Gesunde Lebensweise: Fehler die krank machen

Jeder solle seine eigene gesunde Lebensweise finden und sie leben. Das ist ganz bestimmt eine gute Sache. Das Problem ist: Die eigene Lebensweise kann sehr riskant sein, wenn man Fehler zur Gewohnheit werden lässt. Fehler in der Lebensweise können richtig krank machen, sie beinträchtigen die Gesundheit, sie führen zu schweren Beschädigungen im Bewegungsapparat. Im schlimmsten Fall können sie sogar Krebs auslösen und zum Tode führen. Hier die sieben schlimmsten Fehler die Sie vermeiden sollten für Ihre Gesundheit.

Alkoholmissbrauch ist keine gesunde Lebensweise

Zu unserer westlichen Lebensweise gehört der Genuss von Alkohol. Das ist an sich nicht schlimm - es kommt immer auf die Menge an. Ein Gläschen Wein, ein Bier und hin und wieder auch ein Schnaps - damit können Sie gut leben. Wenn es aber mehr wird, wenn es gar zur Gewohnheit wird, dann verlasen Sie den Weg der Gesundheit, dann begehen Sie Fehler, die Sie krank machen. Wenn sich schon Jugendlich in regelmässigen Abständen einen Rausch antrinken - dann ist das ganz bestimmt keine gesunde Lebensweise sondern ein großer gesundheitsschädlicher Fehler. Alkohol zerstört Gehirnzellen, er schädigt die Bauchspeicheldrüse und die Leber. Und er steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit hormonempfindlichen Tumoren wie zum Beispiel Brust- oder Prostatakrebs. Und bedenken Sie: Frauen vertragen nur etwa die halbe Menge Alkohol wie Männer. Wenn Sie eine gesunde Lebensweise einhalte wollen, dann lautet die Faustregel: Männer ca. 300 g Wein am Tag, Frauen ca. 150 g. Wenn Sie sich daran halten, dann leben Sie gesund.

Zu viel Sonne beschädigt die Gesundheit

Da können die Gesundheitsexperten und Hautärzte predigen was sie wollen: Tiefe Bräune ist für viele Menschen immer noch ein Beweis für eine gesunde Lebensweise, für Attraktivität und Aktivität. Auch das ist grundsätzlich nicht falsch: Wir brauchen Sonnenlicht auf der Haut, schon wegen der VitaminD-Bildung. Aber auch hier macht die Dosis den Unterschied zwischen einer gesunden Lebensweise und einer grundfalschen und schädlichen. Zu viel Sonne und damit eine zu hohe Dosis an UV-Strahlen macht die Haut alt, faltig und bergen die Gefahr eines Hautkrebs und vieler anderer Krankheiten. Vor allem der Schwarze Hautkrebs wird immer häufiger - und der ist lebensgefährlich. Und das schon bei junge Menschen: Das ergab eine Studie an der weltberühmten Mayo-Klinik in den USA.

Gesund leben bedeutet Rauchverzicht

"Rauchen schadet Ihrer Gesundheit" - wohl keine Aussage im Zusammenhang mit der Gesundheit und einer gesunden Lebensweise ist so bekannt geworden wie diese. Und was hat es genutzt? Wenig, wenn man den Experten glauben darf. Die Zahl der Menschen, die sich wegen des Rauchens Krankheiten einfangen steigt ständig. Dabei kann Rauchen Leben zerstören und gesunde Menschen total krank machen. Und gegen den Nikotinmissbrauch helfen Bewegung und die richtige Ernährung wenig oder gar nicht. Vor allem Frauen sind durch Rauchen stark in ihrer Gesundheit gefährdet. Der Teer, die Chemikalien mit denen der Tabak behandelt wird oder die Feinstäube, die bei der Verbrennung von Zigarettenpapier entstehen und eingeatmet werden, können  Lungenkrebs auslösen. Auch der so genannte Raucherhusten (COPD) ist eine Folge des Rauchens. Für dieses Problem gibt es nur einen Rat: Wenn Sie gesund leben wollen, dann verzichte Sie auf das Rauchen.

