Erkältung: Superschutz durch Sanddorn

Erkältung: Superschutz durch Sanddorn

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Ein unscheinbares heimisches Gewächs bietet einen Super-Schutz gegen Erkältungen und für das Immunsystem. Sanddorn ist ein toller Vitaminträger. Regelmäßig eingenommen ist Sanddorn eine wertvolle Naturmedizin gegen die grössten Probleme des nasskalten Jahreszeit: Grippe, Erkältungen und Schnupfen. Denn er ist unglaublich reich an Vitamin C. Daher sein Spitzname: "Die Zitrone des Nordens."

Wenn jemand in der kalten Jahreszeit niest, hustet oder sich schneuzt, dann hört er meist den guten Rat:“ Du mußt Vitamin C nehmen!“ Das ist richtig. Unsere Abwehrzellen brauchen Vitamin C als Sprit, um gegen Viren und Bakterien aktiv zu werden. Es gibt viele Quellen für Vitamin C. Doch die beste, noch dazu heimische, ist der Vollfrucht-Sanddorn-Saft.

Sanddorn-Beeren haben 10 mal mehr Vitamin C als Citrusfrüchte. Man nennt sie daher auch die „Zitronen des Nordens“. Mit 100 Gramm Sanddorn-Früchten tanken wir 900 Milligramm Vitamin C. Doch mit Sanddorn nehmen wir noch viele andere Wirkstoffe auf: fruchteigene Ballaststoffe für eine bessere Verdauung, Carotinoide, das Provitamin A Beta-Carotin, Vitamion E, und den Bioaktivstoff Lycopin sowie eine Reihe von Anthocyanen. Damit stärkt Sanddorn das Immunsystem, schützt uns vor aggressiven Umweltschadstoffen - den sogenannten freien Radikalen. Erst kürzlich hat man entdeckt, daß Sanddorn auch Vitamin B 12 liefert, ein Energie-Vitamin, das sonst überwiegend nur im Fleisch und Sauerkraut enthalten ist. Ein wichtige Erkenntnis für Vegetarier. Sie haben meist einen Mangel an diesem Vitamin und können es aus Sanddorn zuführen. Was man wissen muss: das Vitamin B 12 ist in den Schalen der Früchte gespeichert. Daher ist es so wichtig, dass bei der Saft-Produktion die Schalen mit verarbeitet werden.

Sanddorn, ein Ölweiden-Gewächs, ist ein mittelgroßer Strauch mit weideähnlichen Blättern. Seine stärkende und schützende Kraft war den Menschen schon vor über 300 Jahren bekannt. Die leuchtend orangefarbenen Beeren, die bis Ende November oft von bereits frostigen Hecken geerntet werden, haben einen stark sauer bis herben Geschmack. Der Name Sanddorn entstand, weil der Strauch mit seinen dornigen Ästen bevorzugt in Sanddünen am Meer wächst. Sanddorn aus dem Reformhaus wird ausschließlich aus Beeren hergestellt, die in Europa geerntet werden.

Wer die Kraft der Sanddorn-Beeren in der kalten Jahreszeit optimal nützen will, muss - wie schon erwähnt - darauf achten, das zur Herstellung des Vollfrucht-Saftes alle Fruchtbestandteile wie Schale, Fruchtfleisch, Saft und Kerne gesamtheitlich schonend vermahlen und dann sofort in Flaschen abgefüllt werden.

Dieses Verfahren hat vor 60 Jahren der sächsische Safthersteller Emil Donath in Lockwitzgrund bei Dresden

entwickelt. Er liebte süßes, saftiges Obst und führte im Sommer auf Anraten seines naturverbundenen Arztes immer wieder Obstkuren für seine Gesundheit durch. Dabei dachte er immer: „Was wird aus meiner Obstkur, wenn im Herbst die Obsternte vorbei ist und im Winter kein frisches Obst mehr zur Verfügung steht?“

So entstand bei ihm der Gedanke, Vollfrucht-Säfte mit reichem Wirkstoffgehalt aus frischem Obst herzustellen. Seine ersten Versuche stellte er mit einfachen Küchengeräten an. Und es gelang ihm, hochwertige Säfte zu produzieren.

