Die besten Weihnachtsgewürze

Weihnachtsgewürze

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Safran, Anis, Koriander, Vanille, Ingwer, Zimt und noch viele anderen Gewürze versüßen und würzen uns die Weihnachtszeit. Aber sie duften und schmecken nicht nur wunderbar, sie sind auch erstklassige Naturarzneien, die wir gerade in der Weihnachtszeit dringend brauchen. Was sie bewirken, wie sehr sie uns helfen.

Die Vorweihnachtszeit ist in den meisten Haushalten deutlich von vielen Düften geprägt. Da werden Lebkuchen, Kekse und Kuchen gebacken. Da werden Tees zubereitet. Und da wird alles, was man für den Festtagsbraten oder andere Festtags-Spezialitäten benötigt, eingekauft. Und was am meisten riecht und uns ein deutliches Advent-Gefühl gibt, das sind die vielen Gewürze, die wir in dieser Jahreszeit verwenden. Die Weihnachtsgewürze verbessern nicht nur das Aroma und den Geschmack pikanter und süßer Speisen. Sie fördern auch die Gesundheit des Menschen, denn sie verfügen über heilenden Kräfte .

Vanille aktiviert die Nieren

Da ist die Vanille, die Fruchtschote einer südamerikanischen Orchidee. Sie gibt vielen Süßspeisen einen köstlichen Geschmack: den traditionellen Vanille-Kipferln oder der Vanillesoße, die man zu vielen Kuchen und Torten genießt.

Der Gesundheits-Effekt: Vanille gibt Kraft bei Müdigkeit und Erschöpfung, beruhigt, stärkt die Nerven und aktiviert die Arbeit der Nieren. Vanille fördert aber auch die gute Stimmung und die Lust auf Liebe. Genau darum war es Nonnen und Mönchen in vergangenen Zeiten in viele europäischen Klöstern strikte verboten, Vanille zu konsumieren.

Interessant ist aber, warum viele Menschen Vanille sosehr lieben, ja nahezu süchtig danach sind. Der Berliner Wissenschaftler Dr. Jörg Grünwald hat nachgewiesen: In der Muttermilch finden sich sogenannte „ Vanille-Noten“, vanilleähnliche Geschmacks-Spuren. Wenn nun ein Kleinkind lange an der Mutterbrust ernährt wird, dann macht es via Gaumen Bekanntschaft mit diesem vanilleähnlichen Geschmack. Und wenn dann später das erste Erlebnis mit Vanille stattfindet, dann gibt es einen Aha-Effekt. Da ist plötzlich die Erinnerung an die Vanille-Noten. Und man bleibt ein Leben lang Vanille-Fan und will vor allem auch zu den Weihnachts- Feiertagen nicht darauf verzichten.

Ingwer schützt vor Erkältungen

Die Ingwer-Wurzel braucht man für Schokolade-Plätzchen, für ein Früchte-Kompott oder für den Lammbraten.

Der Gesundheits-Effekt: Ingwer macht an kalten, unwirtlichen Tagen von innen her warm, liefert Energie und schützt vor Erkältungen. Obendrein verbessert Ingwer die Verdauung, die zu den Feiertagen ohnehin oft gestört ist. Die einfachste Möglichkeit, die schützende Kraft der Ingwer-Wurzel einzusetzen, ist der Ingwer-Tee: Man schält ein Stück einer frischen Ingwer-Wurzel , schneidet davon 5 dünne Scheiben ab und legt diese in eine Kräutertee-Tasse, nimmt vorher den Einsatz heraus. Dann gießt man ein Viertelliter kochendes Wasser darüber und lässt das Ganze 10 bis 15 Minuten ziehen. Dann durchseihen, etwas Honig und Zitronensaft dazurühren. Der Ingwer-Tee wird lauwarm getrunken. Die Wirkung der Ingwer-Wurzel geht auf die Inhaltstoffe Zingiberol, Zingiberen, Citral und Gingerol zurück.

Koriander hilft bei Blähungen

Koriander ist ein wunderbares Gewürz für alle Curry-Gerichte, für Schweine- und Lamm-Braten, für Weihnachtsgebäck wie etwa Lebkuchen und Spekulatius, für besonders würziges Brot und für Pflaumenmus. Man sollte Koriander immer erst vor der Speisen-Zubereitung mahlen, weil sonst große Mengen der Aromastoffe verlorengehen.

