Die Bedeutung der Farben für Ihr Wohlbefinden

Die Bedeutung der Farben für Ihr Wohlbefinden

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Stellen Sie sich vor, unsere Welt wäre ohne Farben: Nur schwarz-weiß mit ein paar Grautönen. Schrecklich, nicht wahr. Zum Glück ist es nicht so, und wir leben mit und mitten in Farben. Und diese Farben sind unglaublich wichtig für unser Wohlfühlen, unsere Stimmung und auch für unsere Gesundheit. Damit Sie wissen, mit welchen Sie sich wo umgeben sollen - hier eine kleine Farbenlehre für Ihr persönliches Wohlbefinden.

Ich habe mal die wichtigsten Farben für Sie aufgelistet: Wie Sie wirken, welche Sie vermeiden sollten und wo sie am Besten zur Wirkung kommen. Mit der Wirkung von Farben auf unser Leben haben sich schon Psychologen, Ärzte und Heilpraktiker beschäftigt. Und der grosse Gehimrat von  Goethe hat immerhin die Farbenlehre publik gemacht.

Rostrot oder -braun, Terrakotta, Pfirsich und Orange

Diese Farben unterstützen vorhandene freundliche Gefühlslagen. Sie wirken entspannend, vermitteln das Gefühl von Wärme und fördern die Verdauung.
Sie verwenden diese Farbtöne am besten in Küche, Bad und Flur. Im Ess- und Whnzimmer, im Schlafzimmer und im Kinderzimmer.
Unangebracht sind sie in Arbeitsräumen und im Büro.

Lachs, Rosa, Pink und Perlmutt

Mit diesen Farben können Sie sich beruhigen und aufbauen. Sie haben eine sanfte und erholsame Wirkung.
Gut passen Sie in Kinderzimmer, in die Küche, ins Schlafzimmer oder in das Zimmer von Senioren.
Gar nict passen sie in Arbeitszimmer, in die Diele, ins Wohnzimmer oder ins Treppenhaus.

Burgunder-, Ziegel- oder Weinrot

Mit diesen Farben werden grosse Räume kleiner, sie wirken prachtvoll und beeindruckend, sind warm und belebend.
Am besten wirken sie auf kleinen  Flächen, in Küchen, im Flur und im Treppenhaus, in Spiel- und Sportzimmern.
Gar nicht passen Sie in Ihr Schlafzimmer, in einen Arbeitsraum oder in eine Werkstatt.

Grün, Mint, Jade, dunkles Meergrün

Diese Farben wirken kühlend und neutral. Sie vergrössern die Räume und sie beruhigen. Je dunkler das Grün, desto „schwerer“ wirkt es. Si vermitteln den Eindruck von Natur.
Sehr gut kommen sie in der Küche,  am Frühstücksplatz, in einem Wintergarten und im Entspannungsbereich zur Geltung.
Völlig unangebracht sind sie in  Räumen in denen Sie sich bewegen wollen, oder die kalt und dunkel sind.

Blau, Himmelblau, Königsblau und Grünblau

Diese Farben wirken kühl und luftig. Ohne andere Farben empfinden wir sie aber auch als kalt und steril.
Gut machen Sie sich im Schlafzimmer, im Bad, im Baby- und im Arbeitszim mer. Es sollten aber möglichst andere Farbtöne dabei sein.
Falsch sind sie Im Essbereich, in einem Spielzimmer, in der Diele und im Treppenhaus. Auch in dunklen Räumen kommen sie nicht gut an.

Grau, Taubengrau, Stahlgrau

Ohne sie mit anderen Farbtönen zu kombinieren sind diese Farben eher langweilig und machen keine Stimmung. Es sind einfach nur neutrale Farben.
Sie können sie quasi in allen Räumen einsetzen, aber wie gesagt: nur dann, wenn Sie andere Farbtöne auch verwenden.
Wenn Sie schon an Müdigkeit, Depressionen oder Erschöpfung leiden, dann sind es ganz bestimmt kein Farben für Sie.

Die Farbe Gold

Die erweckt den Eindruck von grosser Pracht und Reichtum. Aber nur dann, wenn auch die Räume entsprechend dimensioniert sind. In einem kleinen  Kämmerchen wirkt das eher  lächerlich.
Eigentlich sollten Sie es nur verwendn, um die Wirkung anderer Farben zu betonen.
Und auf gar keinen Fall dürfen Sie die Farbe Gold grossflächig verwenden.

Die Farbe Weiß

Sie erreichen damit eine kühle und duftige Farbwirkung. Wenn Sie es pur benutzen, haben Sie leider schnell einen sterilen Krankenhauseffekt.
Mit dieser Farbe können Sie andere Farben betonen. Es eignet sich also sehr gut als Kontrastfarbe. Gebrochenes Weiß wirkt wärmer, Sie werden sich wohler fühlen.
Grosse schneeweisse Räume wirken beängstigend und drücken auf Ihre Stimmung.

Magenta, Maulbeer und Lachsrosa

Verwenden Sie diese Farben in kleinen Mengen und auf kleinen Flächen, dann wirken sie beflügelnd und anregend.
Gestalten Sie damit das Schlafzimmer, die Diele, das Arbeitszimmer oder ein Seniorenzimmer.
Diese Farben sind unpassend für die Küche, für Büros und für das Bad.

Violett, Flieder, Lavendel, Orchidee

Diese Farben machen für Sie nur einen Sinne, wenn Sie zu ihnen eine positive Einstellung haben. Man muss sie mögen, sich daran zu gewöhnen ist sehr schwer.
Wenn sie Ihnen aber gefallen, dann verwenden sie diese Farben im Schlaf- und Arbeitszimmer. Oder in einem Raum, der Ihnen persönlich sehr wichtig ist.
Generell sehr schlecht sind sie, wenn  Sie an Depressionen leiden oder ein Mitbewohner seelische Probleme hat.

Farbe Schwarz

Wenn Sie diese Farbe zur beherrschenden Farbe machen, dann werden die Räume kleiner. Ausserdem wirkt Schwarz ermüdend und verbreitet eine kühle Athmosphäre. Gemütlich wird es da nicht.
Sparsam und mit anderen Farben eingesetzt kann es einen Raum sehr elegant machen.
Im Esszimmer, der Diele, dem Treppenhaus und der Küche sollten Sie Schwarz vermeiden.

Natürlich sind die Geschmäcker verschieden und Sie sollten sich mit den Farben umgeben, die Ihnen gefallen und die Ihnen ein gutes Wohngefühl geben. Aber lassen Sie sich Zeit, wenn Sie Farben auswählen, von denen Sie dann jahrelang umgeben sind. Denn wenn Sie die falschen aussuchen, dann werden Sie nach einiger Zeit feststellen: „Ich weiss nicht,  aber irgendwie fühle ich mich nicht wohl.“