Fußpilz: So helfen Naturmedizin und Hausmittel

Gerade in Saunen lauert der Fußpilz.

© Kzenon - Fotolia.com

Sauna, baden, schwimmen, turnen - alles wunderbar gesund: Wenn da nicht die Sache mit dem Fußpilz wäre. Denn genau dort lauert er. Fußpilz, das ist eine Krankheit, von der ca. 16 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Wie gefährlich Fußpilz ist, warum Sie ihn unbedingt bekämpfen müssen, welche Naturmittel Ihnen bei der Behandlung am besten helfen

Fußpilz: Ein schwaches Immunsystem fördert die Anfälligkeit

Speziell, wenn es draußen ungemütlich kalt ist, wenn sich der Winter von seiner hässlichsten Seite zeigt, dann ist es ein wahrer Genuss, wenn man sich in ein öffentliche Sauna zurückziehen kann oder wenn man im nahegelegenen Hallenbad im mollig warmen Wasser schwimmt. Der Besuch eines Hallenbades oder einer Sauna ist allerdings mit einer Gefahr verbunden: Das ist der überaus lästige Fußpilz.

Experten schätzen, dass etwa 20 Prozent der Bevölkerung daran leiden. Jeder kann sich ganz schnell so eine Pilzinfektion einhandeln. Es gibt allerdings Risikogruppen, die besonders anfällig sind. Dazu gehören Frauen und Männer , die Durchblutungsstörungen in den Beinen und Füßen haben. Auch ein schwaches Immunsystem fördert die Pilz-Anfälligkeit. Das trifft besonders auf Diabetiker zu. Gefährdet sind auch all jene, die sehr enge Schuhe tragen, die luftundurchlässig sind: zum Beispiel Gummistiefel oder Sportschuhe.

Die Frage: Wie wird denn der Hautpilz übertragen? Die Infektion erfolgt über abgefallene Hautschuppen, die sich am Boden, im Handtuch, im Badetuch, in der Bettwäsche befinden. Doch die Pilzgefahr befindet sich auch zu Hause im Wäschekorb. Deutsche Forscher haben vor ein paar Jahren nachgewiesen: mit Pilzsporen verseuchte Socken und Handtücher sind eine Gefahr für die ganze Familie. Die Sporen werden auch auf die Kleidung der anderen weitergegeben, wenn die Socken zu wenig heiß gewaschen wurden. Pilzkeime gehen erst bei einer Wassertemperatur von mindestens 70 Grad Celsius zugrunde.

Fußpilz erkennen - es juckt

Man muss sich im Klaren darüber sein: Fußpilz ist eine hoch ansteckende Krankheit, lästig und langwierig. Meist beginnt die Infektion zwischen der vierten und der fünften Zehe. Genau diese beiden lassen sich nämlich nicht sehr gut spreizen. Der Zwischenraum bleibt lange feucht. Und dieses Milieu erhöhte die Gefahr für eine Pilz-Anfälligkeit.

Man merkt es ziemlich bald, wenn man sich einen Fußpilz eingehandelt hat. Es beginnt zwischen den Zehen zu jucken. Danach entsteht oft auch ein brennender Schmerz. Und die Haut an den Zehen beginnt zu schuppen. Jetzt sollte der Betroffene oder die Betroffene beide Füße ganz genau nach winzig kleinen Rissen oder Wunden untersuchen. Am besten, man geht zum Arzt. Ein Dermatologe soll sich die Sache genau anschauen. Denn eines muss man wissen: Je früher der Fußpilz erkannt wird, desto einfacher und schneller kann man ihn erfolgreich behandeln. Daher gilt die Regel: Besser zum Arzt gehen und erfahren, dass es doch kein Fußpilz ist. Der Laie kann das nicht sicher feststellen.

Ist es aber tatsächlich eine Fußpilz – Infektion, dann muss gezielt behandelt werden. Sonst kriegt man dieses Hautproblem nicht los. Im Gegenteil: Der Pilz verbreitet sich rasch auch auf andere Körperteile. Und man steckt andere Mitmenschen damit an.

