Ernährungslügen: Die Wahrheit über Spinat, Butter, Eier und Schokolade

Diät oder nicht Diät, gesunde Nahrungsmittel oder ungesunde Nahrungsmittel - da kann man sich trefflich streiten und irgendwie hat jeder Recht. Es gibt aber eine unbestreitbare Tatsache: Die Zahl der Deutschen mit Übergewicht oder gar Fettsucht nimmt ständig zu. Das liegt daran, dass wir unserem Körper immer öfter immer mehr Energie zuführen, als er wirklich braucht. Und sehr oft schätzen wir Nahrungsmittel falsch ein, fallen auf Ernährungslügen rein. Schokolade, Butter, Eier, Fast Food haben einen schlechten Ruf - oft zu Unrecht. Warum das so ist.

Die Eier-Lüge um das Cholesterin

 

Spiegeleier, Rührei, Omelette, das weiche Frühstücksei - alles Teufelswerk, nur dazu gut, unseren Cholesterinspiegel hochzujagen und uns in den Infarkt zu treiben. Alles Lüge, oder bestenfalls halbwahr. In einer Studie der berühmten Yale Universität wurde nachgewiesen, dass selbst zwei Eier täglich keinen negativen Einfluss auf die Gefässfunktionen und den Cholesterinspiegel hatten.

100 g Hühnerei besteht etwa aus 25 g Einweiss, 20 g Fett von denen die Fettsäuren zur Hälfte ein- oder mehrfach ungesättigt sind. Es hat nur ein knappes Prozent Kohlenhydrate, dafür aber sehr beachtliche Mengen an:

Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Mangan und Fluor. Die wichtigsten Vitamine im Ei sind: A, D, E, K, B1, B2, B3, B5, B6, Botin und B9, B12.

Eier enthalten im Verhältnis zu ihrer Masse tatsächlich viel Cholesterin. Aber das ist kein Grund, sie strikt zu vermeiden. Cholesterin ist ein lebenswichtiger Stoff, den unser Körper ständig selbst herstellt. Nehmen wir ihn aber über das Essen - zum Beispiel durch das Ei - zu uns, dann drosselt der Körper normalerweise die Produktion. Leider funktioniert dieser Mechanismus im Körper nicht bei jedem Menschen, so dass Lebensmittel wie Eier und tierische Fette oder andere cholesterinhaltige Lebensmittel bei manchen Menschen den Cholesterinspiegel tatsächlich erhöhen. Lassen Sie deshalb Ihre Blutfettwerte überprüfen, bevor Sie auf Eier verzichten.

Die Kaffee-Lüge um Herz und Kreislauf

Der Aufwach-Kaffee des morgens, der Wachbleibe-Espresso am Nachmittag - alles ganz schlimm, vergiftend, bringt Nervosität, geht auf das Herz und den Kreislauf. Außerdem raubt der Kaffe dem Körper Flüssigkeit. Alles veraltet und sehr oft gelogen. Neue Forschungen sagen etwas ganz anderes: Wer Kaffee nicht in sich reinkippt als wäre er Wasser, der tut seiner Gesundheit Gutes an.

Die Beleibtheit des Kaffee beruht auf seiner anregenden Wirkung. Die wiederum beruht auf dem Koffein und den Chlorogensäuren. Je nach Sorte enthält eine Kaffeebohne zwischen 0,8 und 2,5 Prozent Koffein. Bei dieser Konzentration können Sie unbesorgt bis zu vier Tassen täglich trinken. Da passiert kurzfristig Folgendes: Die Blutgefässe erweitern sich, der Herzschlag bekommt einen höhere Frequenz und die Durchblutung aller Organe wird verbessert. Generell steht fest: Kaffee kurbelt den Stoffwechsel an. Für Schlankheitsfans wichtig: Kaffee hat keine Kalorien, aber er steigert den Kalorienverbrauch.

Studien haben ergeben, dass zwei bis vier Tassen Kaffee täglich das Risiko für einen Altersdiabetes um fast 50 Prozent verringern können. Nach neuen Erkenntnissen sagt man dem Kaffee auch eine vorbeugende Wirkung gegen die Parkinson-Krankheit nach. Vor allem Senioren profitieren von der besseren Hirndurchblutung nach einer Tasse Kaffee.

