Blaue Flecken vermeiden und behandeln

blaue Flecken

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Blaue Flecken sind hässlich, sie gefährden Ihre Gesundheit - und man gerät auch noch schnell in ein schiefes Licht. Wie sie entstehen, warum manche Menschen mehr und andere weniger darunter leiden, wie man sie vermeiden kann und wie man sie schnell wieder los wird.

Vor allem Frauen bekommen schnell blaue Flecken

Vermutlich kennen Sie das: Man stößt sich nur ganz leicht an einem Möbelstück. Der Partner fasst einen etwas fester am Arm oder er kneift einen liebevoll .Und schon hat man einen blauen, hässlichen Fleck auf der Haut. Mitunter weiß man gar nicht, wie man sich diese dunkle hässliche Verfärbung auf der Haut geholt hat. Man kann sich einfach nicht erinnern, wann das passiert sein könnte. Der blaue Fleck ist einfach da. Überwiegend leiden Frauen und Mädchen unter diesem Problem.

Interessanterweise treten blaue Flecken mit zunehmendem Alter öfter auf. Sie verschwinden aber dann auch meistens nach einiger Zeit ganz von selbst. Man muss allerdings schon die Tatsache beachten, daß manchmal ein ernstes Problem dahinter steckt. Viele Betroffene fragen sich: Was ist die Ursache dafür, dass ich so leicht und so oft blaue Flecken bekomme? Es gibt viele verschiedene Ursachen dafür:

Die Kapillaren platzen

  • Meistens bilden sich blaue Flecken, wenn kleine und kleinste Blutgefäße - so genannte Kapillaren - unter der Hautoberfläche durch einen Stoß oder durch eine Verletzung platzen. Dann kann das Blut aus den Blutgefäßen austreten. Das erscheint dann als blauschwarze Verfärbung. Da der Körper nach und nach dieses Blut wieder aufnimmt, verschwindet der Fleck.
  • Im Laufe der Jahre kann bei vielen Menschen die Gefäßwand der Kapillaren brüchig werden. Damit werden sie weniger belastbar und reißen schneller, so daß Blut austreten kann.
  • Mit zunehmendem Alter wird die Haut dünner und verliert ihre Fettschicht, die als Schutz für die Blutgefäße vor Stößen und Verletzungen dient. Aber auch junge Menschen kriegen eine dünnere Haut: durch übermäßige Sonnenbestrahlung, aber auch durch Medikamente, wie zum Beispiel durch Präparate, die Kortison enthalten.
  • Aber auch Medikamente, welche das Blut verdünnen - zum Beispiel Präparate mit Acetylsalicysäure - können die Entstehung von blauen Flecken fördern. Die feinen Blutgefäße können nicht so schnell verschlossen werden. Es fließt mehr Blut aus und bildet dann einen blauen Fleck. Das passiert aber nicht nur bei Medikamenten, welche das Blut flüssig halten, sondern auch bei Ingwer, Ginkgo, Knoblauch und Fischöl. 
  • Es kann sich aber auch um einen Vitamin-Mangel handeln.
  • Es kann aber auch im Rahmen einer Diät starker und plötzlicher Gewichts-Verlust zu blauen Flecken führen. Oder die Einnahme von ganz bestimmten Medikamenten.

Es kann eine Blutkrankheit sein

Man muß die Entstehung von blauen Flecken genau beobachten. Wenn diese dunklen Flecken auf der Haut sehr schnell entstehen, wenn die Menge der Flecken zunimmt, wenn die Verfärbungen groß und schmerhaft sind und wenn parallel auch Zahnfleischblutungen und Kopfschmerzen auftreten, dann muß man den Arzt aufsuchen. Da kann ein ernsthaftes gesundheitliches Problem dahinter stecken. Es kann sich um eine Blutkrankheit handeln, wie etwa um eine Blutgerinnungs-Störung oder um das Willebrand-Syndrom, bei dem die Produktion des Klebstoffes zwischen den Blutplättchen gestört ist. Es kann aber auch eine Infektion oder eine Funktionsstörung der Nebennieren-Drüsen dahinterstecken.

