Diese gesättigten Fettsäuren machen Sie dick

Leinöl

Leinöl ist ein hervorragender Lieferant von ungesättigten Fettsäuren. Foto: © Heike Rau - Fotolia.com

Wer ständig fett isst, der wird dick. Das wissen wir alle. Jetzt aber ist die Forschung weiter und hat herausgefunden: Es sind vor allem die gesättigten Fettsäuren in vielen Lebensmitteln, durch die Sie zunehmen. Wenn Sie diese durch ungesättigte Fettsäuren ersetzen, ist die Gefahr dick zu werden, viel geringer. Der Grund: Beide Fettsäuren haben einen verschiedenen Einfluss auf Ihre Gene, bei gesättigten Fettsäuren ist die Gefahr, das Fett im Körper eingelagert wird, viel grösser. Also ist es wichtig zu wissen: Welche Fette machen mich dick - und welche nicht.

Die in allen Ölen und tierischen Fetten enthaltenen Fettsäuren beeinflussen den Stoffwechsel entscheidend. So haben Studien ergeben, dass die ungesättigten Fettsäuren im Sonnenblumenöl den Kohlenhydratstoffwechsel im Körper positiv beeinflussen. Das bedeutet vereinfacht: Bratkartoffeln mit Sonnenblumenöl zubereitet sind für Ihre Figur weit weniger gefährlich als in Butter oder Butterschmalz zubereitete.

Generell hat sich die Meinung durchgesetzt, dass pflanzliche Öle gesünder sind als tierische, und das sie weniger Fett im Körper anreichern. Das ist im Prinzip richtig. Aber es gibt eine Ausnahme: Palmöl enthält einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Und Palmöl wird in einem zunehmenden Ausmaß bei der Produktion von industriell gefertigten Lebensmitteln ein gesetzt (Fertiggerichte wie Pizza z. B.). Auch bei der Produktion von Schokolade, Wurst und Schinken wir aus Palmöl gewonnenes Kokosfett angewendet.

Das gesättigte Fettsäuren dick machen wurde in der so genannten "Muffin-Studie" bestätigt. Die Teilnehmer an der Studie (jeweils 39 in zwei Gruppen) mussten über sieben Wochen lang jeweils drei Muffins am Tag essen. Eine Gruppe bekam mit Sonnenblumenöl zubereitete Muffins, bei der anderen war Palmöl verwendet worden. Beide Gruppen nahmen zu, aber die Sonnenblumengruppe reicherte wenige Fett, aber dafür mehr Muskelmasse im Körper an, während die Palmölgruppe deutlich mehr Körperfett einlagerte. Bei ihr war auch die Leber stärker verfettet. Das Palmöl hatte also die Fettpolster vergrößert.

Die dick machenden gesättigten Fettsäuren sind nicht nur im Palmöl in großen Mengen enthalten. 

Lebensmittel die einen hohen Anteil an gesättigten Fetten haben

  • Bei Fleisch und Wurstwaren sind das vor allem mit Fett durchwachsene Fleischteile, Streichwurst (Leberwurst, Teewurst), Salami, Wiener Würstchen, paniertes Fleisch (Schnitzel) und Bratwürste.
  • Die fetten Teile von Gänse- oder Entenbraten.
  • Fette, mit denen wir Lebensmittel zubereiten: Butter, Schweineschmalz, Mayonnaise, Frittierfett, Kokosfett, Palmöl.
  • Bei Eiern ist das Eigelb hoch angereichert mit gesättigten Fettsäuren.
  • Gefährlich sind auch Kekse, Plätzchen, in Fett ausgebackene Süßigkeiten, fertige Blätter-, Rühr- und Mürbeteige.
  • Fetter Käse (vor allem Hartkäse), Sauerrahm, Schlagsahne und sahniger Joghurt.
  • Bei Süßigkeiten wie Schokolade, Chips und Cremespeisen.
  • Vermeiden Sie auch Milchshakes.

Lebensmittel die gut für die Gesundheit sind

Nun gibt es natürlich auch Lebensmittel, die wenig gesättigte Fettsäuren enthalten und die teilweise mit ungesättigten Fettsäuren gut für Ihre Gesundheit sind. Das sind:

  • Kartoffeln, Reis, Nudeln und Brot (keine Fertigprodukte zum selber Aufbacken, die sind meist mit gehärteten Fetten hergestellt).
  • Essen Sie magere Rind- oder Kalbfleisch (Lende, Filet), auch mageres Schweinefleisch ist ok.
  • Generell alle Obst- und Gemüsesorten.
  • Kochen Sie mit pflanzlichen Ölen - außer mit Palmöl.
  • Bei den Fischen haben Kabeljau, Barsch, Zander, Schellfisch, Hecht und Tintenfisch wenig gesättigte Fettsäuren. Gut sind auch fette Meeresfisch wegen Ihres hohen Anteils an den ungesättigten Omega 3-Fettsäuren.
  • Verwenden Sie entrahmte Milch (fettarm) und die daraus hergestellten Produkte wie Hüttenkäse, Magerquark, Käse mit unter 40% Fett in der Trockenmasse.

Da wir alle ohne Fett nicht leben können, sollten Sie sich an diese Faustregel halten: Pro Tag sind 100 g Fett ok. Davon sollte aber höchstens ein Drittel aus Fetten mit hohem einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren bestehen. Die anderen zwei Drittel sollten Fette mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sein.

So können Sie feststellen, ob ein Fett einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren hat: Je fester ein Fett z. B. nach der Lagerung im Kühlschrank ist, desto höher ist sein Anteil an gesättigten Fettsäuren.