Calcium für starke Knochen

Calcium für starke Knochen

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Knochen werden brüchig, Knochen verformen sich, Knochen sind oft nicht mehr so belastbar wie früher: Calcium-Mangel ist der Grund dafür. Sehr oft sind wir selbst daran schuld, weil wir uns falsch ernähren, Inhaltsstoffe zu uns nehmen, die das Calcium aus den Knochen geradezu "rauben". Lesen Sie, wie Sie diesen gefährlichen Raubbau vermeiden können.

Calcium-Mangel führt zum Knochenbruch

Ernährungswissenschaftler und Ärzte haben es uns ja in den letzten Jahren deutlich genug gesagt: Für unsere Knochen, für die Wirbelsäule und Gelenke, ja für den ganzen Bewegungsapparat ist die ständige Zufuhr von Calcium mit Vitamin D sehr wichtig. Die meisten von uns kennen daher auch viele sogenannte Calcium-Lieferanten in der Nahrung: Milch und Milchprodukte, Kohlgemüse, Sardinen mit Haut und Gräten. Doch der Arzt Dr. Christian Günther vom deutschen Kuratorium Knochengesundheit e.V. betont, dass es genau so wichtig ist, die Calcium-Räuber in unserem Speiseplan zu beachten, sie zu meiden oder zumindest sparsam damit umzugehen. Sie schwächen unsere Knochen. Und das ist generell ein wichtiges Thema, weil die Knochen grundsätzlich poröser sind und bereits ein Sturz in der Wohnung zu einem Schenkelhalsbruch führen kann. Die wichtigsten Calcium-Räuber;

Alkohol fördert den Knochenabbau

Ein kleines Glas Wein hin und wieder kann eine Naturarznei sein. Der Rotwein stärkt Herz und Kreislauf, der Weißwein die Atemwege. Männer dürfen 2 bis 3 mal die Woche ¼ Liter trinken, Frauen 1/8 Liter, weil die Östrogen-Hormone den Alkohol-Abbau bremsen und weil die Frauen zu wenig von dem Alkohol abbauenden Hormon Dehydrogenase besitzen. Allerdings: Wer regelmäßig - das heißt täglich - reichlich Alkohol konsumiert, der schwächt die Knochen. Alkohol übt einen schädigenden Einfluss auf den Knochenstoffwechsel aus. Der Knochen-Abbau wird gefördert, der Knochenaufbau gehemmt.

Zu viel Salz vernichtet Calcium

Zuviel Kochsalz fördert ebenfalls die Calcium-Ausscheidung über die Nieren.  Wir sollten daher täglich nicht mehr als 6 Gramm Kochsalz aufnehmen. Das ist in etwa ein gehäufter Teelöffel. Wichtig dabei ist natürlich auch, dass wir neben dem Salz, das wir zum unmittelbaren Würzen verwenden, auch die versteckten Salze mit einberechnen müssen: in Brot, Wurst und Käse. Daher nehmen die meisten von uns täglich  12 bis 20 Gramm Kochsalz zu sich, was sich negativ auf die Calcium-Verwertung auswirkt.        

Vorsicht bei phosphatreichen Nahrungsmitteln

Unser Knochengerüst besteht neben dem Calcium auch aus Phosphat, ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Bewegungsapparates. Der Mensch braucht jeden Tag eine Zufuhr von 1500 Milligramm Phosphat. In unserer heutigen Ernährung wird diese Menge bei weitem überschritten. Und das ist gefährlich: Die übermäßige Phosphat-Zufuhr führt zu einer Verschiebung des Calcium-Phosphat-Gleichgewichts. Und das hat negative Auswirkungen auf die Festigkeit und Gesundheit der Knochen. Zu den phosphatreichen Nahrungsmitteln gehören Wurst, Schmelzkäse, Scheibenkäse, Quark, alle Süßigkeiten, viele Fertigprodukte und die üblichen viel zu süßen Limonaden.           

Oxalsäure bindet das Calcium

Wer an Nierensteinen leidet oder eine Nierenstein-Vergangenheit hat, der kennt die Oxalsäure, welche Calcium-Oxalatsteine verursachen kann. Diese Oxalsäure bindet Calcium, sodass es nicht mehr vom Körper aufgenommen und in die Knochen eingebaut werden kann. Man sollte also niemals oxalsäurereiche Speisen essen, und vor allem nicht gemeinsam mit calciumreichen Mahlzeiten kombinieren. Oxalsäure befindet sich im Spinat, im Rharbarber, in der Roten Bete, im Mangold, im Kakao.           

Vollkornflocken nicht roh essen

Auch rohe Getreide-Vollkornflocken sollte man nicht in extrem großen Mengen konsumieren. Die darin enthaltene Phytinsäure bindet das Calcium, sodass es der Darm nicht aufnehmen kann. Die Phytinsäure sitzt in den Randschichten des Vollkorns. Beim Erhitzen - etwa für Haferbrei -  und beim Ansetzen von Brotteig wird die Phytinsäure abgebaut.            

Rauchen entzieht den Knochen  Calcium

Und natürlich ist eines klar: Rauchen ist ein Calcium-Räuber. Die Schadstoffe, die dabei entstehen, binden das Calcium, es steht für den Aufbau und den Erhalt der Knochen nicht mehr zur Verfügung.