Cholesterin natürlich senken

Cholesterin natürlich senken

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Cholesterin natürlich senken - das ist einfacher als Sie annehmen. Aber sehr wichtig. Fettes Essen - zu hohes Cholesterin - Herzinfarkt: Ein bösartiger Dreiklang. Um ihn zu vermeiden müssen Sie nicht Ihr Leben vollständig ändern. Es genügt völlig, wenn Sie einige gute und bewährte Tipps und Tricks beachten. Hier haben wir für Sie zehn solcher Ratschläge zusammengestellt wie Sie das Cholesterin senken können.

Was Sie im Restaurant vermeiden sollten

Cholesterinarm kochen und essen ist zuhause ziemlich einfach. Im Restaurant schon schwieriger. Was Sie dort besser vermeiden sind frittierte oder panierte Speisen und fettige Sossen. Einfach nicht bestellen und Fettränder vom Fleisch abschneiden. Die Soße nicht in der Küche über Ihr Essen giessen lassen, sondern getrennt bestellen, so dass Sie selbst die Menge bestimmen können. Zum Thema Menge: Das über den Tellerrand schlappende Schnitzel ist der falsche Weg. Beachten Sie folgende Faustregel: Ihr Stück Fleisch oder Fisch sollte nicht grösser sein als Ihr Handteller. Bei den Beilagen dient die hohle Hand als Messeinheit. Das genügt vollkommen.

Vollkorn verjagt das LDL-Cholesterin

Baguette, Eierspätzle oder -nudeln, Weissbrot - das sollte besser nicht auf den Tisch kommen. Besser leben Sie mit Pumpernickel, Vollkornbrot und Vollkornnudeln. Diese Lebensmittel enthalten so genannte komplexe Kohlenhydrate. Die wiederum halten lange vor und erzeugen ein über Stunden dauerndes Sättigungsgefühl. Auch wirken sie dem "schlechten" Cholesterin, dem LDL, entgegen. Das tun übrigens auch Lebensmittel wie Linsen, Bohnen oder Vollkornreis. Damit senken Sie Ihr Cholesterin.

Eigelb ist stark cholesterinfördernd

Jahrelang wurden Eier als die Cholesterin-Übeltäter schlechthin verteufelt. Inzwischen weiss man es besser und sie können ruhig Eier in Ihren Speiseplan einbauen. Allerdings sollten Sie beachten: Das Eigelb ist hoch fetthaltig und dort sitzt auch das Cholesterin, das schädlich ist. Als verwenden Sie beim Kuchenbacken einfach nur das Eiweiss und ersetzen  das Eigelb durch einen Löffel hochwertige, kaltgepresstes Pflanzenöl. Das funktioniert auch, wenn Sie eine Mayonnaise herstellen. Im Übrigen: Zweimal in der Woche ein Frühstücksei geniessen, das ist kein Problem.

Vermeiden Sie gesättigte Fettsäuren

Fette und zu hohe Cholesterinwerte - eine fast schon unendliche Geschichte. Eines steht fest: Fette sind für uns überlebenswichtig - es müssen nur die richtigen sein. Und das sind die, in denen ungesättigte Fettsäuren stecken. Die finden sich vor allem in Pflanzenölen wie Oliven-, Sonnenblumen- und Leinöl. Diese Fette sorgen für einen gesunden Cholesterinspiegel. Gesättigte Fettsäuren gelten als ungesund, wir essen sie vor allem in tierischen Fetten wie Fleisch, Wurstwaren, Butter, vollfetten Milch- und Käseprodukten und zum Beispiel auch in Palmöl. Besonders gefährlich für die Cholesterinwerte sind die Transfette, die wir in Pommes frittes oder in Chips finden. Eines aber haben alle Fette - ob cholesterinfördernd oder nicht - gemeinsam: Sie sind sehr kalorienreich und damit machen Sie dick. Also: Auch Pflanzenöle nur in geringen Mengen verwenden.

Fisch auf den Tisch

Mitb diesem Tip können Sie Ihr Cholesterin ganz leicht senken: Sie sollten es schaffen. mindestens zweimal in der Woche eine Hauptmahlzeit mit Fisch auf den Tisch zu bringen. Fisch ist leicht verdaulich, er hat viel Eiweiss und wenig gesättigte Fettsäuren. Und jetzt kommt ein unlogisch anmutender Vorschlag: Essen Sie fetten Fisch. Zum Beispiel Lachs, Hering oder Makrele. Denn die haben einen sehr hohen Anteil von ungesättigten Omega 3-Fettsäuren in ihrem Fett. Die wiederum wirken sich positiv auf Ihren Cholesterinspiegel aus. Sie wirken auch der gefährlichen Plaquebildung in den Arterien entgegen. Wenn Sie Fisch zubereiten, dann sollten Sie ihn kochen oder dämpfen. Gebackener oder frittierter Fisch versorgt Sie wieder mit den falschen Fetten.

