Coronavirus: So kann ich mich vor dem Virus schützen

Coronavirus: So kann ich mich vor dem Virus schützen

© Adobe Stock

Asien und die Anrainerstaaten sind in Panik: Der tödliche Coronavirus breitet sich unaufhaltsam aus, die chinesischen Behörden geben zu: "Die Lage ist außer Kontrolle geraten, die Zahl der Todesopfer nimmt zu, Krankenhäuser in Wuhan (in der Millionenstadt ist die Seuche ausgebrochen) können Kranke nicht mehr aufnehmen. Und das hochansteckende Virus breitet sich offenbar unaufhaltsam aus, in Europa wurden bereits die ersten Verdachtsfälle gemeldet. Bisher ist nicht bekannt wie genau das Virus übertragen werden kann. 

Das für Infektionskrankheiten zuständige Robert-Koch-Institut (RKI) aus Berlin teilt mit, das es auch von Mensch zu Mensch übertragen wird. In China und den Anrainerstaaten tragen schon Millionen Menschen Atemschutzmasken ums sich vor dem Coronavirus zu schützen. Sind diese Masken wirklich ein Schutz, sollten wir uns alle eine zulegen? Das wird vom Robert-Koch-Institut verneint. Allerdings empfiehlt das Institut Ärzten und Pflegekräften sich bei Verdachtsfällen genau so wie bei anderen Tröpfcheninfektionen zu schützen. Dazu gehört auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes mit korrektem Sitz vom betroffenen Patienten. Schutz vor dem neuen lebensgefährlichen Virus - gibt es den überhaupt? Das ist hier unser Thema: So kann ich mich vor dem Coronavirus schützen. Denn es besteht die Gefahr, das er sich auch in Deutschland ausbreitet. Ende Januar 2020 wurden bereits Verdachtsfälle gemeldet.

Was schützt Ihre Gesundheit vor dem Coronavirus?

Atemschutzmasken allein genügen nicht, um das Virus nicht eindringen zu lassen. Es schützt weniger den Träger selbst, als vielmehr die Menschen im direkten Umfeld eines bereits infizierten Kranken. Das Robert-Koch-Institut in Berlin: "Die Schutzmaske verringert in erster Linie die Anzahl von Erregern, die vom Anwender in die Umgebung ausgeatmet werden."
Wäre es denn nun nützlich, wenn ganz Deutschland mit Atemschutzmasken ausgerüstet würde, um den Kontakt mit dem Coronavirus zu vermeiden? Das ist laut dem Robert-Koch-Institut unnötig. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt keine diesbezügliche Empfehlung. Selbst bei einer länderübergreifenden Ausbreitung der Krankheit empfiehlt sie für die allgemeine und nicht infizierte Bevölkerung keine Masken. Denn das generelle Tragen von Masken könnte den Schutz sogar verringern. Das RKI: Durch das Tragen einer Maske könnten sich Gefährdete so sicher fühlen, das sie andere Präventionsmaßnahmen vernachlässigen. Hier nun die besten Schutzmaßnahmen gegen den aus China kommenden Coronavirus.

  • Vermeiden Sie möglichst direkte Kontakte mit großen Menschenansammlungen: Öffentliche Verkehrsmittel, Großveranstaltungen, den Aufenthalt in geschlossenen Räumen mit großen Personengruppen.
  • Ganz wichtig ist eine gründliche Handhygiene zum Schutz vor einer Ansteckung. Waschen Sie sich öfter die Hände, vor allem, wenn Sie Gegenstände in die Hand genommen haben die häufig auch von anderen Menschen benutzt werden: Türgriffe in öffentlichen Gebäuden, die Tastatur von Liften, Treppengeländer, Toilettendeckel usw.
  • Vermeiden Sie möglichst jeden Kontakt mit Menschen, von denen Sie wissen, das sie erkrankt sind.
  • Sport und Fitness in geschlossenen Räumen sollten vermieden werden.
  • Das gilt auch für das gewohnte wöchentliche Saunieren.
  • Wenn Sie Husten oder Niesen müssen, dann in die Armbeuge und nicht in die vorgehaltene Hand.

Diese Maßnahmen sind in Anbetracht der von den Coronaviren ausgehenden Gefahr über und jederzeit angeraten, so das RKI.

Alles über das Coronavirus

Inzwischen hat auch China seine Politik der Abschottung und des Verschweigens aufgegeben. Bisher sind an die 60 Tote und über 2 000 Angesteckte registriert worden. Über die Dunkelziffer ist nichts bekannt, sie dürfte deutlich höher liegen. Um das Coronavirus zu stoppen hat China ganze Städte abgeschottet. In Europa hat Frankreich bereits Krankheitsfälle gemeldet. Ein Übergreifen auf Deutschland ist jederzeit möglich. Bisher nimmt man an, das die Krankheit von einem Fischmarkt in Wuhan stammt, wo das Virus auf Menschen übergesprungen ist. Inzwischen kann es sich aber auch von Mensch zu Mensch übertragen.
Das Virus wurde genetisch identifiziert, es stammt aus der Gruppe der Coronaviren, von denen hunderte verschiedene Arten bereits bekannt sind. Es löst bei Menschen und Tieren eine Erkrankung der Atemwege aus, an dieser Lungenkrankheit kann man sterben. Ein Forscherteam der Berliner Charite´ hat einen ersten Test entwickelt, mit dem das neue Virus sicher nachzuweisen ist.
Die Coronaviren springen sehr rasch auf einen neuen Wirt über, können sich rasch verändern und verursachen schwere Krankheitsverläufe. Menschen mit Vorerkrankungen schweben dann in Lebensgefahr. Die Gefahr einer Ausbreitung in Deutschland wird im Augenblick noch als gering eingeschätzt. An wirksamen Medikamenten wird zurzeit weltweit geforscht. Es gibt aber noch keinen wirksamen Wirkstoff.