Das sind die gesündesten Fischarten

Gegrillter Lachs

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Zweimal in der Woche muss er auf den Esstisch: Fisch. Das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Also zwischen 300 und 400 Gramm pro Woche. Da müssen Sie sich als gesundheitsbewusster Verbraucher aber schon fragen: "Und welchen Fisch soll ich essen, welcher ist gesund?" Fisch ist generell gesund, weil er leicht verdaulich ist, weil er viel Eiweiss enthält und oft wenig Kalorien hat.

Er belastet also unsere Verdauung nicht. Und selbst fettreiche Fische sind gesund - gerade wegen ihrer Fette. Denn die enthalten meisten sehr viel ungesättigte Fettsäuren. Wie zum Beispiel die Omega 3-Fettsäuren. Die wiederum sind besonders wichtig für Ihre Gesundheit, dabei sind die Fettsäuren EPA und DHA.  Da wurde in zahlreichen Studien bewiesen, das diese ungesättigten Fettsäuren in ausreichender Menge genossen, den Cholesterinspiegel mit dem schlechte LDL-Cholesterin senken. Das wiederum bedeutet einen gute Schutz für unser Herz-Kreislauf-System. Das wiederum bedeutet ein verringertes Risiko für einen Herz- oder Schlaganfall. Sie können Fisch braten, frittieren, grillen, kochen oder dämpfen. Und einige Fische können Sie sogar roh essen. Braten, frittieren oder grillen ist die weniger gute Zubereitungsart, denn dabei werden viel wertvolle Inhaltsstoffe zerstört. Auch Meeresfrüchte sind ein gesundes Essen. Sie enthalten hochwertiges Eiweiss, Jod und ebenfalls Omega 3-Fettsäuren.

Aal und Lachs liefern das wichtige Vitamin D

Das Vitamin D ist für uns lebenswichtig. Es steuert Zellvorgänge, ist wichtig für die Erneuerung der Haut. In der Haut wird das Vitamin D vorwiegend gebildet: Aber nur wenn wir genügend Sonne bekommen. Leider leiden heute sehr viele Menschen an einem Vitamin D-Mangel, mit katastrophalen Folgen für ihre Gesundheit. Ein Mangel an Vitamin D kann folgende Krankheiten auslösen: Chronische Entzündungen, Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Depressionen und Demenz. Also brauchen wir den Fisch, der unseren Vitamin D-Mangel beheben kann. Da sind zwei Fischarten besonders zu erwähnen: Das ist der Lachs und das ist der Aal. Dazu kommt auch noch der Nordseehering. Diese Fische weisen einen besonders hohen Vitamin D-Anteil auf. Ausser seinen vielfältigen Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat Vitamin D aus diesen Fischen noch eine weitere sehr wichtige Eigenschaft: Es unterstützt die Einlagerung von Kalzium in unserem Skelett. Das macht unsere Knochen stark und widerstandsfähig. Diese Eigenschaft von Aal, Lachs und Hering ist vor allem wichtig für Schwangere und für Frauen die nach den Wechseljahren an Osteoporose leiden. Aal, Lachs und der Hering werden gerne geräuchert gegessen. Lachs können Sie auch roh geniessen. Wobei gezüchteter Lach einen höheren Fettgehalt hat als Wildlachs.

Kabeljau und Seelachs sind wichtige Selen- und Jodlieferanten

Die Fische Kabeljau und Seelachs sind so richtige Allerweltsfische. Seelachs mit Kartoffelsalat - das gibt es Freitags in fast jeder deutschen Kantine. Beide Fische haben ein weisses, gut schmeckendes Fleisch - und sie haben zwei sehr wertvolle und wichtige Inhaltsstoffe: Sie enthalten die Spurenelemente Jod und Selen. Wenn ein Mangel an diesen beiden Vitalstoffen eintritt, dann hat das schwerwiegende Folgen. Selen hat sehr starke antioxidative Wirkung auf unser Immunsystem und es hat die Fähigkeit giftige Schwermetalle an sich zu binden, die so ausgeschieden werden bevor sie sich in unsere Zellen einlagern. Selenmamangel ist leider weit verbreitet, da unsere Böden meist übersäuert und überdüngt sind. Die im Boden eingelagerten giftigen Metalle wie Quecksilber, Cadmium und Aluminium binden das Selen, es gelangt nicht mehr in die Pflanzen. Also ist es wichtig, diesen Mangel durch einen verstärkten Verzehr von Seelachs und Kabeljau auszugleichen. Das gilt auch für Jod, das wir ebenfalls unbedingt brauchen. Wir können Jod nicht selbst produzieren, also müssen wir es essen, denn es ist lebensnotwendig. Jod wird für die Herstellung der Schilddrüsenhormone benötigt. Diese sind an allen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt und steigern daher den Energieumsatz. Leiden wir unter einem Jodmangel, dann kommt es zu Problemen bei Herz und Kreislauf, im Nervensystem, der Muskulatur und dem Stoffwechsel. Kabeljau schmeckt gekocht oder gedämpft sehr gut, Seebach wird gerne gebacken.

Forelle ist ein cholesterinarmer Speisefisch

Viele unserer Süsswasserfische sind ausgezeichnete Diätbegleiter, weil sie meist sehr fettarm sind. Zum Beispiel der Hecht, die Renke, vor allem aber die Forelle. Die führt ein anstrengendes Leben in sich meist schnell bewegenden Gewässern, so dass sich bei ihr kaum Fett ins Gewebe einlagert. Sie hat ein festes und muskulöses Fleisch, das sehr eiweisshaltig ist. Die genannten Fische haben kaum Kalorien, sind sehen leicht verdaulich und haben viel Eiweiss. Eine Eigenschaft aber zeichnet die Forelle besonders aus: Sie ist ausserordentlich cholesterinarm, schützt also Herz und Kreislauf Und senkt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Ihr guten Eigenschaften entfaltet die Forelle aber besonders in gekochtem oder gedämpften Zustand.

Heilbutt und Wolfsbarsch: Zwei gesunde Edelfische

Der Wolfsbarsch ist ein edler Fisch, den man sehr behutsam zubereiten muss. Er hat ein weisses Fleisch, das besonders kalorienarm ist. Wenn Sie also abnehmen wollen - mit Wolfsbarsch geht das sehr leicht und es bereitet Ihnen auch noch Genuss. 100 Gramm Wolfsbarsch haben nur 112 kcal und nur 2.5 Gramm Fett, keine Kohlenhydrate - aber dafür 20 Gramm Proteine. Auch dieser sehr gut schmeckende Edelfisch hat die wichtigen ungesättigten Fettsäuren, die wir für gute Blutfettwerte und gesunde Arterien brauchen. Edelfisch Nummer 2 ist der Heilbutt. Ein Mordskerl, der bis zu drei Meter gross und bis zu 400 Kilo schwer werden kann. Der Heilbutt ist wichtig für unsere Gesundheit, denn er enthält Vitamin D, Eiweiss und das Spurenelement Selen. Damit stärkt er unser Immunsystem. Und auch er hat die wichtigen Omega 3-Fettsäuren. Ausserdem ist er absolut diätgeeignet: 100 Gramm Heilbutt haben nur 97 kcal und gerade mal 2 Gramm Fett. Ausser Vitamin D hat er noch Jod, Eiweiss und Selen als Bestandteil seines weissen und festen Fleisches. Der Genuss von Heilbutt stärkt das Immunstem, fördert den Stoffwechsel und ist gut fürs Gehirn.