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Mundgeruch Hausmittel

Mundgeruch

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Mundgeruch (Halitosis) stößt ab und macht einsam. Ein Problem, das mit Scham und Ängstlichkeit behaftet ist. 15 Millionen Deutsche leiden an Mundgeruch. Erfahren Sie, was Sie gegen dieses Übel – hinter dem sich sehr oft eine handfeste Krankheit verbirgt – tun können, wie Mundgeruch entsteht, und welche Hausmittel Ihren schlechten Atem verhindern. Es wird Zeit, dass wir dieses Tabu brechen und darüber reden. Denn es geht nicht nur um die richtige Mundhygiene, sondern auch um Ihre Gesundheit und um Ihre Zähne.Mundgeruch (Halitosis) stößt ab und macht einsam. Ein Problem, dass mit Scham und Ängstlichkeit behaftet ist. 15 Millionen Deutsche leiden an Mundgeruch. Erfahren Sie, was Sie gegen dieses Übel - hinter dem sich sehr oft eine handfeste Krankheit verbirgt - tun können, und wie Mundgeruch entsteht. Es wird Zeit, dass wir dieses Tabu brechen und darüber reden.

Ungepflegte Zähne gehören zu den Ursachen für schlechten Atem

Viele Menschen haben dieses Problem – aber es wird verschwiegen, ist mit Scham und Ängstlichkeit behaftet: Mundgeruch. Nun muss ich da mal grundsätzlich feststellen: Jeder Mensch hat Mundgeruch. Er ist individuell verschieden und hängt von vielen Faktoren ab. Und er muss nicht immer unangenehm sein. Im Gegenteil: Intensives Küssen kann die Zuneigung und das Begehren steigern – wenn man den anderen „riechen“ kann. Es kann aber auch beides zum Erliegen bringen. Nämlich dann, wenn der Partner einen schlechten Atem hat. Wenn einem jemand, wie der Volksmund sagt „nicht schmeckt.“ Hier die wichtigsten Ursachen: Natürlich hat Mundgeruch sehr viel mit den Essgewohnheiten zu tun. Wer stark würzt, viel Zwiebeln oder gar Knoblauch verwendet, der hat nun mal einen strengen Atem, der oft als unangenehm empfunden wird. Noch schlimmer ist es, wenn er durch Krankheiten im Mund-, Rachen-, Zahn- oder Verdauungsbereich entsteht. Denn der hat immer etwas Fauliges an sich.

Einen Gegenüber zu haben, der aus dem Mund riecht, kann eine qualvolle Belästigung sein. Noch schlimmer ist es, wenn uns das selbst das passiert. Und das Allerschlimmste ist: Wir merken das gar nicht. Und es sagt uns auch niemand, weil Mundgeruch ein Tabu-Thema ist. Dabei ist das Blödsinn, weil jeder fünfte Deutsche das Problem hat. Für unseren persönlichen Mundgeruch gibt es mehrere normale Ursachen - und Hausmittel, die uns helfen:

  • Die chemische Zusammensetzung unseres Speichels (kann sich immer wieder verändern).
  • Die Bakterien auf der Mundschleimhaut und vor allem auf der Zunge.
  • Die Ausdünstungen aus der Speiseröhre und aus den Atemwegen.
  • Die Speisen, die wir am Vortag zu uns genommen haben.
  • Die Getränke, die wir getrunken haben.
  • Große Zwischenräume der Zähne, in denen Essensreste hängen bleiben und zersetzt werden.

Alle diese Komponenten ergeben unseren normalen und natürlichen Atem. Zu diesen Ursachen kommt aber noch der Geruch, der aus Krankheiten im Mund-Rachenraum und in der Speiseröhre und im Magen entstehen kann. Auch dagegen helfen Hausmittel.

Selbst den Mundgeruch feststellen

Testen Sie selbst, wie es um Ihren Atem steht. Halten Sie jeden Morgen und jeden Abend die hohle Hand vor den Mund, hauchen Sie hinein, halten Sie die Hand vor die Nase und riechen Sie blitzschnell an dieser ausgeatmeten Luft. So kontrollieren Sie, wie es um Ihren Atem steht. Ist natürlich sinnlos, wenn Sie sich kurz vorher die Zähne geputzt haben. Wenn es riecht, müssen Sie Ihre Mundhygiene verbessern, und bewährte Hausmittel einsetzen.

Zu den Ursachen des Mundgeruchs gehört auch Rauchen

Wussten Sie, das Rauchen üblen Mundgeruch erzeugen kann? Vielleicht haben Sie selbst schon gemerkt, dass Sie nach dem Genuss vieler Zigaretten (schlimmer noch Pfeife oder gar Zigarren) scharf und stechend aus dem Mund riechen. Der Grund ist einfach. Die geruchserzeugenden Partikel des Tabaks setzen sich in den Schleimhäuten des Mundes und der Zunge fest, werden dort von Flüssigkeiten zersetzt und verströmen diesen scharfen Geruch. Sehr gesundheitsschädlich.

