Diese Gewürze sind gefährlich für Ihre Gesundheit

Diese Gewürze sind gefährlich für Ihre Gesundheit

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Ein Essen ohne Gewürze – das können Sie sich gar nicht vorstellen, das schmeckt doch nicht. Vor allem nicht, wenn Sie endlich mal wieder die köstlichen Gerichte aus fernen Ländern genießen wollen. Aber auch in unserer heimischen Küche haben Gewürze Ihren festen Platz gefunden. Salz, Essig und Pfeffer genügen schon lange nicht mehr, um unseren Geschmack zufriedenzustellen. Vor allem in der Weihnachtszeit, wenn überall Plätzchen angeboten werden. Aber Vorsicht: In vielen Gewürzen und Lebensmitteln stecken giftige Stoffe die Ihre Gesundheit gefährden. Wenn Sie davon zu viel verwenden. Lesen Sie hier, was Ihre Gesundheit gefährdet und was Sie nur genau und richtig dosiert verwenden dürfen.

Safran - Gefahr für Schwangere

Safran – das köstliche Gewürz aus Arabien und dem Fernen Osten. Früher wurde es mit Gold aufgewogen und auch heute noch ist echter Safran überall in der Welt sehr teuer. Aber er ist eben ein wunderbares Gewürz in Backwaren, in Reis- und Fleischgerichten. Unter den vielen Gewürzen ist Safran ein König. Und dennoch muss vor diesem Gewürz gewarnt werden. Die feinen Fäden werden aus den Blütennarben einer bestimmte Krokusart gewonnen. Diese enthalten verschiedene chemische Stoffe. Wenn Sie Safran oft und in größeren Mengen verzehren, dann kann das zu Vergiftungserscheinungen führen. Zum Beispiel zu heftigen Erbrechen, plötzlichem Herzrasen und sogar zu Bewusstseinsstörungen. Wenn Sie es bei Ihrer gut gewürzten Ernährung mit Safran übertreiben und gleich mehrere Gramm verzehren, dann kann der Genuss sogar tödlich enden. Vor allem Schwangere sollten mit Safran sehr vorsichtig umgehen und ihn nur ganz selten und in kleinen Dosen anwenden, denn er hat eine abortive Wirkung, es kann zu Fehl- und Frühgeburten kommen.

Zuviel Lakritz jagt Ihren Blutdruck hoch

Er ist zwar kein Lebensmittel und gehört auch nicht zu unserer täglichen Ernährung, aber eine Lakritzstange oder -schnecke gehört gerade in der Vorweihnachtszeit einfach dazu. Vor allem Kinder sind scharf auf diesen würzigen Genuss. Aber Vorsicht: Gesund und verdauungsfördernd ist er nur in geringen Mengen. Essen Sie zu viel davon, dann wird es gefährlich. Denn er enthält Glycyrrhizin. Dieser Wirkstoff lässt den Blutdruck steigen, fördert Wassereinlagerungen und schwächt die Muskeln. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt für diesen Artikel 2019 folgende Empfehlung ab: Gesunde Menschen sollten täglich auf keinen Fall mehr als 100 Gramm essen. Schwangere, Diabetiker und Bluthochdruckpatienten sollten auf keinen Fall mehr als 50 Gramm pro Tag verzehren.

Petersilie greift die Nieren an

Es ist wohl in Deutschland das bekannteste Küchengewürz, fast schon ein Lebensmittel, wird eigentlich fast täglich in unserer Küche verwendet. Aber, was viele nicht wissen: Petersilie ist eines der Kräuter, die in zu hoher Dosierung gefährlich für die Gesundheit werden. Vor allem Tinkturen oder auch Tee aus Petersilie sind oft nicht gesund. Vor allem, wenn sie aus den Samen oder den Blättern der Petersilie hergestellt wurden. Sie reizen die Schleimhäute, greifen die Nieren und können sogar zu Herzrhythmusstörungen führen. Petersilie hat auch eine negative Wirkung auf Schwangere: Es besteht beim Genuss von größeren Mengen die Gefahr einer Fehlgeburt.

