Durchblutungsstörungen: Das Leiden vermeiden

An Durchblutungsstörungen leiden Millionen Menschen. Besonders häufig betroffen sind Beine und Arme, aber auch Gehirn oder Herz sind oft in Mitleidenschaft gezogen. Grund ist eine Verengung oder komplette Verstopfung der Blutgefäße, zum Beispiel durch Verkalkung oder ein Blutgerinnsel. Das kann zu einem Schlaganfall, zu Arteriosklerose oder einem Herzinfarkt führen. Rauchen und Übergewicht sind Risikofaktoren, sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Durchblutunggsstörungen. Wenn Ihre Durchblutung gestört ist, dann müssen Sie zum Arzt.

Ein Herzinfarkt droht

Kommt es zu einer Durchblutungsstörung, werden die betroffenen Körperteile schlecht mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, schädliche Stoffwechselprodukte werden langsamer oder gar nicht mehr abtransportiert. Dadurch werden die Organe in ihrer Funktion beeinträchtig, können sogar absterben. Bei einer Durchblutungsstörung im Gehirn sterben Zellen schon nach wenigen Minuten ab. Bei Organen wie Herz, Nieren oder Leber dauert es etwas länger, aber die Schäden sind nicht zu übersehen: Zum Beispiel bei einem Schlaganfall. Ein Warnsignal für eine Durchblutungsstörung sind Schmerzen in den betroffenen Körperteilen. Werden alle Warnsignale missachtet, kann es zu einem Herzinfarkt kommen.

Arteriosklerose ist die häufigste Ursache

Die wohl häufigste Ursache für eine Durchblutungsstörung ist die Arteriosklerose. Dabei werden die Arterien  durch Ablagerungen an den Gefässwänden immer enger und undurchlässiger. Diese Ab- und Einlagerungen (Plaques) in den Gefässen führen mit zunehmendem Alter zur Arteriosklerose. Die wichtigste Faktoren für die Entstehung von Durchblutungsstörungen sind:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Zum hohe Blutfettwerte
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Eine ungesunde Ernährung

Schlaganfall im Gehirn

Die gefährlichste Form der Durchblutungsstörungen ist der akute Arterienverschluss. Im Gehirn führt er zu Schlaganfall. Er kann aber auch zu plötzlichen Schmerzen und Kältefühlen in Händen und Füßen führen. Ebenfalls betroffen sind innere Organe wie der Darm, die Nieren und die Leber. Der chronische Arterienverschluss wird durch eine Arteriosklerose ausgelöst. Auch die Thrombose zählt zu den Symptomen für eine Durchblutungsstörung. Thrombosen treten meist in den Beinen auf.

Akute Durchblutungsstörungen können lebensbedrohend sein, Sie müssen sofort zum Arzt. Das sind: Schlaganfall, Herzinfarkt und Darmlähmung. Selbsthilfe bei chronischen Durchblutungsstörungen ist gefährlich: Bei den entsprechenden Symptomen müssen Sie einfach zum Arzt. Und zwar schnell.

Operation wegen der Verschlusskrankheit

Durchblutungsstörungen können durch Operationen und durch Medikamente behoben werden. Es kann sogar so weit kommen, das Körperteile (vor allem Beine) amputiert werden müssen .  Sehr wichtig für eine erfolgreiche Therapie sind: Gezieltes Geh-, Schwimm- oder Fahrradtraining und aktive Krankengymnastik. Sie können zum Beispiel bei einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit helfen, indem sie die Bildung von Umgehungskreisläufen fördern und die Sauerstoffnutzung verbessern. Kohlensäurebäder und warm aufsteigende Armbäder wirken sich positiv auf die Durchblutung der Gefässe
aus.

Die größten Risikofaktoren

Sie selbst können Durchblutungsstörungen verhindern oder die Therapie des Arztes unterstützen. Das geht ganz einfach:

  • Sofort mit dem Rauchen aufhören
  • Sich ausreichend bewegen (mindestens eine Stunde am Tag)
  • Auf eine gesunde, ausgewogene möglichst fettarme Ernährung achten
  • Ihr Übergewicht abbauen
  • Risikokrankheiten wie Bluthochdruck, eine Fettstoffwechselstörung oder Diabetes entsprechend behandeln lassen