Ernährung bei Neurodermitis

Ernährung bei Neurodermitis

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"Ihr Kind leidet unter Neurodermitis" - eine Schreckensbotschaft für Eltern. Diese Nachricht erhalten jährliche Hunderttausende. Neurodermitis, auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt, ist eine bei Kinder häufige Entzündungsreaktion der Haut, die entweder chronisch besteht oder immer wieder in Schüben auftritt. Neurodermitis ist bisher unheilbar, sie kann nur gelindert werden.

Dafür gibt es inzwischen schon sehr gute Medikamente. Aber Sie selbst können der Neurodermitis vorbeugend oder lindernd gegenüber treten. Eine große Hilfe bei der Behandlung ist dabei die richtige Ernährung. Die Behandlung einer Neurodermitis muss der Facharzt vornehmen. Sie aber können durch richtige Ernährung und Lebensweise sowohl lindern, wenn die Schübe kommen, Sie können aber auch vorbeugen.

  1. Stillen Sie Ihr Kind in den ersten sechs Lebensmonaten und vermeiden Sie in dieser Zeit Fremdeiweiß, wie zum Beispiel Kuhmilch.
  2. Mögliche Auslöser für einen Schub der Krankheit sind unter anderem:
    • Pollen
    • Hausstaubmilben
    • mechanische Reizungen der Haut (Metallknöpfe, Wolle, synthetische Fasern)
    • Klimaschwankungen
    • Tierhaare
    • Halten Sie Ihre Umgebung rauchfrei

Bei der Entstehung und Therapie von Neurodermitis nimmt neben Medikamenten und einer sorgfältigen Hautpflege die Ernährung eine wichtige Rolle ein. Wie bereits erwähnt ist da das Stillen des Neugeborenen sehr wichtig. Wobei die Mutter in dieser Zeit auf Kuhmilch, Eier, Fisch und Nüsse verzichten sollte. Während des ersten Lebensjahres sollte das Kind auf diese Lebensmittel ebenfalls verzichten. Dazu kommen Weizen und Sojaprodukte. Viele Inhaltsstoffe von modernen Lebensmitteln und Fertigprodukten können Neurodermitis fördern. Zum Beispiel: Glutamat, Gewürze, Konservierungsstoffe, Farbstoffe. Auch Alkohol kann zu einer Verschlimmerung führen. Ebenfalls meiden sollten Sie fette und süße Nahrungsmittel (Haselnuss-Schokolade). Vermeiden Sie Produkte aus weißem Weizenmehl.

  • Bei Erwachsenen hat sich die Anwendung von Nachtkerzen- und Borretschöl bei Neurodermitis-Schüben bewährt.
  • Erhöhen Sie den Anteil von Obst und Gemüse an Ihrer Ernährung auf mindestens 30 Prozent. Wenn Sie Gemüsearten oder Obst vom Magen her nicht gut vertragen, dann hilft andünsten, zum Beispiel in Olivenöl.
  • Testen Sie durch Selbstbeobachtung, wie gut Sie Milch- und Milchprodukte vertragen. Notfalls darauf verzichten oder weniger zu sich nehmen.
  • Essen Sie mehr Fisch, vor allem frischen Seefisch.
  • Wenn Sie Fett für Ihre Speisen brauchen, dann verwenden Sie am besten Olivenöl, Rapsöl oder Leinöl.
  • Verwenden Sie wenig Salz und würzen Sie nicht scharf.
  • Essen Sie Äpfel, Linsen, Bohnen und Produkte aus Hafermehl.
  • Rooibos-Tee ist ebenfalls zu empfehlen.

Die Natur hält noch andere gute Mittel für Neurodermitis-Kranke bereit. Zum Beispiel:

  • Kamille
  • Malve
  • Heidekraut
  • Schafgarbe
  • Aloe vera
  • Hirtentäschel
  • Schöllkraut
  • Akelei

Tees und/oder Salben aus diesen Kräutern sind gut für die Behandlung von Neurodermitis. Pflegen Sie Ihre Haut mit Olivenöl, Mandelöl, Jojobaöl.

Mehr zum Thema Neurodermitis Ernährung findet sich bei jucknix.de – Das Neurodermitis Portal. Hier gibt es auch weitere detaillierte Informationen zu Symptomen, Therapien sowie ein Forum zum Erfahrungsaustausch von Betroffenen der Neurodermitis.