Brustkrebs: Rosenkohl und Brokkoli zur Nachsorge

Brustkrebs: Rosenkohl und Brokkoli zur Nachsorge

© Benjamin Klack / pixelio.de

Das Sterberisiko nach der Diagnose Brustkrebs und das Wiederauftreten eines Tumors können wesentlich verringert werden, wenn die Patientinnen viel Rosenkohl oder Brokkoli auf dem Speiseplan hatten. Als Grund für diese positive Erkenntnis vermuten die Forscher einen hohen Anteil von sekundären Pflanzenfarbstoffen in diesen Gemüsesorten.

Forscher des berühmten Vanderbilt -Ingram Cancer Center in den USA machten eine Studie mit Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren. Sie untersuchten bei 4886 betroffenen Frauen, wie viel und welches Gemüse die Krebs-Patientinnen zu sich nahmen. Jetzt wurden die Ergebnisse veröffentlicht:

  • In den ersten drei Jahren nach der Diagnose wirkte sich ein hoher Konsum dieser Gemüse positiv auf das Sterberisiko und eine erneutes Auftreten des Tumors aus.
  • Frauen, die am meisten davon aßen, hatten ein um 63% reduziertes Risiko, an Brustkrebs zu sterben und eine um 35% geringere Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten der Krankheit.

Die Forscher vermuten, dass der hohe Gehalt an sekundären Pflanzenfarbstoffen in Gemüsen diese Wirkung hervorruft. Nun muss geklärt werden, wie viele dieser bioaktiven Substanzen in den Gemüsesorten enthalten sind und ob noch weiter Faktoren für die Anti-Krebswirkung eine Rolle spielen.

Diese Gemüsesorten sind besonders hilfreich:

  • Brokkoli
  • Rosenkohl
  • Chinakohl ind Pak Choy

Dass Pflanzenfarbstoffe in der Krebsvorsorge und bei der Stärkung des Immunsystems eine grosse Rolle spielen, findet in der medizinischen Forschung immer mehr Beachtung. Hier die wichtigsten Träger dieser Inhaltsstoffe:

Auberginen, Trauben, Rotkohl:

Das ins Violett gehende Dunkelrot wie bei Trauben, Rotkohl und Auberginen ist auf Anthocyane zurückzuführen. Anthocyane haben eine antioxidative Wirkung, können die Blut¬ge¬rin¬nung verlangsamen und die Thrombo¬zyten¬aggre¬ga¬tion verringern.

Tomaten:

Das Rot von Obst- und Gemüsesorten wie bei der Tomate wird durch den Pflanzen¬farb¬stoff Lycopin bewirkt. Experimentelle Belege zeigen, dass Lycopin vor Prostatakrebs und Herz-Kreislauf-Erkran¬kun¬gen sowie Schäden durch UV-Strahlen und Nikotin schützt.

Karotten:

Durch Carotinoide und Carotin werden Pflanzen orange gefärbt. Diese Farb¬stoffe bilden die Vorstufe von Vitamin A und sind unter anderem wichtig für die Zell¬entwicklung und das Immun¬sys-tem. Sie stärken das Pigmentsystem der Haut gegen UV-Strahlen.

Avocados:

Xanthophylle färben Gemüse gelb, im Zusam¬men¬spiel mit Chloro¬phyll entsteht ein sattes Grün. Durch die Anreicherung in der Netzhaut schützen die Stoffe gegen altersbedingte Augen¬krank-heiten.

Orangen, Grapefruits:

Das β-Cryptoxanthin und Flavonoide sind in den hellorange bis gelben Obst- und Gemüsesorten enthalten. Diese Stoffe schützen gegen oxidative Schädigungen und beugen zudem Krankheiten wie zum Beispiel Krebs und Alzheimer vor.

Grünblättrige Pflanzen:

Grünblättrige Pflanzen wie zum Beispiel Brokkoli haben die grüne Farbe vom Chlorophyll, der Stoff, der bei der Photosynthese Sonnenlicht absorbiert und in chemische Energie umwandelt. Grünblättrige Pflanzen enthalten zudem viel Eisen, Folsäure und Vitamin C.

Wenn Sie nun diese Pflanzen verstärkt in Ihren Speiseplan einbauen wollen, dann sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sie Bio-Ware kaufen. Denn durch die Chemie von Düngemitteln und Pestiziden können die gesunden Inhaltsstoffe zerstört werden, die Pflanzenfarbstoffe verlieren ihre Schutzwirkung.