Besser Schlafen: Tipps für einen perfekten Schlaf

Besser Schlafen: Tipps für einen perfekten Schlaf

© Gina Sanders - Fotolia.com

Sich ruhelos wälzen, schwitzen, einfach keine Ruhe finden: Das zehrt an den Nerven, das geht an die Gesundheit, das kann einen völlig fertig machen. Gesunder und tiefer Schlaf ist ein grosser Gesundheitsfaktor. Aber wie kann man das schaffen, was muss man vermeiden, warum haben Radiowecker am Bett nichts verloren, warum ist Alkohol kein gutes Schlafmittel, was soll ich essen? Die besten Tipps für einen guten Schlaf.

Ursachen für Schlafstörungen

Jeder dritte von uns leidet an Einschlaf- und Durchschlaf-Störungen. Viele nehmen - ohne mit einem Arzt gesprochen zu haben - starke Medikamente mit Nebenwirkungen, die außerdem zu keinem richtigen, erholsamen tiefen Schlaf verhelfen und bloß wie ein Betäubungsmittel wirken. Daher wäre es besser und gesünder, in dem Raum, in dem man schläft, zuerst Umschau zu halten, ob nicht vielleicht ganz banale, äußere Einflüsse den Schlaf stören. Viele ahnen es nicht: Es gibt so viele Feinde im Schlafzimmer. Ihnen muss man als erstes den Kampf ansagen. Dann braucht man in vielen Fällen keine Tabletten und auch keine Naturarzneien.

  • Wer vor den Fenstern keine Vorhänge oder Jalousien hat, der wird oft die ganze Nacht durch einen Lichteinfall von draußen gestört: von Scheinwerfern, Straßenbeleuchtung oder Leuchtreklamen. Andere wieder haben am Nachttisch eine Lampe brennen. Das alles ist schlecht. Eine Studie am Nationalen Institut für Gesundheit in Bethesda, USA, hat bewiesen: Licht während des Schlafes stört den Tag- und Nacht-Rhythmus des Menschen. Die Produktion des Schlafhormons Melatonin wird gestört.
  • Wer unter Pollen-Allergie leidet, darf in der schönen Jahreszeit nicht bei offenem Fenster schlafen. Was viele nicht wissen: In den frühen Morgenstunden ab 3 Uhr beginnt der Pollenflug.
  • Mangelnde Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer trocknet die Mund- und Nasenschleimhäute aus. Darauf fühlen sich Viren und Bakterien besonders wohl. Das Immunsystem läuft auf Hochtouren und stört den tiefen Schlaf. Die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer sollte zwischen 50 und 60 Prozent betragen und kann von einem Hygrometer abgelesen werden,den man in jedem Kaufhaus bekommt.
  • Sensible Menschen sollten im Schlafzimmer kein Fernsehgerät stehen haben. Die elektromagnetischen Wellen können den Schlaf behindern. Dasselbe gilt für einen Radiowecker, der zu nahe beim Kopf steht. Wer sich durch elektrischen Strom gestört fühlt, kann sich vom Elektriker eine Anlage montieren lassen, die es ihm jeden Abend ermöglicht, mit einem Knopfdruck beim Zubettgehen den Strom aus dem Schlafzimmer komplett zu verbannen.
  • Man sollte aber auch Streit und nervende Diskussionen vor dem Zubettgehen vermeiden. Der Mensch braucht beim Einschlafen Harmonie.
  • Pflanzen im Schlafzimmer können den Schlaf gehörig stören: Dazu gehören alle stark riechenden Blumen wie etwa Orchideen, Hyazinthen und Lilien. Rosen allerdings können den Schlaf fördern. Aber auch Aloe vera, Bogenhanf und Alpenveilchen sind fürs Schlafzimmer zu empfehlen. Sie wandeln nämlich auch nachts schlechte Luft in Sauerstoff um, was alle anderen Pflanzen nur tagsüber tun.
  • Zwei Stunden vor dem Zubettgehen darf man nicht rauchen. Im Schlafzimmer selbst sollte überhaupt nie geraucht werden.
  • Bettzeug und Nachtkleidung müssen leicht und atmungsaktiv sein.
  • Wer am Kopf sehr leicht unter Kälte leidet, sollte mit einer Wollmütze oder Leinen-Haube zu Bett gehen. Zugegeben : Dazu gehört ein wenig Mut, vor allem in einer Partnerschaft. Früher war das eine Selbstverständlichkeit. Da hat man immer beim Schlafen eine Kopfbedeckung getragen. Auf Zeichnungen aus alter Zeit kann man das noch sehen. Da trugen viele Menschen weiße Schlafmützen.
  • Oft kann man bloß nicht schlafen, weil Kopf und Schultern auf zu hohen Kissen gebettet sind. Legen Sie niemals mehrere Kissen übereinander. Wählen Sie ein Gesundheits-Kissen. Es gibt heutzutage in einschlägigen Läden eine große Auswahl.
  • Achten Sie darauf, dass Sie auf einer guten Matratze liegen. Sie darf nicht durchhängen, darf auch nicht zu hart sein. Außerdem: Matratzen sollten alle 8 bis 10 Jahre erneuert werden. Sie nehmen viel Schweiß auf und sind nach so langer Zeit mit Millionen von Hausstaubmilben besiedelt.

