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Fasten: Was ist für mich die beste Methode

Fasten: Was ist für mich die beste Methode

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Immer wieder das leidige Problem mit dem Übergewicht. Über die Hälfte der Deutschen haben Übergewicht. Die Männer öfter als die Frauen. Übergewicht haben auch schon Jugendliche und immer mehr Kinder. Und schon sind wir beim Thema Fasten. Allein schon bei dem Gedanken „Fasten“ kriegen wir Hunger. Das hört sich so nach Wasser und Brot an. Alles Blödsinn. Fasten heißt nämlich nicht Hungern, eine Fastenkur bedeutet gezielt und nach einer ausgewählten Methode den Körper durch Abnehmen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Denn Übergewicht ist nicht nur unschön, es ist auch gefährlich für Ihre Gesundheit. 

Im Übergewicht lauert die Gefahr für einen Diabetes, es führt in den allermeisten Fällen zu einem überhöhten Anteil von LDL-Cholesterin im Blut und damit zu einem steigenden Risiko für einen Herzinfarkt und einem Schlaganfall. Um Übergewicht wieder abzubauen oder es zu vermeiden gibt es nur eine nachhaltige und gesunde Möglichkeit: Das Fasten. Es werden unendlich viele Diäten angeboten, in denen versprochen wird: „Zehn Kilo in drei Wochen“, oder „Die Blitzdiät für Ihre Bikini-Figur“. Vergessen Sie das, denn es sind in der Regel Mangel-Diäten ohne Nachhaltigkeit, deren Effekt nach kurzer Zeit schon wieder verpufft ist – und Sie sehen aus wie vor der Diät. Was wirklich und auf Dauer hilft, das ist Fasten. Aber da gibt es auch viele Methoden. Also ist die Frage: Was ist für mich die beste Methode um durch eine Fastenkur wieder mein Normalgewicht zu erreichen? Dazu gebe ich Ihnen Tipps und Ratschläge, so das Sie selbst entscheiden können: Das sind für mein Fasten die besten Methoden. Viele der Tipps in Sachen abnehmen haben logischerweise mit dem Essen zu tun.

Was passiert beim Fasten im Körper – ist das überhaupt gesund

Ihr Körper braucht Energie, er braucht Kalorien um überhaupt zu funktionieren. Denn nur dann können Sie leben. Bei Fasten wird ja diese Zufuhr gesperrt. Das zwingt Ihren Körper auf die angelegten Reserven zurückzugreifen. Die lagern in den Fettpolstern am Bauch, auf den Hüften, am Po und den Oberschenkeln. Um an Energie zu kommen, muss er dieses Fett verbrennen. Die Folge: Sie nehmen ab. Selbst wenn Sie sich für eine totale Null-Diät von mehreren Tagen entscheiden werden Sie nicht verhungern. In der Vergangenheit gab es für die Menschen immer wieder Zeiten, in denen es kaum oder gar keine Nahrung gab. Wenn der totale Nahrungsumzug nicht zu lange dauerte, war das kein Problem: Der Körper schaltete auf Sparmodus um und zehrte von gespeicherten Energiereserven, vorwiegend vom Fett. Sie sollten beim Fasten auch Ihre Bewegung nicht einschränken, sonst verlieren Sie an Muskelsubstanz. Ein weiterer großer Vorteil einer Fastenkur ist die totale Entleerung des Darms. Alle Schadstoffe, alle Schlacken werden entfernt, er kann sich erholen und regenerieren. Und das ist bitter nötig, denn nur ein gesunder Darm sorgt für ein gesundes Leben. Das gilt auch für die Leber und die Nieren. Sie sind nicht mehr überlastet mit der Verarbeitung, Umwandlung und Ausscheidung von Giftstoffen.