Kein fettes Fleisch in grossen Portionen

Niemand will leben ohne nicht hin und wieder einen ordentlichen Braten zu essen. Also muss auch Fleisch auf den Tisch. Das ist völlig in Ordnung, wenn Sie es nicht übertreiben. Täglich 400 g Fleisch, Wurst oder Geräuchertes - das ist eindeutig zu viel. Das hebt den Cholesterinspiegel, das führt zu Gicht und zur Arterienverkalkung. Wenn Sie aber ein Fleischgericht auf den Tisch bringen, dann muss es ja nicht fettes Schweinefleisch sein. Nehmen Sie magere Fleischsorten wie Huhn, Pute oder Kalbfleisch. Fett Stücke schon vor der Zubereitung entfernen. Vor allem wenn das fette Fleisch am Knochen sitzt. Wenn Sie auf Ihr Cholesterin senken wollen, dann sollten Sie auf Innereien verzichten: Leber und Nieren jagen die Werte nach oben. Besonders gefährlich ist Hirn - das streichen Sie am Besten total. Und vergessen Sie nicht: Auch Wurst wird aus Fleisch gemacht und ist meistens sehr fett.

Für Ihren Cholesterinspiegel: Fettarme Milchprodukte

Milch, Käse und Milchprodukte gehören mit zu unseren Hauptnahrungsmitteln. Früher hielt man konsequentes Milchtrinken für sehr gesund. Diese Meinung hat sich inzwischen geändert. Vor allem dann, wenn es um zu hohe Cholesterinwerte geht. Denn unsere gute hochgelobte Vollmilch enthält leider sehr viele gesättigte Fettsäuren - und die jagen das schädliche LDL-Cholesterin nach oben. Aber Sie können sich cholesterinarm ernähren und trotzdem Milch, Käse und Joghurt verzehren. Die Lebensmittelindustrie bietet eine Vielzahl an fettreduzierten oder fettarmen Produkten an. Die finden Sie in jedem Supermarktregal. Und fettarmer Joghurt, Milch oder Käse sind erlaubt und sehr gesund.

Obst und Gemüse legen das Cholesterin an die Kette

Wer sich auch nur ein en Tag in der Woche ausschließlich mit Obst und Gemüse ernährt, der hat schon viel für einen ausgewogenen Cholesterinwert getan. Denn  das war ein Tag ohne tierisches Fett, ohne Zucker und ohne Kohlenhydrate. Und für die Figur ist so ein Tag ebenfalls sehr positiv. Auch für die Balance im Säure-Basen-Haushalt. Noch besser aber ist es, wenn Sie die Grösse der Hauptmahlzeiten verringern (Fleisch, Nudeln, Reis, Kartoffeln etc.) und die fehlende Menge durch fünf Handvoll Obst und Gemüse ersetzen. Dabei spielt aber auch die Zubereitung eine grosse Rolle. Vermeiden Sie fette Dressings auf dem Salat, nehmen Sie ausschliesslich Pflanzenöle, und frittieren Sie das Gemüse nicht. Ebenfalls unbedingt vermeiden: Die meist viel zu zuckerhaltigen Dosenfrüchte.

Knabbernüsse ja - aber nicht zu viel

Nichts ist so schön, wie ganz nebenbei aus einem Schälchen Nüsse zu knabbern: An der Bar zum Drink, zuhause beim Fernsehen. Nüsse und Mandeln - die sind allemal besser als Gummibärchen, Schokolade oder gar fette, gesalzene  Kartoffelchips. Denn im Gegensatz zu diesen Knabbereien haben Nüsse viele ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel niedrig halten und die den Arterien gut tun. So weit so gut - aber da ist die Sache mit dem Nährwert: Nüsse sind sehr fetthaltig und haben deshalb viele Kalorien. Wer also zum Bierchen fleissig Nüsse knabbert, der kann zusehen, wie der Schmerbauch wächst.

Viel Wasser drückt das Cholesterin

Zur Ernährung gehört auch das Trinken. Und da können Sie für einen guten Cholesterinwert besonders viel tun. Sie brauchen etwa zweieinhalb bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag um das Cholesterin zu senken. Wenn Sie zwei Drittel Ihres Flüssigkeitsbedarfs aus Wasser und ungesüssten Tees bestreiten, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Auch Mineralwasser gemischt mit Obstsäften ist gut und zu empfehlen. Lassen Sie unbedingt dien Finger von Cola, süssen Limonaden und Obstsäften mit einem hohen Zuckergehalt. Wenn Ihr Mineralwasser Geschmack haben soll, dann nehmen Sie Zitronensaft zum "Würzen". Bier ist nur in kleinen Mengen gut: Es hat zwar keine direkten Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel, aber es hat zu viele Kalorien.