Sehr hohe Rückfallquote

Wer nun genau weiß, dass er unter Fußpilz leidet, der braucht viel Geduld, bis er wieder gesund ist. Es gibt viele Möglichkeiten, das unappetitliche Leiden zu bekämpfen. Die Schulmedizin setzt vorrangig Cremes, Gels und Sprays ein, die alle pilzabtötende Wirkstoffe enthalten. Sie sind aber nur dann wirksam, wenn man sie lange Zeit aufträgt: mindestens drei bis vier oder fünf Wochen. Wer die Behandlung zu früh abbricht, der erleidet einen Rückfall. Denn: Auch wenn die Haut nicht mehr juckt, heißt das noch lange nicht, dass alle Pilz-Erreger abgetötet sind. Die Erfahrung vieler Hautärzte beweist: fast 50 Prozent der betroffenen Patienten behandeln ihren Fußpilz nicht mehrmals täglich konsequent. Daher ist die Rückfall-Quote sehr hoch.

Was hilft nun gegen Fußpilz?

Die Naturmedizin – einfache Hausmittel mit einbezogen – kennt eine Reihe von natürlichen Kräfte, die oft verblüffend schnell helfen:

  • Sehr bewährt hat sich das australische Teebaumöl. Man gießt zwei Mal täglich –am besten morgens und abends - warmes Wasser in einen Eimer, verrührt darin 10 bis 15 Tropfen vom Teebaumöl und badet die Füße darin 10 Minuten lang.
  • Viele schwören auf die Kraft der Eichenrinde. Man bereitet einen Liter Eichenrindetee zu und vermischt ihn in einem Eimer mit drei bis vier Liter warmem Wasser. Eichenrinde trocknet die Haut aus und nimmt dem Fußpilz seine Lebensgrundlage. So wird der Eichenrindetee zubereitet: 250 Gramm Eichenrinde werden in einem Liter Wasser einmal aufgekocht, durchgeseiht und ins Fußbad gegossen.
  • Auch Apfelessig wird mit Erfolg für Fußbäder eingesetzt: Ein Viertelliter Apfelessig – in 4 Liter Wasser verrührt – stärkt den Säureschutzmantel der Haut.
  • Im ländlichen Raum war es früher Brauch, dass man die Zwischenräume der Zehen mit in zwei Hälften geschnittenen Knoblauchzehen eingerieben hat.
  • Fußbäder in purem Brottrunk können Pilzinfektionen wirksam bekämpfen.
  • Auch ein paar Tropfen Grapefruit-Kernextrakt in warmem Wasser ist ein beliebtes Fußbad zur Pilzbekämpfung.
  • Es gibt eine Creme mit Schüssler Salzen, die vor Pilzinfektionen schützen kann. Das ist die Calcium fluoratum Creme Nr. 1.

Fußpilz vorbeugen

Apropos schützen: Wer zu Fußpilz neigt, darf so einer Infektion keine Chance geben und sollte folgende Maßnahmen beachten:

  • Reinigen Sie die Füße nur mit pH-neutraler Seife, damit der Säureschutz-Mantel der Haut nicht geschädigt wird.
  • Nach dem Duschen, Baden oder Waschen müssen die Füße – besonders die Zehen-Zwischenräume – gut getrocknet werden. Am besten, man föhnt sie.
  • Hornhaut sollte regelmäßig an den Füßen entfernt werden. Durch die Risse können Pilzkeime eindringen.
  • In Umkleidekabinen, Hotelzimmern oder auf Camping-Plätzen sollte man immer Schlappen tragen und nie barfuß gehen.
  • In öffentlichen Sauna-Anlagen und in Hallenbädern gibt es Fuß-Duschanlagen zur Desinfektion und zum Schutz vor einer Pilz-Infektion. Die sollte man nicht nutzen. Da diese Sprüh-Düsen von so vielen Menschen benutzt werden, sammeln sich speziell an dieser Stelle viele Erreger. Meiden Sie diese Duschen. Tragen Sie besser Bade-Latschen und trocknen Sie nach dem Schwimmen die Zehen-Zwischenräume gründlich.
  • Verwenden Sie zum Abtrocknen der Füße niemals Handtücher, die auf dem Boden oder auf einem Sitz liegen.
  • Wechseln Sie Socken und Strümpfe täglich. Niemals nasse Socken überziehen.
  • Tragen Sie ausschließlich atmungsaktive Schuhe. Meiden Sie Gummistiefel und Schuhe aus Kunststoff. Die Schuhe müssen innen trocken sein. Bei einem bestehenden Fußpilz sollte man das Schuhinnere mit einem Desinfektions-Spray besprühen.
  • Bettwäsche sowie Socken und Strümpfe müssen mit einer Wasser-Temperatur von über 70 Grad Celsius gewaschen werden.