Zuerst ist es ihm gelungen, alkoholfreien Apfelsaft herzustellen, dann schaffte er das auch mit Sanddornsaft. Doch er erntete dafür vorerst keinen Dank. Im Gegenteil: Er wurde angegriffen und verleumdet. Er wurde zuerst für einen Schwindler gehalten und hatte Riesenprobleme, weil man ihm nicht glauben wollte, dass er Obstsäfte haltbar machen konnte, ohne dass dabei Alkohol entsteht.

Das war zu dieser Zeit ein besonders heikles Thema, weil damals der Kampf gegen den Alkohol die Gemüter erhitzte. Und als dann die Sache mit dem Alkohol geklärt war, hatte man Emil Donath im Verdacht, dass er seine Säfte mit Chemikalien haltbar macht, weil es nach Meinung etlicher Chemiker von Natur aus keinen Süßmost geben konnte. Aber auch diesen Irrtum konnte der begnadete Safthersteller aufklären. Von da an traten sein Apfelsaft und sein Sanddornsaft einen Siegeszug durch Deutschland an und waren bald auch im Ausland im Gespräch.

Bald verordneten viele Ärzte die Säfte sogar als Medizin. Seit damals nennt man beim Sanddornsaft - aber auch bei anderen Früchten - die Herstellung aus ganzen Früchten das Donath-Verfahren, das heute im Reformhaus eine Markenqualität für Obstsäfte geworden ist.

Gerade jetzt im Winter spielt der Sanddorn-Vollfruchtsaft eine bedeutende Rolle zum Stärken des Immunsystems. Emil Donath bot damals eine Sorte Sanddorn-Saft an. Heute wird im Reformhaus für Erwachsene und Kinder eine breite Palette an Sanddorn-Säften angeboten: Sanddorn-Vollfrucht ungesüßt pur natur, aber auch mit Honig, mit Rohrzucker, mit Fruktose, mit Kernobstdicksaft, mit Orange sowie mit den Vitaminen ACE und Fruchtzucker. Für jeden Gaumen ist da etwas dabei.

Je nach Sorte decken 2 bis 4 Esslöffel den Tagsbedarf an Vitamin C. Man verrührt den Sandorn-Vollfrucht-Saft 1 zu 6 oder 1 zu 7 mit Wasser zu einem Getränk, das man dann kalt oder warm trinkt. Man kann den Saft aber auch löffelweise pur einnehmen.

Speziell im Winter macht es Sinn, den Sanddorn-Vollfrucht-Saft in warmen Tee oder in warme Milch einzurühren. Für eine Tasse nimmt man 2 Essloeffel Sanddorn-Saft.

Kinder lieben Sanddorn in dieser Form ganz besonders. Es ist daher ideal, den Mädchen und Jungen dieses Getränk zum Frühstück zu servieren. Man hat nämlich nachgewiesen: In erwärmten Zustand verstärkt sich die Wirkung der Bioaktiv-Stoffe aus den Sanddorn-Früchten. Kinder, dir morgend Sanddorn trinken, sind in der Schule besser gelaunt und geistig sowie körperlich topfit.

Sanddorn schützt nicht bloß vor Erkältungen. Er stärkt die Nerven sowie die geistige Konzentration, bekämpft depressive Stimmungen, gibt dem Vegetarier Kraft, hat einen positiven Einfluss auf die Bauchspeicheldrüse, auf die Leber und auf die Darmflora. Er ist auch für Schwangere geeignet. Und er sollte von stillenden Müttern regelmäßig getrunken werden. Sanddorn-Vollfruchtsaft ist aber auch ein sinnvolles Getränk für ältere Menschen, weil sie dadurch Kraft tanken und nicht so leicht von Erkältungen befallen werden.