Schönheitskorrekturen - nicht immer gesund

Für viele Menschen gehört gutes Aussehen zum Ausdruck einer gesunden Lebensweise. Da kann  man durch die richtige Ernährung, ausreichend Bewegung, Sport und gesundes Leben selbst viel dazutun. Viel Obst und Gemüse essen, Verzicht auf Nikotin und Alkohol, Entspannung, Lebensmittel aus biologischer Produktion - das alles hilft. Aber manchen Menschen ist das nicht genug. Sie wollen einen größeren oder kleineren Busen, eine andere Nase, Korrekturen an den Ohren, Fett soll abgesaugt werden usw. Das alles hat mit Gesundheit nicht viel zu tun - dient aber dem inneren Wohlfühlen. Und ein Menschen, der sich in seinem Körper wohl fühlt, der tut ja auch etwa für seine Gesundheit. Wenn Sie sich zu einem solchen Schritt entschliessen, dann ist gute Information wichtig. Die Schönheitschirurgie, die Anwendung von Lasern und Botox, von Kunststoffen ist fast schon Alltag - aber immer wieder hört man Schauergeschichten. Vor allem Brustimplantate aus Silikon bergen Gefahr für die Gesundheit. Sie können Entzündungen und vielleicht sogar Krebs auslösen. Also: Lassen Sie sich im Interesse Ihrer Gesundheit gut beraten.

Kräftige Muskeln: Nur durch Sport und Bewegung

Ein kräftiger, durchtrainierter Körper der deutlich mit Muskeln bepackt ist - gibt es einen besseren Beweis für eine gesunde Lebensweise? Nein - vorausgesetzt, diese Muskeln sind durch Bewegung, Belastung und durch die richtige Ernährung entstanden. Aber dafür muss sich der Mensch abmühen: Er muss intensiv Sport treiben, oder sich im Fitness-Studio plagen, an Maschinen rackern, Schweiss vergießen. Das wäre dann richtig gesund. Aber da gibt es viele Menschen, die wollen mit Muskeln protzen, ohne Bewegung und Sport. Die helfen dann mit Hormon-Präparaten nach. Auf gut deutsch: Sie machen Doping. Und da wird es gefährlich, denn das hat mit einer gesunden Lebensweise und der Gesundheit gar nichts mehr zu tun. Viele dieser - oft illegalen Mittel - enthalten anabole Steroide. Die sind hochgefährlich, stehen sie doch in einem unmittelbaren Zusammenhang mit Leber- und Nierentumoren, sowie dem Brustkrebs beim Mann.

Tatoos passen nicht zu einer gesunden Lebensweise

Über Geschmack lässt sich nicht streiten, der Eine findet sie schön, dem Anderen sind sie ein Gräuel: Tatoos an Armen, Beinen, Brust, Hals und der Verlängerung des Rückens. Aber was hat das nun mit Gesundheit zu tun? Sehr viel, denn dieser Körperschmuck kann Entzündungen, Allergien und sogar Krebs auslösen. Bei einigen Menschen wurde schon ein durch Tatoos ausgelöster Hautkrebs festgestellt. Bis 2009 wurden in den Tatoo-Studies oft die besonders gefährlichen Azofarbstoffe verwendet. Diese sind seit 2009 wegen der Gefährdung der Gesundheit verboten. Beim Anfertigen eines Tatoos wird die Hautverletzt und durch die Nadeln wird Farbe in den Körper eingebracht. Prof. Wolfgang Bäumler von der Klinik für Dermatologie an der Uni Regensburg hat erforscht, dass die meisten Farben Restprodukte der Industrie sind. Die enthalten sehr oft "polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Von 20 getesteten schwarzen Tatoo-Farben enthielt lediglich eine diese gefährlichen Stoffe nicht. Für Menschen sind also Tatoos auf keinen Fall gesund.