Dem Kaffee wird nachgesagt, seine Wirkstoffe würden den Cholesterinwert erhöhen. Das stimmt nur zur Hälfte: Der Genuss von gefiltertem Kaffee bleibt ohne Einfluss auf die Blutfettwerte. Untersuchungen belegen darüber hinaus, dass der regelmässige Genuss von Kaffee das Risiko Gallensteine zu bekommen um 25% senkt. Kaffee refft die Bildung von Magensäure an. Deshalb kann er nach einem schweren Essen verdauungsfördernd sein (deshalb sollte man ihn auch nicht auf leeren Magen trinken).

Eines aber darf man nicht vergessen: Kaffee in grossen Mengen (mehrt als vier Tassen täglich getrunken) hat auch negative Wirkungen.

Die Schoko-Lüge um das Übergewicht

Schokolade ist eine süsse Verführung - und sie macht dick. Das stimmt auch nur dann, wenn Sie täglich mehr als 80 Gramm Vollmilchschokolade zu sich nehmen - ohne an anderer Stelle bei der Kalorienzufuhr zu sparen. Ansonsten steckt in der Schokolade auch viel Gesundheit. Je dunkler die Schokolade, desto höher der Kakao-Anteil. Und dieser Kakao enthält das Endorphin Phenylethylalanin - ein sogenanntes Glückshormon. Dieses Glückshormon produziert unser Körper zum Beispiel, wenn wir verliebt sind.

Eine Tafel Schokolade hat zwischen 400 bis 600 Kalorien, das ist schon eine grosse Menge. In diesen Mengen sollten Sie Schokolade nur dann zu sich nehmen, wenn Sie sehr schnell Energie brauchen oder verbrauchte Energie nachfüllen wollen. Zum Beispiel nach stundenlangen sportlichen Dauerleistungen (Wandern, Laufen, Radfahren). Auch vor zu erwartendem Stress (Prüfungen, schwierige private oder berufliche Gespräche) ist der Genuss von ein bis zwei Riegeln Schokolade hilfreich.

Schokolade macht Pickel - ein weiteres Märchen. Sie müssten Schokolade schon pfundweise in sich reinstopfen, bevor sich dieser Missbrauch auf Ihr Hautbild auswirkt. Das gilt auch für die Behauptung: Schokolade verstopft. Nur wenn Sie völlig unkontrolliert einen Riegel Schokolade mit einem hohen Fett- und Zuckergehalt in sich reinschieben, kann es zu einer Verstopfung kommen. Wenn Sie aber Schokolade mit viel Kakaogehalt essen, dann sieht das anders aus. Kakaobohnen enthalten Tannin, das fördert die Darmtätigkeit.

Auch die Behauptung, dass Schokolade erotisierend wirkt ist falsch: Sie enthält keinerlei sexuell stimulierenden Inhaltsstoffe. Vielleicht ist es die Lust am Genuss von Schokolade, die sie so verführerisch macht.

Angeblich soll Schokoladengenuss zu Karies führen. Das stimmt nur dann, wenn Sie die Zahnhygiene vernachlässigen. Das trifft in diesem Fall aber auch auf Nudeln, Kartoffeln oder Brot zu. Am berühmten Technologischen Institut Massachusetts hat man herausgefunden, dass im Kakao enthaltenes Tannen, Fluor und Phosphat Karies entgegen wirkt. Dennoch wäre Schokolade essen statt Zähneputzen die falsche Hygiene.

Die Butter-Lüge um die Infarkt-Gefahr

Butter aufs Brot - für viele genau so schlimm wie eine Zigarette nach dem Essen, Butter ist das Hauptrisiko für einen Herzinfarkt: Reine Verleumdung. Natürlich besteht Butter aus fast 75 Prozent aus Fett (genau so wie Margarine), natürlich ist Butter eine gewaltige Kalorienbombe - aber Butter ist auch ein sehr gesundes, sehr verträgliches Nahrungsmittel, ohne das wir kaum überleben könnten. Ausserdem schmeckt sie einfach besser als jede Margarine.

Der Medizinforscher Dr. M.O. Bruckner sagt: "Butter ist allen künstlich hergestellten Fetten überlegen. Je mehr Herzinfarkte und Arteriosklerose es gibt, desto höher müsste der Butterverbrauch sein - das ist nicht der Fall."

