Gesund durch Radfahren: Welches Fahrrad ist für mich richtig?

Gesund durch Radfahren: Welches Fahrrad ist für mich richtig?

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Die Fahrradhändler haben Rekordumsätze, die Zahl der Radfahrer wächst ständig. Der Grund: Immer mehr Menschen erkennen, wie wichtig die gleichmäßige Belastung beim Radfahren für Ihre Gesundheit ist. Wer regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, der stärkt sein Immunsystem, in Corona-Zeiten besonders wichtig. Er kräftigt seine Lunge, stärkt seinen Kreislauf und sein Herz und bringt seinen Blutdruck wieder auf Normalwerte zurück. Radfahren in der Natur setzt Glückshormone frei und baut Stress ab.

Dafür baut es Muskeln wieder auf und schont dabei die Gelenke. Eigentlich das ausdauernde fahren auf dem Fahrrad eine Naturmedizin. Wenn Sie sich nun entschließen, die Zahl der Radfahrer zu vergrößern, dann sollten Sie sich vom Fachhändler beraten lassen. Denn Fahrrad ist schon lange nur einfach ein Fahrrad: Aus medizinischer Sicht haben die verschiedenen Radtypen unterschiedliche Vor- und Nachteile. Hier ein Überblick, welcher Typ Rad für Ihr Training am besten geeignet ist.

1. Das ganz normale Rad für den Alltag

Sie wollen keine langen Radtouren machen, keine Rennen fahren, weder Gelände noch Berge mit Ihrem Rad bezwingen - Sie wollen einfach nur mit dem Rad kürzere Strecken zurücklegen und so etwas für Ihre Gesundheit und Fitness tun. Dann ist für Sie ein Stadt- oder Tourenrad die beste Wahl um durch Bewegung Ihre Gesundheit zu stärken. Ihr Rad begnügt sich mit Straßenreifen, aufwendige Scheibenbremsen sind nicht unbedingt notwendig. Auf jeden Fall müssen Sie nach dem Kauf Ihr Rad an Ihren Körper vom Händler anpassen lassen; Sattelhöhe, Pedalstand, Lenkerhöhe usw. Fast alle Fahrräder haben eine Gangschaltung, für Ihren Bedarf genügt eine Dreigangschaltung. Das Alltagsrad verlangt s, wenn Sie etwa fünf bis Stunden pro Woche damit Rad fahren, dann tun Sie schon viel für Ihre Kondition und Ihre Lunge.

2. Das Rennrad

Das ist schon eine andere Nummer. Denn hier wird Kraft und Ausdauer besonders stark trainiert, der Körper erheblich in Anspruch genommen. Zum Rennrad sollten Sie nur greifen, wenn Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Herzens unter Belastung geprüft haben. Da Sie mit so einem Rad schnell unterwegs sind, brauchen Sie gute Bremsen, also Scheibenbremsen. Auch sollte es mehr als drei Gänge haben und eine ganz andere Bereifung als ein Tourenrad. Mit einem Rennrad macht man meist auch längere Touren, deshalb ist die richtige Sitzposition sehr wichtig. Die ist nämlich für untrainierte Fahrer am Anfang unbequem. Oft bekommen die Fahrer wegen der gekrümmten Haltung Nackenschmerzen. Um gut zu sitzen, müssen Sattelhöhe und Lenkerhöhe genau aufeinander abgestimmt sein. Sie sollten anfangs etwa nach etwa einer halben Stunde eine Pause machen, Rücken und Wirbelsäule strecken, die Herzfrequenz senken und dem Kreislauf eine Erholung gönnen.

3. Das Mountainbike

Dieses Bike stellt eine besondere Herausforderung an den Fahrer, seinen Körper, seinen Kreislauf und seine Herzfrequenz dar. Denn er bewegt sich ja meist in steilem und unbequemen Gelände. Er braucht viel Kraft, die Lunge und die Muskeln müssen schwer arbeiten. Wer durch Radfahren abnehmen will, für den ist das Mountainbike die richtige Wahl. Durch die hohe Sauerstoffaufnahme haben die Zellen die Gelegenheit mehr Fett zu verbrennen, um so die benötigte Energie zu erzeugen. Radeln mit einem Mountainbike ist ein Sport, der Sie nicht nur in die Natur bringt, sondern der auch gesund und gut ist. Es fördert nicht nur die Gesundheit für Ihr Herz, sondern es erfordert auch eine gute Koordination und ein schnelles Reaktionsvermögen. Auch auf diesem Fahrrad werden die Gelenke geschont und die Ausdauer gefördert.

4. Das Reha-Fahrrad

Dieses Fahrrad ist besonders geeignet für Menschen, die Probleme mit ihren Gelenken haben, oder die eine Operation am Bewegungsapparat hinter sich haben. Es ist eine schonende Bewegung, bei der der Sport nicht im Vordergrund steht. Die Heilung soll durch das Radeln gefördert werden, die Ausdauer und das Immunsystem sollen gestärkt werden, und es ist gut fürs Abnehmen, ohne das eine besondere Ernährung nötig ist. Ein solches Fahrrad hat einen tiefen Einstieg, der das Auf- und Absteigen erleichtert. Das ist besonders wichtig für Menschen die eine künstliche Hüfte bekommen haben. Auch nach Operationen im Wirbelsäulenbereich ist das Fahren auf einem solchen Fahrrad leichter. Die Pedale sind speziell rutschfest und die Griffe am Lenker werden der Handgröße angepasst. Radfahren nach einer OP oder mit einer Behinderung sollte man nur in Zusammenarbeit mit dem Arzt, damit es wirklich gesund ist. Ein Reha-Fahrrad ist besonders gut geeignet, wenn Sie Probleme mit dem Herz haben, denn hier ist nicht Leistung, sondern schonende Ausdauer gefragt.

5. Das E-Bike

Das Radfahren mit einem E-Bike ist sehr in Mode gekommen. Es unterscheidet sich vom "normalen" Fahrradfahren, weil hier die Muskelkraft teilweise durch die Unterstützung des E-Motors nicht so stark ist. Zum Abnehmen ist es also weniger geeignet, dafür aber zum schonenden Kraftaufbau, zur Unterstützung der Herztätigkeit und zur Senkung des Blutdrucks. Mit einem solchen Bike können Sie auch Steigungen in einem vernünftigen Pulsbereich bewältigen. E-Bikes haben aber ein anderes Fahrverhalten als andere Fahrräder, Sie müssen also das Fahrradfahren anpassen. Beim Bremsen haben sie eine kräftige Schubkraft. Beim Bergfahren gilt die Faustregel: Nicht viel schneller runter als rauf.