Fastenwandern: Wo und wie

Fastenwandern in Gruppe

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Wandern ist der Lieblingssport der Deutschen im Urlaub. Rund 30 Millionen Menschen schnüren sich mindestens einmal im Jahr die Wanderschuhe an und ziehen hinaus in die Natur. Das tut gut, das ist eine Frischluftkur, es stärkt das Immunsystem, den Kreislauf und die Muskeln. Jetzt gibt es einen neuen Trend, der immer beliebter wird: das Fastenwandern.

Beim Fastenwandern wird die körperliche Bewegung mit der Einschränkung oder dem völligen Verzicht auf feste Nahrung kombiniert. Wobei die letztere Version eher selten ist. Die Wanderung geht meist über eine Woche und eine bestimmte Entfernung. Die Faustregel lautet: Eine Woche gezielte Fasten und dabei Wandern über etwa 100 Kilometer. Das sind etwa 15 Kilometer pro Tag, verteilt auf den Vor- und den Nachmittag. Fastenwandern können Sie fast überall in Deutschland: in den Alpen, in unseren Mittelgebirgen vom Bayerischen Wald bis zum Erzgebirge oder der Eifel. Selbst in der Mark Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gibt es Programme zur begleiteten Fasten-Wanderung. Dort werden das Fasten und die Wanderungen aufeinander abgestimmt, Sie werden vorher gesundheitlich getestet und es gibt eine Einweisung. Und die Wanderungen sind immer begleitet. In denn meisten Fällen wird das Fastenwandern nicht mit einer Null-Diät durchgeführt, sondern mit einer genau dosierten abgewogenen Ernährung, verbunden mit einer deutlich erhöhten Flüssigkeitszufuhr (Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees, Obstsäfte). Nun die Frage: Wo kann ich Fastenwandern? Die Antwort ist einfach: Gehen Sie einfach auf www.fasten-wander-zentrale.de um das zu erfahren. Dort wird Fastenwandern vom Allgäu bis zur Insel Usedom angeboten.

Wichtig beim Fastenwandern: Die Trinkflasche

Die Ausrüstung ist einfach, genau wie bei einer normalen Wanderung: Festes und wasserdichtes Schuhwerk, geeignete Socken, zwei Hosen (kurz für das schöne Wetter, lang für das kühle), Funktionskleidung die den Schweiß vom Körper nach außen transportiert, ein wärmender Pullover und eine solide Regenjacke. Ebenfalls wichtig: Eine kleine Reiseapotheke (Schmerzmittel, Wundverbände, Fusssalben und Antierkältungsmittel). Wenn die Wanderung abends nicht am Ausgangspunkt endet, wird Ihr Gepäck nachgefahren. Für die Wanderung selbst empfiehlt sich ein stabiler, regendichter Rucksack mit einem Bauchgurt, sodass er nicht scheuen kann. Wandern Sie mit Stöcken, das entlastet Ihre Gelenke. Ganz wichtig: Eine Trinkflasche (ein Liter) für die meist isotonischen Getränke unterwegs.

Wandern baut Ihre Fettpolster ab

Während der Fastentage ist das Wandern der körperliche Ausgleich. Es stabilisiert Ihren Kreislauf und unterstützt damit auch die Entschlackung Ihres Körpers. Denn durch die gleichzeitige stundenlange konsequente Bewegung wird in Ihrem Stoffwechsel ein erhöhter Grundumsatz erzeugt. Die gleichmäßige und über Stunden andauernde maßvolle Belastung beim Wandern fordert und festigt die Muskulatur. Sie wird gefordert, aber nicht überfordert, bleibt geschmeidig und verhärtet nicht. Der gesamte Organismus wird besser durchblutet, es gelangt so mehr Sauerstoff in die Muskeln, die Organe und ins Gehirn. Auch die Versorgung mit Nährstoffen wird durch die bessere Durchblutung erhöht. Das stärkt das Herz-Kreislaufsystem und das Immunsystem. Durch das Wandern haben Sie einen erhöhten Energiebedarf. Da Sie aber fasten, wird über die Nahrung so gut wie keine Energie zugeführt. Die Folge: Der Körper holt sich die benötigte Energie aus den Energievorräten des Körpers: Ihren Fettpolstern, die schmelzen dahin. Bedenken Sie: Beim Fastenwandern werden bis zu 50 % mehr Kalorien verbrannt als beim normalen Nur-Fasten. So kommen Sie zu einem wesentlich schnelleren Gewichtsverlust als beim Fasten ohne Wandern. Und noch einen sehr positiven Nebeneffekt erzielen Sie durch das Wandern beim Fasten: Durch die verbesserte Durchblutung aufgrund der stetigen Bewegung werden auch Schlacken und Gifte im Organismus besser und schneller aus dem Gewebe abtransportiert.

Wandern nur in der Gruppe

Natürlich ist auch das „Wo wander ich„ eine wichtige Entscheidung. Denn die Bewegung soll ja auch eine Erholung für das Auge und für das Gemüt sein, wandern soll uns ja der Natur wieder näher bringen. Dazu eignen sich ganz wunderbar unsere Wälder oder die Felder und Wiesen. Wer in der Jähes des Meeres wohnt, der kann sich bei einer Strand- oder Wattwanderung erholen. War früher das Wandern eine eher spartanische Angelegenheit, mit schlichten Berghütten, Heulagern und unkomfortablen Herbergen, so werden heute Fasten-Wanderungen mit Komfort, bequemen Unterkünften und zusätzlichen Wellness-Möglichkeiten angeboten. Und natürlich mit Gepäckservice: Sie müssen nicht aus dem Rucksack leben oder diesen gar schleppen. Gewandert und gefastet wird dabei immer in einer Gruppe. Das baut auf, das schafft ein Gemeinschaftsgefühl und ist ein Ansporn weiterzumachen, wenn der innere Schweinehund bellt und man aufgeben möchte. Ein großer Vorteil des Fastenwanderns: Sie brauchen keine Vorkenntnisse, sondern nur Mut und die Fähigkeit mindestens eine Stunde am Stück zu gehen.