Mit Zimt wächst die Krebsgefahr

Weihnachten ohne Zimtsterne – nicht ausdehnbar. Ganz Deutschland knabbert an süßen Backwaren, die mit Zimt gewürzt sind. Auch sonst wird Zimt gerne in der Küche verwendet und ist in der ganzen Welt bekannt. Aber es gibt nun mal viele Gewürze und Kräuter, die in Deutschland verwendet werden, die auch eine dunkle Seite haben. Inhaltsstoffe die gefährlich sind. Das ist zum Beispiel Zimt, der ja sehr gerne zum Würzen verwendet wird. Der Grund: Zimt enthält Cumarin. In größeren Mengen wirkt Cumarin leberschädigend. In Tierversuchen wurde nachgewiesen, das es auch Krebs auslösen kann. Besonders gefährdend ist der Cassia-Zimt. Er enthält 3000 mg Cumarin pro Kilo Zimt. Wesentlich besser ist es, wenn man Ceylon-Zimt verwendet: Der hat sehr viel weniger Cumarin. Ein Mensch von 60 Kilo Körpergewicht sollte nicht mehr als zwei Gramm Zimt pro Tag essen.

Fencheltee nicht regelmäßig trinken

Der Bauch drückt, der Magen macht Probleme, uns plagen Blähungen. Da gibt es ein uraltes Hausmittel: Fenchelmilch für Babys und Fencheltee für Erwachsene. Das ist in Ordnung. Aber Sie müssen wissen: Fencheltee sollten Sie besser nicht regelmäßig trinken. Sondern nur dann, wenn Sie Probleme haben. Denn Fenchel und auch andere Gewürze (Anis, Basilikum, Piment, Lemongras) enthalten die Wirkstoffe Estragol und Methyleugenol. Und mit denen ist nicht zu spaßen. Sie werden in verschiedenen Stufen als krebserregend eingestuft. Das Bundesamt für gesundheitlichen Verbraucherschutz empfiehlt deshalb auf einen regelmäßigen Genuss von Fencheltee zu verzichten.

Muskatnuss kann wie eine Droge wirken

Es gibt viele Gewürze, die sind auch bei einer Überdosierung völlig harmlos. Es wird Ihnen höchstens schlecht. Ganz anders ist das bei der auf der ganzen Welt beliebten Muskatnuss: Die kann wie eine Droge wirken. Sie dürfen also beim Würzen mit Muskatnuss nicht übertreiben. Denn sonst können typische Vergiftungserscheinungen wie Herzrasen, Benommenheit, Kopfschmerzen und Erbrechen auftreten. Sie können sogar Halluzinationen bekommen, wie von einer Rauschdroge. Wenn Sie mehrere Gramm zu sich nehmen, dann kann das sogar lebensbedrohlich sein. Vor allem Kinder sind wegen ihres geringeren Körpergewichts sehr gefährdet. Da können schon kleine Mengen Unheil anrichten. Deshalb sollten Sie Muskatnuss – wie auch andere Gewürze – immer an einem sicheren Ort aufbewahren.

Bittermandeln können zu Vergiftungserscheinungen führen

Es gibt Gewürze, die werden durch Erhitzen sozusagen entgiftet. Dazu gehören Bittermandeln. Süße Mandeln sind gesund, sie enthalten Vitamine und Ballaststoffe. Bittermandeln mit denen man so manche Backwaren würzt, sind das nicht. Im Rohzustand enthalten sie Armygdalin. Das ist ein Stoff, der sich im Körper in Blausäure verwandelt. Und die ist hochgiftig. Je nach Körpergewicht können bei Kindermandeln zwischen fünf und zehn rohe Bittermandelöl zu schweren Vergiftungen und sogar zum Tode führen. Wenn Sie die Bittermandeln aber erhitzen, dann verflüchtigt sich die Blausäure und Sie können sie unbesorgt verwenden.

Es ist also im Interesse Ihrer Gesundheit gut, wenn Sie bei der Verwendung bestimmter Gewürze vorsichtig sind und in der Menge nicht übertreiben. Wir hoffen, dieser Artikel hat Ihnen geholfen.