Ernährung gegen die Kniegelenksarthrose

Ernährung gegen die Kniegelenksarthrose

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Der grosse Schauspieler Blacky Fuchsberger hat es auf den Punkt gebracht: "Für das Alter braucht man Mut." Ich würde diesen Spruch gerne erweitern: "Und vor allem Gesundheit." Das ist nämlich das grosse Problem unserer Zeit: Dank verbesserter Gesundheitsfürsorge, dank besserer Medizintechnik, dank besserer Ernährung und dank eines weniger grossen körperlichen Verschleisses werden wir immer älter. Leider nicht gesünder. Eines der ganz grossen Probleme in den späten Jahren ist die Kniearthrose.Wenn das Gehen weh tut, wenn jeder Schritt zur Qual wird, wenn wir sogar nachts im Bett vor Schmerzen in den Kniegelenken nicht einschlafen können. Was ist da bloss passiert?

Es sind viele Faktoren, die da zusammen kommen, die dafür sorgen, dass unsere Bewegungsfreiheit im Alter eingeschränkt ist. Faktor 1 ist die Bewegung selbst. Einer der ganz grossen Irrtümer bei einer Kniearthrose ist der Rat: " Das Knie schonen und möglichst wenig bewegen." Dazu gibt es eine hochinteressante Untersuchung, die im National Institute of Health in Bethesda (USA)  an 1788 Probanden mit Kniearthrose oder einem hohen Risiko für die Erkrankung durchgeführt wurde. . Sieben Tage lang trugen die Studienteilnehmer einen Schrittzähler, der genau ermittelte, wie viel sie sich täglich typischerweise bewegten. Zwei Jahre später untersuchten die Forscher, ob die Patienten unter Bewegungsschwierigkeiten litten. Das Resultat war umwerfend: Wer jeden Tag im Schnitt mindestens 6 000 Schritte machte, der hatte sein Risiko für eine Bewegunsbehinderun wegen einer Kniearthrose schon um die Hälfte reduziert.

Es ist also wichtig, trotz der Kniearthrose in Bewegung zu bleiben. Aber welche Bewegung soll es denn sein? Es muss eine Bewegung seine, die zwei Bedingungen erfüllt: Sie muss dem Muskelaufbau dienen, weil ein starker Muskelapparat die Gelenke schont, und es muss eine Bewegung sein, bei der die Gelenke nicht zu stark belastet werden. Sehr gut sind sanfte Bewegungsarten wie Radfahren, Nordic walking mit Stockunterstützung und laufen auf federndem Waldboden. Kniearthrose tritt in einem Alter auf, in dem die Menschen gerne in den Bergen wandern. Das ist gut so. Schlecht ist, wenn es dabei steile Abwärtsstrecken gibt - denn die gehen voll auf die Gelenke. Auch Schwimmen ist gut, Sie sollten dabei aber auf Brustschwimmen verzichten und lieber Rückenschwimmen machen.

Sportarten die Sie unbedingt meiden sollten sind Tennis, Fussball und alpiner Skilauf. Wohingegen Skilanglauf sehr zu empfehlen ist. Aber egal was Sie machen: Eines sollten Sie immer beachten: Es kommt nicht auf die Höchstleistung an, sondern auf eine sanfte Dauerleistung. Sie sollten nie ausser Atem geraten. Und Sie sollten Ende Ihres Bewegungstrainings nicht ausser Atem sein.

Viele Medizinwissenschaftler gehen heute davon aus, dass der häufigste Grund für eine sich entwickelnde Arthrose eine falsche Ernährung ist. Dabei stehen Schweinefett, Schweinefleisch, Wurst und Weissmehlprodukte auf der Verdächtigtenliste ganz oben. Gefolgt von Zucker und Alkohol und/oder Nikotinmissbrauch. Diese Nahrungsmittel - so wird gefordert - sind ab sofort verboten. Das hilft her nicht viel, wenn sich Ihre Lebensgewohnheiten nicht auch verändern.

Wenn diese Nahrungsmittel im Körper verstoffwechselt werden, dann entstehen im Blut und im Gewebe giftige Säuren, das Blut wird "sauer". Es sollte aber unbedingt basisch sein. Also entwickelt der Körper eine Abwehrstrategie um die Säuren mit basischen Mineralien (zum Beispiel Calcium oder Magnesium) zu neutralisieren. Wenn das geschehen ist, dann können sie auf natürliche Weise wieder ausgeschieden werden. Wenn nun aber unsere Nahrung zu wenig basische Elemente und Mineralien enthält, holt er sich die benötigten Mineralien aus den Knochen. Und wenn die Ausscheidungsorgane überlastet sind, dann werden diese Schlacken im Körper eingelagert. Zum Beispiel in den Gelenken. Und dann kommt es dort zu Entzündungen - es bildet sich eine Kniearthrose. Eine chronische Unterversorgung mit lebenswichtigen Mineralstoffen verhindert ferner den Neuaufbau des Knorpels. Die Gelenkknorpelmasse wird weniger und weniger.

Und da müssen wir ansetzen. Besprechen Sie mit dem Arzt eine Entsäuerungskur  um die eingelagerten Schlacken wieder aus den Gelenken raus zu kriegen. Danach aber müssen Sie Ihre Ernährung in Richtung basisch umstellen - sonst hat die Kur keinen Sinn. Basisch bedeutet Obst und Gemüse. Die Kartoffel ist zum Beispiel ein hervorrragend basisches Lebensmittel. Alle Kohlsorten sind es, allen voran das Sauerkraut. Alle Kräuter und Gemüse die reich an Bitterstoffen sind (Artischocke) bittere Salate (Radiccio), Tomaten, Gurken und Karotten. Wenn Sie mit der Umstellung auf diese Art von Ernährung Probleme hangen, dann sollten Sie ruhig zu einer Kur mit Basenpulver (Apotheke) greifen. Das wird dann einfach über Ihr Essen gestreut.

Zwei Lebensmittel möchte ich besonders hervorheben: Hirse und Amaranth. Hirse ist sehr reich an Silicium, das fördert die Regenration der Knorpelmasse in  den Gelenken besonders stark. Hirsebrei oder Hirse-Keimlinge sind da besonders zu empfehlen. Amaranth liefert so viel Magnesium wie kaum ein anderes Lebensmittel. Und es hat ausserdem mehr Calcium als die vergleichbare Menge Kuhmilch.

Bleiben noch die Getränke. Da ist es ganz einfach: Meiden Sie Alkohol in jeder Form. Egal ob Wein, Bier oder Schnaps - alle diese Getränke sind arthrosefördernd. Vor allem aber das Bier. Stillen Sie Ihren Durst mit Mineralwasser, Leitungswasser oder Früchtetees. Setzen Sie dem Mineralwasser immer einen Spritzer Zitrone zu. Die schmeckt zwar sauer, ist aber basisch.  Und trinken Sie immer mal wieder Artischockensaft - der verjagt die Arthrose.