete Heilerde ist getrockneter und gemahlener Lehm, der aus eiszeitlichen Ablagerungen abgebaut wird. Je nach Herkunft hat er verschiedene Farben, die vom typischen Hellbraun über Gelb, Rot bis sogar ins Grünliche reichen können.
Heilerden haben - ausgenommen Jod - fast alle lebenswichtigen Spurenelemente und Mineralien in unterschiedlichen Kombinationen. Der Hauptbestandteil ist Kieselsäure. Daran gebunden sind die lebenswichtigen Mineralien und Spurenelemente Chrom, Eisen, Magnesium, Kupfer, Selen, Zink, Mangan, Fluor, Kalium und Kalzium. Die gemahlene Heilerde entwickelt bei der Anwendung eine sehr grosse Oberfläche und bindet damit zahlreiche gesundheitsschädliche Stoffe. Die bei uns frei als Arznei verkäufliche Heilerde muss frei von Schadstoffen sein. Das wird von den Aufsichtsbehörden überprüft.  Die Heilerde kann bei innerlicher Anwendung die Wirkung anderer Medikamente verzögern. Deshalb sollten Sie zwischen den Einnahmezeiten eine Stunde Abstand wahren.

Heilerde vertreibt den Heisshunger, stoppt Durchfall

Ihr Problem sind Heisshungerattacken? Dann sollten Sie zur Heilerde greifen. Denn die zügelt Ihren Appetit. Gebend Sie zwei TL Heilerde in klares Wasser, Ihren Tee oder in Saft, die Sie gründlich verrühren. Diesen Drink sollten Sie am frühen Morgen vor dem Frühstück zu sich nehmen solange Sie noch nüchtern sind. Dann über den Tag verteilt jeweils eine halbe Stunde vor Ihren Hauptmahlzeiten. Am Abend, bevor Sie ins Bett gehen ebenfalls. Da genügt schon ein halber Teelöffel Heilerde auf ein Glas lauwarmes Wasser. Vorsicht: Zu grosse Mengen Heilerde führen zur Verstopfung.
Wenn Sie unter Durchfall leiden, dann sollten Sie über den Tag verteilt zwei bis drei Tage lang mehrere TL Heilerde zu sich nehmen. Sie können aber auch Heilerde-Kapseln aus der Apotheke anwenden. Heilerde besänftigt Darm und Magen, weil sie Gift- und Abbaustoffe im Darm an sich bindet, so das diese ausgeschieden werden können. Ausserdem bringt sie wertvolle Mineralien zurück, die bei Durchfall in erhöhtem Masse ausgeschieden werden. Auch bei strengen Fastenkuren wird Heilerde zur Unterstützung der Entschlackung gerne eingesetzt.

Heilerde richtig zubereiten und anwenden

Heilerde wird prinzipiell kalt angerührt. Dadurch wird bei der Anwendung ein Kältereiz erzeugt, der die Durchblutung und den Stoffwechsel anregt. Da Heilerde keinerlei Nebenwirkungen hat können Sie bei ihrer Anwendung eigentlich keine Fehle machen. Damit die Heilerde ihre gesunde Kraft voll entfalten kann, muss sie getrocknet, gemahlen, frei von irgendwelchen Zusätzen und gesiebt sein. Sie können den Heilerde-Brei mit kaltem Wasser, Kamillentee, Kräutersud oder Essigwasser zu einem streichfähigen Brei anrühren. Diesen in ein feuchtes Tuch geben, das sie mit einem trockenen Tuch abdecken. Ist die Heilerde bröckelig und trocken geworden einfach abwaschen. Setzen Sie Heilerde bei blutenden oder eitrigen Wunden ein, dann wird sie trocken aufgetragen. Die Erde nimmt Sekrete, Zersetzungsprodukte und Bakterien auf, sie fördert die Bildung von Krusten und sorgt für eine bessere Durchblutung der Haut. Ihre mineralischen Bestandteile helfen bei der Erholung des Hautgewebes, Entzündungen heilen schneller ab. Bei diesen äusserlichen Problemen kann Heilerde angewendet werden:

  • Haarprobleme wie Kopfschuppen, juckende Kopfhaut, fettiges Haar.
  • Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Muskelrheuma, Arthritis und Gelenkerkrankungen.
  • Hauterkrankungen, wie unreine fettige Haut, auch bei Akne, Sonnenbrand, kleinen Wunden, Insektenstichen und Ekzemen einschließlich Psoriasis.