Am besten wäre es ja, wenn man versucht, blaue Flecken zu vermeiden. Gehen Sie vorsichtig durch die Wohnung. Entfernen Sie Möbelstücke mit scharfen Kanten, an denen Sie sich stoßen können. Vermeiden Sie übermäßige Sonnenbäder. Bei Arbeiten im Garten oder im Haus sollten Sie nicht zu leicht bekleidet sein, damit sie Haut vor Stößen geschützt ist.

Es sind zwei Maßnahmen im Kampf gegen blaue Flecken wichtig: Gehen Sie in jedem Fall zum Arzt und lassen Sie sich untersuchen. Und bauen Sie zuhause ein Gesundheits-Programm auf, mit dem Sie die Kapillaren und die Immunkraft der Haut wieder stark machen.

Naturrezepte gegen blaue Flecken

  • Reiben Sie die betroffenen Hautstellen regelmäßig mit Hamamelis-Salbe ein. Das erhöht die Widerstandsfähigkeit der Blutgefäße.
  • Nehmen Sie Zinnkraut-Tabletten oder trinken Sie Zinnkraut-Tee, aus der Apotheke oder aus dem Reformhaus. Damit bekommt die Haut reichlich vom Spurenelement Kieselsäure - auch Silicium genannt - zugeliefert. Und das stärkt die Abwehrkräfte der Haut. Und so wird der Zinnkraut-Tee zubereitet: 1 bis 2 Teelöfffel getrocknetes Zinnkraut aus der Apotheke wird mit einem Viertelliter heißem Wasser übergossen und 25 Minuten zugedecktg ziehen lassen. Dann durchseihen. Man trinkt den Tee lauwarm und ungesüßt, am besten 3 Tassen am Tag.
  • Bauen Sie - so oft es geht - Zitrusfrüchte in Ihren Speiseplan ein. Diese enthalten den sekundären Pflanzenfarbstoff Rutin, der gezielt die ganz feinen Blutgefäße der Haut stärkt. Dazu muß man allerdings wissen: Die beste Frucht dafür ist die Mandarine. Sie ist die einzige Zitrusfrucht, die dieses Rutin in größeren Mengen im Fruchtfleisch enthält.
  • Bei allen anderen Zitrusfrüchten wie Orangen und Grapefruits kommt das Rutin in interessanten Mengen einzig und allein in der weißen, schwammigen Masse vor, die sich an der Innenseite der Schale befindet und die meistens auch in Strähnen die geschälte, ganze Frucht überzieht. Viele nehmen das weg. Wenn Sie zu blauen Flecken auf der Haut neigen, dann sollten Sie das Weiße unbedingt mitessen. Wichtig ist dabei natürlich, daß es sich um biologisch angebaute Früchte handelt. Sonst befinden sich giftige Konservierungs- und Desinfektions-Mittel in der Schale.

Wer leicht blaue Flecken bekommt, der sollte zusätzlich noch Einiges beachten:

  • Gehen Sie nicht zu lange in die Sonne oder unter die Sonnenbank.
  • Meiden Sie die Nähe von Heizungen. Gehen Sie nicht in die Sauna, nicht ins Dampfbad. Setzen Sie sich in kein Whirlpool. Verwenden Sie keine Wärmflasche.
  • Die Temperatur Ihres Badewassers sollte niemals über 36 Grad Celsius sein.
  • Reiben Sie Ihre Haut nicht zu stark und zu derb. Gehen Sie sanft mit ihr um.

Wenn Sie bereits einen blauen Fleck haben, dann tragen Sie etwas Arnika-Salbe aus der Apotheke auf die Haut auf. Oder geben Sie 20 Tropfen Arnika-Tinktur aus der Apotheke in 1/4 Liter kaltes Wasser, tauchen Sie ein Leinentuch ein, wringen Sie es leicht aus und legen Sie es für 15 Minuten auf die betroffenen Stellen auf.

Sie sehen: Man kann gegen ein so unangenehmes Leiden doch Einiges tun, um es in den Griff zu bekommen.