Corona: Sind die Mutanten noch aggressiver

Fast sieht es so aus, als hätten wir den zweiten Angriff durch das Coronavirus abgewehrt und die Infektionszahlen in den Griff bekommen. Da schreckt uns eine neue Nachricht hoch: Die Zahl der durch eine Mutation der Viren infizierten Menschen in Deutschland steigt ständig an. Und: Die Mutationen des Virus sollen gefährlicher sein als das bisher bekannte Coronavirus. Noch wissen die Forscher und Virologen nicht genau, ob die bisher entwickelten Impfstoffe auch gegen die bekannten COV-Viren helfen. Wir sehnen uns nach Normalität, nach der Öffnung von Geschäften, Museen, Gaststätten, Schulen und Kitas und nach der Rückkehr an den gewohnten Arbeitsplatz, nach der Arbeit mit Kollegen und dem Ende von Homeoffice.

Ob das so kommt, ist wieder fraglich geworden. Es sieht so aus, als ob sich eine dritte Welle aufbaut, die wieder höhere Werte an Ansteckungen bringen kann. Jetzt schon sind über 20 Prozent der Neuinfektionen in Deutschland durch Mutationen des Coronavirus verursacht. Noch ist auch nicht geklärt ob der von Biontech gegen COVID entwickelte Impfstoff gut gegen die Mutationen des Virus hilft – oder ob er weniger Wirkung zeigt. Hier nun Informationen wie die Mutationen auf den Menschen wirken und wie aggressiv diese sind.

Gefahr durch die Südafrika-Variante

Seit Monaten breitet sich die südafrikanische Variante von Corona weltweit aus und ist auch in Deutschland angekommen. Hier nun, was Sie über die Mutation B.1.351des Virus wissen müssen:
Die Mutation B.1.351 ist eine Variante des Coronavirus SARS-CoV-2. Sie wurde in Südafrika erstmals entdeckt und hat sich sehr schnell in der ganzen Welt von Brasilien über Großbritannien bis nach Deutschland verbreitet. Nach bisherigen Erkenntnissen kann sich das mutierte Virus viel schneller ausbreiten als das bisher bekannte Coronavirus, ist also ansteckender. Untersuchungen haben nachgewiesen, das sich diese Mutation um etwa 50 bis 60 Prozent schneller ausbreitet als das ursprüngliche Coronavirus. Ist es aber auch gefährlicher? Nach den seit 2020 gewonnenen Erkenntnissen vermutet man,

  • Das die südafrikanische Variante besonders jüngere Menschen häufiger befällt
  • Das eine Ansteckung durch das mutierte Virus häufiger einen schweren Erkrankungsverlauf auslöst als das bisher bekannte und bekämpfte Coronavirus.
  • Das die Variante B.1. 351 des Coronavirus nicht tödlicher ist als das bisher grassierende COV.
  • Es gibt Hinweise, dass die südafrikanische Mutation die von unserem Immunsystem eingeleitete Immunabwehr umgehen kann. Das bedeutet: Patienten, die schon einmal mit dem Coronavirus infiziert waren, können sich an der Variante B.1.351 erneut anstecken.

Können die zugelassenen Impfstoffe die Varianten des Virus stoppen?

In Deutschland sind seit 2020 die drei in der EU zugelassenen Impfstoffe im Einsatz gegen Corona:

  • Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer
  • Der Impfstoff Moderna
  • Der Impfstoff AstraZeneca

Die Impfstoffe haben verschieden Wirkungen auf die sich seit 202 in Deutschland ausbreitenden und Corona auslösenden Viren. Nach ersten Erkenntnissen bietet der Impfstoff von AstraZeneca offenbar nur einen geringen Schutz gegen die Viren der südafrikanischen Variante. Daher wird dort momentan dieser Impfstoff nicht gegen Corona verimpft. Allerdings zeigt sich in ersten Untersuchungen, dass der Impfstoff möglicherweise zumindest vor schweren COVID-19-Erkrankungen schützt. Allerdings entwickelt AstraZeneca bereits die nächste Generation seines Impfstoffs. Dieser soll noch besser vor Viren schützen, die Corona verbreiten. Die beiden anderen Varianten der Impfstoffe sind laut Angaben der Hersteller auch gegen die südafrikanischen Varianten des Virus wirksam.

Wo muss ich mich vor der südafrikanischen Variante schützen

Das mutierte Virus ist inzwischen weltweit eine Gefahr. Es wurde bereits in 44 Staaten festgestellt. Hier die wichtigsten Länder in denen die Variation von SARS festgestellt wurde:
Südafrika
Österreich
USA
Deutschland
China
Kanada
Australien
Dänemark
Belgien

Wie stark die britische und südafrikanische Variante von Corona tatsächlich schon verbreitet ist kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, das Wissen der Virologen und Epidemiefachleute ist noch zu gering. Aber man muss von einer hohen Dunkelziffer ausgehen.

Wie kann ich mich vor dem mutierten Virus schützen

Der individuelle Schutz vor den mutierten Viren ist im Prinzip derselbe wie bei den Coronaviren: Halten Sie Abstand, benutzen Sie wie vorgeschrieben Ihre Masken, reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen und halten Sie sich an die Lockdown-Regeln.