Abnehmen durch Heilfasten

Unter den Tipps zum Fasten nimmt das Heilfasten einen der ersten Plätze ein. Es ist unkompliziert, gesund und sehr erfolgreich. Der totale Verzicht auf Essen – außer auf Wasser – bringt beim Heilfasten die besten Erfolge. Wenn Sie sich zum Heilfasten als die für Sie beste Methode entschließen, dann können Sie den erreichten Fortschritt quasi Tag für Tag selbst verfolgen. Das baut Sie auf und hält Sie bei der Stange, denn beim Heilfasten müssen Sie immer mal wieder gegen den inneren Schweinehund ankämpfen. Heilfasten ist ein großer Eingriff in viele körperliche Prozesse. Deshalb muss Ihr erster Schritt eine ärztliche Beratung sein. Wichtige Tipps, wenn Sie sich für das Heilfasten erschließen:

  • Sie sollten Ihre Fastenkur mit einer totalen Entleerung des Darms beginnen. Trinken Sie ein bis drei Löffel Glaubersalz – aufgelöst in einem großen Glas warmem Wasser - am Tag vor dem Beginn Ihrer Kur. Das führt zu einer sehr schnellen Darmentleerung.
  • Während der Fastenkur werden beim Fettstoffwechsel Abbauprodukte freigesetzt. Die müssen ausgeschieden werden, weil sonst die Nieren geschädigt werden. Sie brauchen also jeden Tag sehr viel Flüssigkeit. Gut ist Wasser oder Früchtetee, schlecht sind Kaffee oder Tee. Zweieinhalb Liter sind das Minimum. Einfach über den Tag verteilt trinken.
  • Damit es beim Heilfasten nicht zum Muskelabbau kommt, sollten Sie sich viel bewegen. Außerdem sollten Sie nicht eine 100%ige Nulldiät einhalten sondern Ihrem Körper mit einer begleitenden Saft- und Molketrinkkur lebenswichtige Vitamine, Mineralstoffe und Proteine zuführen.
  • Das häusliche Heilfasten sollte nicht länger als eine Woche dauern. Wenn Sie aber länger fasten und abnehmen wollen, dann empfehle ich Ihnen eine Kur in einer Fastenklinik.
  • Das Fastenbrechen sollte nicht mit der sofortigen Aufnahme altgewohnter Essgewohnheiten beginnen. Das Feiern des erfolgreichen Abschlusses durch ein Essen mit einem saftigen Schweinebraten und Knödeln ist kontraproduktiv. Starten Sie am ersten Tag mit frischem aber nicht zu säurehaltigem Obst. Dann können Sie zu Gemüse und naturbelassener Ernährung übergehen.

Heilfasten: Ihr Körper verändert sich Tag für Tag

Unser Körper ist ein wahrer Anpassungskünstler. Auf Heilfasten – generell auf jedes Fasten – reagiert er Tag für Tag. Hier ein Kalender der Veränderungen, wenn die Ernährung durch Fasten ersetzt wird:

  • Schon in den ersten drei Tagen werden Kreislauf und Herz entlastet. Es wird verstärkt im Körper gespeichertes Wasser ausgeschieden, das Blut fließt besser, der Stoff- und Gasaustausch in den Kapillaren wird erleichtert. Eine beginnende Entsalzung und Entschlackung sind wichtig fürs Abnehmen.
  • Ab dem siebenten bis zum 14. Tag Ihres Fastens ohne Ernährung setzen wichtige Stoffwechselprozesse ein. Die Verbrennung von Eiweiß geht zurück, dafür werden Fettsäuren und Glykose verbrannt. Die Fettverbrennung verstärkt sich, Hungergefühle werden jetzt kaum noch wahrgenommen. Sie müssen jeden Tag zweieinhalb bis drei Liter Wasser trinken. Der gesamte Magen-Darm-Trakt ist jetzt gereinigt und weitgehend ruhig gestellt. Es kann bei ungewohnten Anstrengungen zu Schlafstörungen, Erschöpfungsgefühlen, Hautausschlägen und starkem Herzklopfen kommen.
  • In den Tagen der dritten Fastenwoche kann es zu einem euphorischen Hochgefühl kommen, Ihre Leistungskurve steigt wieder an. Ihr Körper geht jetzt mit seinen Reserven sehr ökonomisch um. Das körpereigene Eiweiß wird geschont, die Leber entlastet und es wird fast nur noch Fett verbrannt. Ihre tragenden Gelenke werden Tag für Tag stärker entlastet.
  • Wenn Sie – natürlich unter ärztlicher Aufsicht – noch länger fasten wollen, dann werden alle Zellen- und Eiweißstrukturen in den Fastenprozess mit einbezogen. Das bedeutet gesunde Heilung bei rheumatischen, allergischen und immunologischen Erkrankungen. Mit Heilfasten durch den Verzicht auf Ernährung ist abnehmen garantiert. Es fördert aber auch generell die Gesundheit. Ihr Leben wird leichter .

