Hausmittel gegen Schlafstörungen

Schlafstörungen mit Hausmittel behandeln

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Schlechter Schlaf ist auf Dauer ein sehr ernst zu nehmender Faktor für die gesamte Gesundheit. Wir können uns nicht mehr erholen, das Immunsystem bekommt keine Pause, Kreislauf und Blutdruck werden geschädigt, wir werden nervös, können keine Leistung bringen, sind anfällig für Infektionen. Und unter Schlafstörungen haben immer mehr Menschen zu leiden. Was gegen Schlafstörungen hilft, ohne synthetische Medikamente, was es an Tipps und Hausmittel gibt.

Gründe für Schlafstörungen

  • Auch nachts können wir kaum noch dem Umwelt-Lärm entkommen.
  • Wir essen völlig falsch: Zu fett, zu süß, zu spät und viel zu wenig Ballaststoffe
  • Uns fehlt die richtige Bewegung, die uns wohlig müde macht.
  • Der Stress, die Sorgen und die Probleme verfolgen uns - auch dann noch, wenn wir die Bettdecke über die Ohren ziehen. Die Folgen: Wir wachen nachts schweißgebadet auf, in unserem Kopf drehen sich die Gedanken wie ein Mühlrad - an Schlaf ist nicht mehr zu denken.

Generell muss man sagen, dass der Schlaf eine sehr individuelle Sache ist. Der eine Mensch ist um 21.00 Uhr schon müde, und um 5.30 Uhr wieder wach, der andere geht erst gegen Mitternacht ins Bett und will nicht vor 7.00 Uhr aufstehen, dem einen genügen sechs Stunde, der andere braucht mindestens acht. Eines aber gilt für alle Menschen: Es müssen zwei Tiefschlafphasen erreicht werden, mit zusammen möglichst drei bis vier Stunden ungestörten Schlaf. Und genau das schaffen Millionen Menschen nicht. Also muß dem Schlaf nachgeholfen werden. Und da sollen Medikamente helfen, endlich Ruhe zu finden. Davor muss gewarnt werden.

Schlafmittel sorgen nur kurzfristig für besseren Schlaf, können jedoch nicht helfen, die eigentlichen Probleme der Schlafstörung zu beheben. Man sollte sie also nur in wirklich akuten Fällen nehmen.

  • Bei akutem Stress, der nicht zu bewältigen ist.
  • Wenn man vor großen geistigen und körperlichen Anstrengungen steht und unbedingt ausgeschlafen sein muß.
  • Wenn man keine andere Möglichkeit sieht, zu ausreichend Schlaf zu kommen.

Schlafmittel haben große und manchmal bedenkliche Nebenwirkungen und sie haben ein eindeutiges Suchtpotential. Das gilt sogar für rezeptfreie Mittel. Deshalb raten Ärzte, nach der längeren Einnahme von Schlafmitteln, diese langsam und in Raten abzusetzen: Auf einen längeren Zeitraum gestreckt immer weniger. So, was kann man denn nun mit natürlichen Mitteln, mit Tricks und gesunden Hausmitteln gegen die Schlaflosigkeit tun - ohne gleich wieder zu Medikamenten zu greifen?

Schlafstörungen mit Hausmittel bekämpfen

  • Versuchen Sie es mit Einschlafritualen. Jeden Abend direkt vor dem Einschlafen eine Viertelstunde ohne fernsehen, ohne lesen, ohne problembehaftete Gespräche: Denken Sie an Erfreuliches, Beruhigendes. Oder nehmen Sie ein warmes Fußbad mit Lavendellöl. Sie können auch noch zehn tiefe Atemzüge am offenen Fenster machen. Trinken Sie ein Glas lauwarmes Wasser.
  • Nehmen Sie Ihre letzte Mahlzeit vor 18.30 Uhr zu sich. Ohne fettes Fleisch, ohne Hülsenfrüchte und ohne Rohkost.
  • Bringen Sie sich jeden Abend in die gleiche Schlafposition.
  • Entfernen Sie Lichtquellen aus Ihrem Schlafzimmer.
  • Schalten Sie alle Gerät im Schlafzimmer aus, die Strahlen versenden können: Handy, Radiowecker, TV - auch kein stand by - Betrieb.
  • Verwenden Sie ein Kopfkissen mit schlaffördernder Wirkung: Hopfen zum Beispiel oder Dinkel und Hirse.
  • Im Kräutergarten der Natur gibt es sehr viele Gewächse, die dem Schlaf förderlich sind: Baldrian, Hopfen, Lavendel, Melisse, Passionsblumenkraut, Basilikum, Hafer, Johanniskraut, Kava-Kava (Rauschpfeffer),
  • Der klassische Einschlaftee: Zu etwa gleichen Teilen Melissenblätter, Baldrianwurzel und Hopfenzapfen mischen. Jeweils einen Teelöffel der Mischung mit 200 ml heißem Wasser aufbrühen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, dann filtern. Um die entspannende Wirkung zu verstärken, sollte man ca. zwei bis vier Tassen pro Tag trinken.
  • Kochen Sie Milch mit einer Zwiebel auf. Vor dem Schlafen langsam und warm trinken.
  • Träufeln Sie fünf Tropfen Rosenöl auf ein Taschentuch und legen Sie dieses auf Ihr Kopfkissen.
  • Machen Sie sich eine Hopfenmilch. Hopfen verfügt über beruhigende pflanzliche Hormonstoffe. Und die Milch enthält die beruhigende Substanz Tryptophan. Zwei Teelöffel getrocknete Hopfen-Zapfen ( Apotheke) werden in 1/4 Liter Milch aufgekocht und müssen dann 7 Minuten zugedeckt ziehen. Durchseihen, mit 1 Teelöffel Honig süßen. Trinken Sie die Hopfenmilch kurz vor dem Zubettgehen.

Wenn Sie Ihre Schlafstörungen mit Naturmittel bekämpfen, müssen Sie bedenken: Es dauert manchmal bis zu sechs Wochen, bis die Wirkung der Mittel einsetzt.