Der gesundheitliche Effekt: Koriander fördert der Bildung von Magensäften, schützt vor Völlegefühl und Blähungen, wirkt gegen Magen- und Darmkrämpfe und beruhigt den Verdauungstrakt. Wer Festtagsspeisen mit Koriander genießt , kann damit auch etwaigen Schleim in den Bronchien lösen. Man kann auch beobachten, dass kleine Mengen von Koriander schlechte seelische Stimmung verbessern, größere Mengen beruhigend wirken und die Einschlafbereitschaft fördern können.

Mit Kardamon den Mundgeruch vertreiben

Kardamon wird aus den Kapselfrüchten einer Staude gewonnen, die sich im feucht-tropischen Dschungel besonders wohl fühlt. Zu den Feiertagen verwendet man Kardamon für den Punsch, für Puddings und Würzgebäcke, vor allem für Lebkuchen. Viele nehmen Kardamon in den Festtags-Kaffee, wie das in arabischen Ländern üblich ist.

Der gesundheitliche Effekt: Kardamon hat eine leicht antibiotische Wirkung gegen schädliche Bakterien. Man kann ihn gegen Blähungen und Völlegefühl einsetzen. Und man kaut Kardamon gegen üblen Mundgeruch. Kardamon verbessert die Verdauung, die durch viele Festtags-Mahlzeiten oft gestört ist.

Zimt wirkt gegen Bakterien

Viele können sich den Advent und die Weihnachtsfeiertage ohne Zimt-Plätzchen aus der Zimtrinde nicht vorstellen. Wichtig, dass an dafür ausschließlich Zimt aus Ceylon im Reformhaus kauft. Dieser Zimt hat nicht die hohen, belastenden Cumarin-Werte wie andere Zimtsorten aus Asien. Zu hohe Cumarin-Werte haben einen schädlichen Einfluss auf die Leber.

Der gesundheitliche Effekt: Zimt wirkt antibakteriell, stärkt den Verdauungstrakt und hat einen überaus positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Allerdings muss man wissen: Zimt kann immer nur unterstützend bei Diabetes Typ 2 eingesetzt werden. Die ärztliche Therapie geht immer voraus. Sie kann durch die Zufuhr von Zimt nicht ersetzt werden. Doch der positive Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel ist inzwischen längst nachgewiesen.

Anis hilft bei fettem Essen

Der Duft von Anis-Gebäck gehört einfach zu den Festtagen dazu. Anis ist aber auch ein wunderbares Gewürz für die Fischgerichte, die oft auf den Weihnachtstisch kommen. Anis -Tee ist ein typisches Advent-Getränk, das vor allem an düsteren, sonnenlosen Tagen helfen kann.

Der gesundheitliche Effekt: Anis hebt die Laune an tristen Wintertagen, hilft bei Erkältungen der Atemwege und verbessert die Verdauung von fetten Festtags-Genüssen.

Muskat hilft bei Durchfall

Eine kleine Menge von der geriebenen Muskatnuss braucht man für den Lebkuchen, für Pfeffernüsse, aber auch für Gemüsesuppen. Man muss allerdings sehr sparsam mit Muskat umgehen, weil zuviel zu Halluzinationen führen kann. Mitunter ist es sinnvoll, nur einmal, mit der Muskatnuss über eine Reibe zu fahren. Das genügt.

Der gesundheitliche Effekt: Muskat in kleinster Dosierung verbessert die Stimmung, stärkt die Bronchien und hilft bei Durchfall.

Safran stärkt die Nerven

Safranfäden – das teuerste Gewürz der Welt – gibt vielen Festtags-Speisen erst ihren wunderbaren Geschmack. Milchreis, Kuchen, Pudding, aber auch Meerestiere und Lammbraten sowie der Risotto milanese werden erst durch Safran zum Hochgenuss.

Der gesundheitliche Effekt: Safran fördert das Einschlafen und das Durchschlafen. Man setzt Safran in der Naturmedizin bei Magen- und Darm-Koliken sowie bei Hustenkrämpfen ein, aber auch bei rheumatischen Beschwerden, bei Erschöpfung und mangelnder Konzentration. Safran hat sich auch bei Übelkeit und Erbrechen bewährt. Safran stärkt die Nerven und gibt den Sexual-Organen neue Impulse. Interessant ist auch, dass Safran bei depressiven Zuständen wirkt. Und da ergibt sich ein erstaunlicher Zusammenhang: Durch die Verbesserung der Gemütsverfassung kriegt man Heißhunger und Appetit besser in der Griff. Das ist das Geheimnis, warum Safran beim Abnehmen hilft. Ein interessanter Aspekt nach den Feiertagen.

Sie sehen: Mit den typischen Weihnachtsgewürzen haben wir zugleich auch eine kleine Naturapotheke im Haus.