Glück durch Pille - oder besser Kräuter

Sie fühlen sich mies, Sie fühlen sich ausgelaugt, Sie sehen für die Welt und Ihre Zukunft nur noch schwarz - kurz, Sie sind unglücklich. Kein Problem, denn dagegen gibt es Pillen. Der Markt wird überschwemmt mit Glückspillen, so genannten happy-pills. Und immer mehr Menschen greifen zu den kleinen Glücksbringern: Innerhalb von etwa 15 Jahren hat sich der Verbrauch von Anti-Depresiva fast verdreifacht. Millionen Menschen - darunter immer häufiger auch Kinder - greifen zu den synthetischen Stimmungsaufhellern. Mit oft verheerenden Folgen. Denn das Glück kann man durch Pillen nicht erzwingen - aber es besteht die Gefahr, in die Sucht abzugleiten.

Das Prinzip all dieser Glückspillen ist eigentlich einfach: Die so genannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sollen dafür sorgen, das der Botenstoff Serotonin (Glückshormon) so lange wie möglich seine Wirkung im Gehirn entfaltet. Das mindert Depressionen und führt zu Glücksgefühlen. Die aber wieder weg sind, sobald die Wirkung nachlässt. Also muss man immer wider "nachfüllen", braucht immer stärkere Dosen - die Tür zur Sucht wird geöffnet. Und es kann zu starken Nebenwirkungen kommen. Die reichen von Übelkeit über Durchfall bis hin zu sexuellen Funktionsstörungen und Aggressionsschüben.

Außerdem besteht die große Gefahr, das Sie anfangen, die Welt zu rosig zu sehen, Probleme nicht mehr erkennen und sich ihnen auch nicht mehre stellen. Sie geraten völlig aus dem seelischen Gleichgewicht, weil - wenn Sie in eine Entzugsituation geraten - Sie die Realität nicht mehr erkennen und nun wiederum alles nur schwarz sehen und noch tiefer in die Depression fallen. Viele Mediziner und Forscher warnen bereits, das der ständige Gebrauch von Glücks-Pillen die Persönlichkeit verändert - und zwar nicht zum Besseren. Man muss klar sagen: Solche Glückspillen sind Drogen - wie letzten Endes auch der Alkohol.

Wie aber steht es mit natürlichen Glücklichmachern, gibt es Kräuter für das Glück? Die gibt es, und Sie sind meistens ohne Nebenwirkungen, wenn Sie nicht des guten zu viel tun.

Da wäre das Johanniskraut

Wenn Im Sommer die Sonne am höchsten steht und am längsten scheint, dann öffnet das Johanniskraut seine leuchtend gelben Blüten. Selbst die Schulmedizin hat das Johanniskraut als Stimmungsaufheller anerkannt. Es ist das wichtigste pflanzliche Antidepressivum. In hoher Dosierung (nur nach Rücksprache mit dem Arzt) kann es nach mehrwöchiger Anwendung leichte und mittelschwere Depressionen lindern. Nicht einnehmen sollten Sie es, wenn Sie danach viel in der Sonne sind.

Baldrian als Tee

Wenn Sie ganz down sind, leer und erschöpft, dann hilft Baldrian Ihrem Gemüt wieder auf die Beine. Den gibt es auch als geruchsneutrale Tabletten oder Tinktur.

Lavendel beruhigt

Das uralte Heilkraut Lavendel duftet nicht nur gut. Seine Inhalts- und Wirkstoffe wirken auch beruhigend auf das Nervensystem helfen bei innerer Unruhe und Leichten Depressionen. Gingt es als Tee, als Kopfkissen für die Nacht und als Zusatz für ein Entspannungsbad.