Intermittierendes Fasten: Gesund oder Unfug

Unsere Ernährung ist Tag für Tag und auch meist zu den gleichen Tageszeiten gesichert: Frühstück, Mittag- und Abendessen. Vollkommen normal, das sind wir eben so gewohnt. Und da wir dank unseres Wohlstands auch große Mengen essen und immer mehr Fett, industrialisierte Lebensmittel und Zucker täglich verzehren nehmen wir eben zu und mampfen uns zum Übergewicht. Das wollen wir loswerden. Da ist das Intermittierende Fasten sehr hilfreich – und sehr einfach durchzuführen. Deshalb gehört es mit zu den beten Fastenkuren. Das Prinzip ist simpel: Auf Tage mit normaler Ernährung folgen Zeitabschnitte, in denen man gar nichts isst. Gut, wir alle wissen: Übergewicht fördert Herz-Kreislaufbeschwerden, Diabetes, Rheuma, Arthritis und Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Aber vielen Menschen fällt eine disziplinierte mengenreduzierte Ernährung schwer. Da ist intermittierndes Fasten eine gesunde Alternative. Denn da gibt es einfach nur Tage an denen wir normal essen und Tage an denen wir abnehmen.

Fastenkuren und Tipps, mit denen Sie abnehmen und die Ihrer Gesundheit dienen

Für den Kampf gegen Übergewicht gibt es endlos viele Rezepte und Tipps. Bei fast allen spielen Rezepte mit Gemüse, Obst und Tee eine große Rolle. Einige der besten Fastenkuren will ich Ihnen hier kurz benennen:

Fasten nach der Methode Buchinger

Diese Fastenkur wurde vom Arzt Dr. Buchinger entwickelt. Bei ihr gibt es Tage für den Aufbau und Tage für die Entlastung mit entsprechenden Übungen. Die für Ihre Gesundheit wichtigsten Bestandteile sind: Brühen von Gemüse, jede Menge Tee, aus Obst gepresste Säfte und Wasser feste Nahrung gibt es nicht. Wenn Sie die Rezepte der Buchinger-Kur beachten, dann aktivieren Sie die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers, bereits eingelagerte schädliche Substanzen werden ausgeschieden, Ihre Stimmung hellt sich auf – und das Abnehmen wird gefördert. Die Kur dauert zwei bis vier Wochen. Sie können aber auch eine Kurzkur machen, mindestens fünf Tage. Dabei wird nur getrunken: Gemüsebrühe, Kräutertees, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sowie Wasser, auch gibt es etwas Honig und Zitronenschnitze. Um den Abbau von Proteinen zu verringern kann auch Buttermilch oder Kuhmolke verzehrt werden. Dazu kommen jeden Tag Entspannungsübungen, leichter Ausdauersport, Trockenbürstübungen und Anwendungen nach Kneipp. Das ist alles überaus gesund. Wenn Sie die Kur zu Hause durchführen wollen, sollten Sie sich für diese Zeit Urlaub nehmen.

Saftfasten mit Obst und Gemüse

Mit zu den besten Fastenkuren gehört das Fasten mit den Säften von Obst und Gemüse. Dabei werden dem Körper wertvolle Wirkstoff, Mineralien und Vitamine zugeführt und die Verdauung entlastet. Sie trinken täglich fünf bis sieben Gläser frisch gepressten Obst- oder Gemüsesaft. Das sind ungefähr 750 Kalorien. Um Ihren Flüssigkeitsbedarf von mindestens zweieinhallb Liter Wasser zu decken, trinken Sie zusätzlich Wasser oder Tee. Die Säfte sollten naturbelassen und absolut ungesüßt sein. Während der Kur sollten Sie die Säfte mischen. Dazu eignen sich: Orangen, Karotten, Äpfel, Sauerkraut- oder Kartoffelsaft. Verdünnen Sie die Säfte mit Wasser und trinken Sie langsam, Schluck für Schluck. Bei dieser Kur purzeln nicht nur die Pfunde. Durch das reichlich vorhanden Kalzium wird auch die Ausscheidung von Giftstoffen und Säuren über Nieren, Lunge und Haut angeregt.