Gicht: So verhindern Sie die Krankheit

Gicht: So verhindern Sie die Krankheit

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Uns geht es gut: Wir essen täglich Fleisch, Schinken und Wurst. Wir trinken gerne und viel Bier und Wein - und im Alter plagt uns dann die Gicht. Sie verformt unsere Glieder, wir können nicht mehr richtig zugreifen, die Gelenke tun höllisch weh: Gicht ist ein hoher Preis, den wir für unseren Wohlstand zahlen. Denn Gicht ist eine reine Wohlstandskrankheit. Und Millionen Deutsche leiden. Das muss nicht sein. Informieren Sie sich einfach in diesem Text. Gicht: So verhindern Sie die Krankheit. Lesen Sie, wie die schmerzhaften Gichtattacken entstehen - und wie Sie diese verhindern können.

Der zu hohe Harnsäurespiegel verursacht die Schmerzen

Ursache für die quälenden Schmerzen ist der erhöhte Harnsäurespiegel in Ihrem Körper. Die Harnsäure bildet Kristalle, diese lagern sich in den Gelenken, in den inneren Organen und dem Gewebe ab. Wenn die Ablagerungen zu groß werden, dann kommt es zu zu einem Gichtanfall und zu starken Schmerzanfällen in den Gelenken. Wenn Sie einen solchen Anfall bekommen und ihn nicht sofort behandeln, dann kann er einige Stunden bis zu einigen Tagen dauern. Ein Zeitraum voller
kaum ertragbarer Schmerzen. Danach klingen die Schmerzen langsam wieder ab. Damit der Harnsäurespiegel schneller sinkt, müssen Sie vom Arzt verschriebene Medikamente nehmen. Die Gicht macht sich vor allem in den Zehen, den Knien und den Fingern bemerkbar. Die fangen an, bei Bewegungen zu schmerzen und sich nach und nach zu verformen. Bei einer sogenannten Weichteilgicht lagern sich die Kristalle unter der Haut ein und bilden Knötchen mit weißen Flecken. Die Harnsäurekristalle können sich auch in den Nieren ablagern. Dort bilden Sie den Nierengrieß oder die scherzhaften Nierensteine.

So bilden sich die gefürchteten Kristalle

Wie kommt es nun, dass die Harnsäure so hoch ansteigen kann? Schuld daran sind die sogenannten Purine. Diese nimmt man mit der Nahrung auf, sie werden aber ich beim Abbau von Körperzellen frei gesetzt. Harnsäure wird über Ihre Nieren ausgeschieden. Wenn allerdings die Harnsäurekonzentration einen bestimmten Wert übersteigt, dann schaffen das die Nieren nicht mehr, es bilden sich die gefürchteten Kristalle. Die Anfälligkeit für eine Gicht ist auch genetisch bedingt. Dann scheiden die Nieren einfach zu wenig Harnsäure aus. Diese genetische Veranlagung wird durch eine falsche Ernährung noch verstärkt.

Unsere Ernährung ist schuld an der Gicht

Unsere Ernährung hat sich unserem steigenden Wohlstand angepasst. Fleisch kommt in sehr vielen Haushalten fast täglich auf den Tisch. Und das ist gefährlich. Die „Deutsche Rheumaliga“ zählt zu den besonders gefährlichen Nahrungsmitteln mit einem hohen Purinanteil rotes und fettes Fleisch, vor allem tierische Innereien wie Leber, Bries, Nieren, Zunge usw. Ebenfalls gefährlich sind Meeresfrüchte (Muscheln, Krabben, Krustentiere und bestimmte Fischsorten wie Sprotten oder Thunfisch. Frischer Spargel ist zwar ein Hochgenuss - aber gerade der Spargel hat sehr viele Purine. Unbedingt verzichten sollten Sie auf die Haut von Fischen, Geflügel oder Schweinen - mag sie noch so knusprig sein.

Der beste Smoothie gegen die Gicht

Obst und Gemüse dagegen sind in jedem Fall zu empfehlen. Mit einer Ausnahme: Vermeiden Sie unbedingt Linsen, Bohnen, Erbsen und alle sonstigen Hülsenfrüchte. Ganz wichtig, wenn Sie dichtanfällig sind: Sie müssen viel trinken, denn das regt die Harnausscheidung durch die Nieren an. Geeignet sind Kaffee, Tee, Mineralwasser, Fruchtsäfte und sogar Kakao. Milch und alle Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Käse und Molke sind eine sehr gute Eiweißquelle und halten Ihren Harnsäurespiegel niedrig. Und dann die gute alte Kartoffel: Sie ist extrem purinarm und gut für eine Gichtdiät geeignet. Sehr gut ist es, wenn Sie die Schale mitessen. Ihren Harnsäurespiegel könne Sie auch durch den täglichen Genuss von Tomaten (frisch, als Suppe, als Saft) niedrig halten. Sie sind ein Fan von Smoothies? Das ist gut, denn die sind gesund. Im Sinne einer Gichtprävention sollten Sie es aber vermeiden, alle Hülsenfrüchte, getrocknete und frische Steinpilze, grüne Bohnen, Sellerie, Spargel, Spinat und Grünkohl zu verwenden. Denn die sind stark purinhaltig. Der beste Antigicht-Smoothie besteht aus grüner Salatgurke, grüner Paprika, kohlensäurefreiem Mineralwasser und Gewürzkräutern die Ihnen schmecken.