Butter braucht der Körper, um fettlösliche Vitamine aufnehmen zu können. Sie können Karotten roh bis zum Erbrechen essen - die wichtigsten Vitamine werden durch ihren Körper durchmarschieren. Dünsten Sie aber das Gemüse mit etwas Butter an - dann werden die Vitamine aufgenommen und verstoffwechselt. Karottensaft ohne Fett (in diesem Fall Öl) - das ist reine Verschwendung. Unsere Leberzellen brauchen Butter um arbeiten zu können. Butter ist leicht verdaulich und bringt schnelle Energie.

Auf die Frage, was sie gegen die grosse Kälte tun, antworteten russische Arktis-Forscher: "Ganz schnell 100 g Butter essen." Zum Problem Cholesterinwerte und Arteriosklerose kann man sagen: Etwa 20 bis 30 g Butter am Tag sind völlig unbedenklich. Außerdem drosselt ein gesunder Körper die eigene Cholesterinproduktion, wenn ihm von aussen Cholesterin zugeführt wird.

Fast Food - die Lüge um die Dickmacherkost

 

Fast Food ist ein Verbrechen gegen Gesundheit und Körper, Fast Food macht fett und stürzt uns in den Vitalstoff-Mangel. Wird immer wieder behauptet, stimmt so in vielen Bereichen auch nicht mehr. auch nicht mehr. Inzwischen triefen die Pommes nicht mehr von Fett, sondern sind trocken, wenn man in einen Burger beisst, dann läuft einem nicht mehr links und rechts das Fett am Kinn herunter, es wird sparsamer mit Zucker umgegangen und sogar Gemüse hat schon seinen Einzug in die Fast Food-Küche gehalten.

Ausserdem muss man wissen: Ein Portion Pommes enthält zum Beispiel mit 17% nicht mehr Fett als ein gut bestrichene Butterbrot. Ein Hamburger von 100 g hat etw zehn g Fett - das ist weniger als eine gleichschwere, typisch deutsche Frikadelle.

Spinat - die grosse Eisenlüge

Wie haben wir uns als Kinder das grüne Zeug rein gequält, wenn es mal wieder hieß: "Iss Kind, Spinat ist soo gesund. Vor allem wegen dem Eisen." Purer Unsinn: 100 g Spinat haben nicht mehr Eisen als 100 g Pommes - nämlich 3.5 Milligramm. Und nicht etwa aussergewöhnliche 35 Milligramm, wie man aufgrund eines Rechenfehlers jahrzehntelang glaubte. Dafür aber hat Spinat einen hohen Anteil an Oxalsäure und er reichert sehr viel schädliche Nitrate aus dem Boden an, wenn er nicht auf Freiland gezogen wird. Und auch die Nummer mit "Popey dem Seemann" dem der Spinat gewaltige Muskeln wachsen liess ist ein Schwindel.

Fruchtzucker - die Lüge vom "gesunden" Zucker

Sehr oft wird behauptet, dass Fruchtzucker im Organismus eine ganz andere Wirkung hat als der Zucker, denn wir in der Küche verwenden. Das ist falsch. Deshalb sollte man - vor allem Diabetiker - vor einer Diät mit stark fruchtzuckerhaltigem Obst zuerst mit seinem Arzt reden. Das trifft zum Beispiel besonders auf eine Traubenkur zu. Fruchtzucker belastet die Leber, erhöht das Risiko von Darmkrebs, bringt den Magnesiumhaushalt durcheinander. Ausserdem lässt Fruchtzucker den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, Das wiederum führt dazu, dass man länger Hunger hat und mehr isst.

Ketchup - die Lüge von den zerstörten Inhaltsstoffen

Zu viel Zucker, durch das Erhitzen zerstörte Inhaltsstoffe, das Zeug ist nur ein Geschmacksverstärker und vor allem Kinder sollte man den Ketchup-Verzehr schnell wieder abgewöhnen. Purer Unsinn und glatt gelogen. Wenn Sie zuckerarmen Ketchup essen, dann tun Sie sich einen grossen Gefallen. Der Grund:

Ketchup wird aus Tomaten hergestellt. Tomaten enthalten Lycopin. Dieser Pflanzenfarbstoff schützt die Zellen und wirkt antioxidativ. Das heisst: Er schützt vor vorzeitiger Alterung, verringert das Risiko für Herzinfarkt und für Prostatakrebs. Um Ketchup herzustellen werden die Tomaten erhitzt. Dabei werden die Zellhüllen aufgebrochen, das freigesetzte Lycopin kann vom Körper besser aufgenommen werden. Fazit: 100 g Ketchup sind wesentlich gesünder als 100 g rohe Tomaten.