Mangelnde Zahnhygiene

Der häufigste Grund für schlechten Mundgeruch ist mangelnde Zahn- und Mundhygiene. Nach dem Essen sitzen Essensreste in den Zahnlücken und Zahntaschen. Sie werden sofort von Bakterien angegriffen, zersetzt und beginnen im wahrsten Sinn des Wortes zu faulen und zu gären. Sie verbreiten sehr schnell einen üblen Geruch. Deshalb müssen Sie sich nach jedem Essen die Zähne putzen. Nur Wasser durch die Zähne ziehen genügt nicht. Oft langt das aber nicht, weil die Zahnbürste die Essensreste zwischen den Zähnen nicht rauskriegt. Deshalb sollten Sie - vor allem nach dem Genuss von Fleisch – die Zahnzwischenräume Ihrer Zähne nach dem Essen mit Zahnseide reinigen. Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe:

  1. So beseitigen Sie diese Quelle des üblen Geruchs durch Hausmittel.
  2. Sie helfen Ihren Zähnen. Denn bei dem Faul- und Gärungsprozess der zersetzten Essensreste entstehen scharfe Substanzen, die Ihre Zähne angreifen können.

Ganz wichtig: Sie sollten Ihre Zahnbürste nicht länger als drei Monate benutzen, denn dann verlieren die Borsten ihre Reinigungskraft und sie können den schlechten Geruch nicht mehr beseitigen. Sie pflegen Ihre Zähne, Sie putzen sie dreimal täglich – und trotzdem haben Sie Mundgeruch – dann gibt es noch folgende Möglichkeiten die Ursachen zu bekämpfen:
Sie halten sich sehr oft in beheizten Räumen mit niedriger Luftfeuchtigkeit auf. Das trocknet Ihre Schleimhäute aus, ebenso wie Schnarchen mit offenem Mund. Auf trockenen Schleimhäuten setzen sich Bakterien fest – es entsteht ein übler Geruch. Da hilft: Mehrmals am Tag ein Glas Wasser trinken.

Stress löst schlechten Mundgeruch aus

Auch Stress kann Mundgeruch auslösen. Vor allem, wenn er mit persönlichen Kränkungen verbunden ist. Er kann aber auch durch nervöse Verdauungsstörungen entstehen. Weitere Ursachen sind: Eine gestörte Darmflora, ein krankes Darmmilieu, eine Magenschleimhautentzündung, vereiterte Mandeln, eine Darmgrippe oder Pilze in der Mundhöhle und auf  der Zunge. In allen diesen Fällen sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Mundgeruch kann aber auch durch bestimmte ärztliche Behandlungen entstehen: Wenn zum Beispiel ein Spray verwendet wird. Da sollten Sie sofort nach jeder Behandlung mit einem Glas Wasser gurgeln.

Diabetes am Mundgeruch erkennen

Jetzt wird es richtig ernst: Wenn Sie feststellen, dass Sie einen süßlichen oder ammoniumartig riechenden Atem haben, obwohl Ihre Mundhygiene gut ist und Sie Ihre Zähne regelmäßig mit frischem Wasser putzen, dann sollten Sie sofort zum Arzt gehen. Im ersten Fall deutet das auf Diabetes hin, im zweiten Fall besteht die Gefahr einer Nierenerkrankung. Üblen Mundgeruch können Sie aber auch durch Essen bekommen, es müssen nicht immer die Zähne sei. Da steht an erster Stelle natürlich der Knoblauch. Aber auch rohe Zwiebeln, Lauch in allen Variationen, Käse mit sehr deftigem Geschmack, Bier, Rotwein oder Schnaps machen schlechten Atem. Dagegen helfen altbewährte Hausmittel:

  • Kauen Sie ein Bündel frische Petersilie gegen Knoblauchgeruch.
  • Kauen Sie getrocknete Salbeiblätter, gehackte Minze oder gurgeln Sie mit Pfefferminztee.
  • Ein sehr gutes Hausmittel: Essen Sie einen Apfel, der nimmt viel vom üblen Atem.
  • Natürlich hilft es auch, wenn Sie ganz einfach einen Kaugummi kauen.

Hausmittel gegen Mundgeruch

  • Gurgeln Sie mit einem Mundwasser aus der Apotheke. Wenn Sie es natürlicher haben wollen: Verrühren Sie einen Teelöffel naturtrüben Apfelessig in 1/8 Liter lauwarmem Wasser. Trinken und gurgeln.
  • Spülen Sie den Mund regelmäßig mit lauwarmem Salbeitee aus.
  • Spülen Sie den Mund regelmäßig mit sieben Tropfen Myrrhetinktur in 1/4 Liter Wasser.
  • Machen Sie eine Kur mit Propolis aus dem Bienenstock. Ist nur sinnvoll, wenn Geruch vom Magen her kommt.
  • Gurgeln Sie mit zehn Tropfen australischem Teebaumöl, aufgelöst in 1/4 Liter Wasser.
  • Lutschen Sie Pastillen mit Eukalyptus.
  • Kauen Sie folgende Kräuter oder Gewächse: Thymian, Majoran, Fenchel, Anis, kleingehackte Petersilie, Kaffeebohnen, geriebener Apfel oder Dill.