Eberraute: Ihr Tee vertreibt Erkältungen, stärkt die Abwehrkraft

Eberraute: Ihr Tee vertreibt Erkältungen, stärkt die Abwehrkraft

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Das Risiko für eine Erkältung begleitet uns inzwischen durch das ganze Jahr hindurch, obwohl es natürlich im Winter und in den Übergangszeiten besonders groß ist. Daher ist es sehr wichtig, dass wir unsere natürlichen Abwehrkräfte stärken. Das kann man auch mit einem Kräutertee. Wissenschaftler und Ärzte haben ein Heilkraut wiederentdeckt, das bereits in Vergessenheit geraten war und in vielen Kräuterbüchern gar nicht aufscheint: Es ist die Eberraute (Artemisia abrotanum).

Eberraute schützt vor Krankheiten

Es handelt sich dabei um einen Halbstrauch , der bis zu 1,5 Meter hoch wird und im Mittelmeerraum sein Zuhause hat.  Die Pflanze riecht stark nach Zitrone und trägt vom Juli bis Oktober  kleine, gelbe Blüten, die in fast kugeligen  Körbchen  stecken, die sehr beweglich sind und sich in alle Richtungen drehen können. Ist der Sommer kalt, trägt die Eberraute keine Blüten. Am reichsten wächst die Heilpflanze Eberraute in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens. Daher war es einige Jahre besonders schwer, von dort den Tee zu bekommen. Das ist jetzt anders.

Eberrraute wirkt antiinfektiös

Man hat schon immer gewusst, dass man mit der Eberraute  die natürlichen Abwehrkräfte stärken kann. Der Eberraute-Tee galt im Mittelalter als Kraftspender für Bauern, Bergleute und Wanderarbeiter. Er wird auch in dem legendären Heilpflanzenbuch „ Capitulare de Villis“ von Karl dem Großen beschrieben und für seine Heilkraft gelobt. Man hat den Tee gegen Infekte getrunken, hat ihn auch gegen die Pest eingesetzt. Das getrocknete oder frische Kraut hat man ebenfalls zum Schutz vor Krankheiten genützt. So hat man zum Beispiel in England zu  Beginn des 19.Jahrhunderts links und rechts von Häftlingen auf der Anklagebank vor Gericht  gebündeltes Eberraute-Kraut hingelegt, damit alle anderen vor dem gefürchteten „Gefängnisfieber“ beschützt werden konnten. So nannte man damals den Paratyphus. Das ist bereits ein Hinweis auf die antiinfektiöse Wirkung der Heilpflanze.

Eberraute ist ein Natur-Therapeutikum

Was macht die Eberraute so wertvoll ? Die gesamte Pflanze ist reich an dem Hauptwirkstoff und ätherischem Öl Eberrautin, weiters an Bitterstoffen, Gerbstoffen, Rutin, Cumarin und Abrothin. Besonders inhaltsreich sind die Blattspitzen und Triebe. An der  Universität Köln wollte man wissen, ob dieses Eberrautin mit den anderen Stoffen tatsächlich wirkt. Man hatte bei der Studie prominente Probanden zur Verfügung:  27 Eishockey-Spieler, die berühmten Kölner Haie. Binnen drei Monaten konnte mit dem Trinken des Tees die Infektanfälligkeit während der harten Trainingszeit erheblich gesenkt werden. Die Sportler waren nicht mehr so oft erkältet. Die Zahl der Killerzellen im Blut wurden verdoppelt. Der Kräutertee entpuppte sich als wertvolles Natur-Therapeutikum, das für alle jene Menschen wichtig ist, die zu Beginn geschwächte Abwehrkräfte haben.

Eberraute-Tee selber machen

Und so wird der Eberraute- oder Eberrautin-Tee zubereitet:  1  Teelöffel von der getrockneten Trieben und Blattspitzen wird mit 1 Tasse  heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser übergossen, 3 bis 5 Minuten ziehen lassen, dann durchseihen. Man trinkt 2 bis 3 Tassen pro Tag, ungesüsst. Die Anwendung sollte mindestens 8 Wochen lang erfolgen, damit  man infektfest wird. Den Eberrautin-Tee gibt es in der Apotheke, weil die Pflanze nicht mehr wild gesammelt, sondern biologisch in Plantagen angebaut wird.