Blutdruck, Herz und Kreislauf: Richtig radeln macht gesund

Blutdruck, Herz und Kreislauf: Richtig radeln macht gesund

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Wenn es generell um Ihre körperliche Gesundheit geht, dann wird der große Wert der Bewegung sehr häufig unterschätzt. Dabei steht für die medizinische Wissenschaft schon lange fest: Bewegung und Ausdauertraining hilft bei Erkrankungen wie Kreislaufschwäche, zu hoher Blutdruck und Herzproblemen bis hin zum Herzinfarkt oft mehr als Medikamente mit oft beträchtlichen Nebenwirkungen. So können Patienten mit einer Veranlagung zu Herzleiden ihr Risiko für einen Herzinfarkt um die Hälfte senken, wenn sie regelmäßig ein Training absolvieren. 

Auch die Gefahr einer Diabeteserkrankung wird enorm verringert und der Blutdruck kann auf Normalwerte gesenkt werden. Eine der besten Bewegungen für eine optimale Gesundheit ist das Radfahren. Das tut dem Körper rundum gut und das regelmäßige Training im Sattel ist eine einfache Sache das außerdem gelenkschonend ist. Deshalb ist das Radfahren gerade für ältere Menschen ein hervorragender Sport, viel für die Gesundheit zu tun. Und das ohne großen Aufwand. Hier nun Tipps und Ratschläge zum Thema: So strample ich mich gesund.

Das habe ich von regelmäßigem Training mit dem Rad

Durch die aufrechte Sitzposition weitet sich der Brustkorb, die Atmung vertieft sich, das Lungenvolumen nimmt zu, der Körper bekommt bis zu 20 Prozent mehr Sauerstoff. Das regt den Stoffwechsel an. Außerdem wird das Herz-Kreislaufsystem gestärkt, das Risiko für einen Herzinfarkt sinkt. Die meisten Menschen haben im Alter mit Gelenkproblemen zu kämpfen. Auf dem Fahrrad haben Sie da nichts zu befürchten. Durch die gleichmäßige Bewegung werden die Beine trainiert – ohne das die Gelenke übermäßig belastet werden. Der Grund: Ihr Hauptgewicht ruht auf dem Sattel, Knie-, Hüft- und Fußgelenke werden dadurch entlastet. Deshalb sind auch künstliche Hüft- oder Kniegelenke kein Hindernis für regelmäßiges Radfahren. Die gleichmäßige Belastung ihrer Blutgefäße und der Herzfrequenz hilft mit, Ihren Bluthochdruck zu senken. Das entlastet wiederum das Herz.

Radfahren, abnehmen und Stress abbauen

Radfahren als Sport ist nicht nur deshalb gesund, weil es den Bluthochdruck senkt, das Herz stärkt und gut für den Kreislauf ist – es hilft auch gut beim Abnehmen. Wenn Sie eine längere Strecke (etwa eine halbe Stunde) fahren, dann schaltet der Energiestoffwechsel auf Fettverbrennung um, Ihre eingelagerten Fettreserven werden verbraucht. Das hilft auch bei der Senkung der Blutfettwerte. Da Ihnen beim Radfahren immer ein frischer Wind um die Nase weht, Sie den Klimareizen wie Luft, Sonne, Wärme oder Kälte ausgesetzt sind, werden nicht nur Herz und Kreislauf gestärkt, sondern auch Ihr Immunsystem. In Zeiten von Corona ein großer Vorteil. Da Sie bei diesem Sport ja immer Abstand halten, an der frischen Luft sind und so gut wie keinen direkten Kontakt zu anderen Menschen haben ist die Gefahr einer Ansteckung durch Coronaviren sehr gering. Die gleichmäßige Bewegung in der Natur ist auch ein hervorragendes Mittel um Stress abzubauen. Den Körper beschäftigen, den Blick in der Natur schweifen zu lassen, das produziert Glückshormone und jagt den Stress zum Teufel.

Wie viel Zeit muss ich mir nehmen

Um richtig gesund zu radeln brauchen Sie etwas mehr Zeit als zum Joggen. Mal eben schnell um die Ecke zu fahren und in zehn Minuten wieder zurück zu sein – das bringt nichts. Zu den Tipps gehört der Rat: Mindestens eine halbe Stunde auf dem Fahrrad strampeln, dann setzt die positive Wirkung richtig ein. Ideal wäre es, wenn Sie es schaffen fünfmal in der Woche mindestens 50 Minuten im Sattel zu sitzen. Um ein wirkungsvolles Training für Herz und Kreislauf zu absolvieren sollten Sie lieber öfter radeln – aber dabei nicht übertreiben. Wenn Sie Probleme mit Ihrem Herzen haben, dann sollten Sie Ihre Herzfrequenz beim Training kontrollieren. Es ist nämlich sehr wichtig in einem bestimmten Pulsbereich zu trainieren. Den sollten Sie mit einem Test bei Ihrem Arzt ermitteln. Steht der fest, dann sollten Sie beim Training ein Pulsmesser tragen. Der soll direkten Kontakt zu Ihrer Haut haben, am besten ist ein Pulsmesser, der am Handgelenk getragen wird. Generell gilt: Sobald es das Wetter erlaubt, sollten Sie Woche für Woche ein bestimmtes Training auf dem Rad absolvieren. Für diesen Sport brauchen Sie keine bestimmte Ernährung. Ihre Ernährung sollte generell gesund sein: Viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, wenig Fleisch und tierische Fette. Ganz wichtig: Sie sollten zu jeder Trainingseinheit vorher und während der Radtour ausreichend trinken: Wasser oder Apfelsaftschorle sind an besten geeignet.