Abendessen: Was ist gut, was ist schlecht?

Ein großer Feind des gesunden Schlafes ist das Abendessen. Ich möchte Ihnen einige Anregungen geben, wie Sie sich ernähren sollten, um einen guten und erholsamen Schlaf genießen zu können.

  • Essen Sie abends keine fetten Speisen.
  • Essen Sie weniger Fleisch, mehr Fisch.
  • Gehen Sie beim Abendessen mit dem Salz sparsam um.
  • Essen Sie abends nicht zuviel.
  • Ernähren Sie sich vor allem abends mit Naturprodukten, die reich am Mineralstoff Kalium sind. Das fördert am nächsten Morgen die Verdauung. Bauen Sie Soja-Produkte und gedünstete Kartoffel in Ihren Speiseplan ein. Würzen Sie mit frischer, kleingehackter Petersilie. Essen Sie gedämpftes Gemüse.
  • Wenn Sie nachts unter übermäßigem Schwitzen leiden: Trinken Sie jeden Abend vor dem Zubettgehen Salbeitee.
  • Achten Sie darauf, dass Sie nachts gut zugedeckt sind oder warm angezogen sind. Der Magen braucht Wärme zum verarbeiten der Nahrung. Wenn Sie eine schwache Verdauung haben, legen Sie sich einfach fürs bessere Einschlafen eine mit warmem Wasser gefüllte Gummiwärmflasche auf den Bauch.
  • Verzichten Sie abends auf Bohnenkaffee und scharfe Gewürze. Auch Alkohol ist nicht wirklich ein gesunder Schlafförderer.
  • Essen Sie abends gedünsteten Naturreis, vermischt mit einem geriebenen Apfel oder mit gedünsteten grünen Erbsen. Bauen Sie in Ihr Abendessen zum Dessert ein paar Trockenfrüchte ein. All diese Nahrungsmittel liefern reichlich den Mineralstoff Magnesium. Aber auch in Nüssen, Pistazienkernen, Weizenkeimen und Hirse ist Magnesium reichlich enthalten. Und es ist wichtig, dass sich über Nacht unsere Magnesium-Speicher im Körper auffüllen. Das ist wichtig für Herz und Kreislauf. Wenn Sie zu wenig magnesiumreiche Nahrung zu sich nehmen, dann lösen abends Sie einfach eine Magnesium-Brausetablette in einem Glas Wasser auf. Magnesium bringt Ruhe in den Organismus und fördert auf diese Weise die Einschlafbereitschaft.
  • Salat ist sehr wertvoll im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung. Aber nicht zu spät abends. Da gegen 19 Uhr die Leber ihre Arbeit stark reduziert, bleiben alle Speisen bis zum nächsten Morgen nur halb verarbeitet im Körper. Das schafft gesundheitsbelastende Gärprozesse. Völlegefühl, Blähungen und Bauchhochstand stellen sich ein. Die Folge: Man schläft schlecht, wälzt sich ruhelos von einer Seite auf die andere.
  • Daher essen Sie auch nicht zu spät. Und bitte: Nehmen Sie niemals zum Hauptabendprogramm im Fernsehen Ihre Abendmahlzeit ein. Sie haben bei einem spannenden Film keine Kontrolle über die Nahrungsmengen. Und wenn Sie zuviel essen, schlafen Sie schlecht.
  • Ein ideales leichtes Abend-Essen, das den Schlaf fördert: gedünstete Kartoffel mit Kräuter-Frischkäse. Oder Knäckebrot mit etwas Käse, Schinken und zwei Radieschen.