Bärlauch als Knoblauch Ersatz

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Die 10 beliebtesten Küchenkräuter

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Bärlauch als Knoblauch Ersatz
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Seit der uralte Bärlauch in der modernen Küche wieder seinen Platz gefunden hat lautet die Streitfrage: "Ist Bärlauch besser als Knoblauch - oder umgekehrt?" Schwer zu entscheiden, denn vom gesundheitlichen und geschmacklichen Standpunkt aus liegen beide Küchenkräuter eigentlich gleich auf. Aber der Bärlauch hat schon Vorteile:

Sie können im Frühjahr selbst in den Wald gehen und ihn pflücken, bis er blüht. Dann schmeckt er in seiner wilden Form nur noch bitter.
Er ergibt den gleichen kräftigen und würzigen Geschmack wie Knoblauch - aber man stinkt bei weitem nicht so durchdringend und langanhaltend wie nach einem Essen mit viel Knoblauch.
Bärlauch kann gepflückt werden, wenn an den nördlichen Waldrändern noch Schnee liegt. Er ist das erste wildwachsende Frühlingskraut in unseren Breitengraden. Und er ist nicht nur eine Würze - er ist auch ein Naturapotheke mit wirklich bärenstarker Wirkung. Sie können ihn im Frühjahr pflücken, klein schneiden und in einem Glas unter Olivenöl das ganze Jahr aufheben und immer wieder verwenden.

Gesundheit pur

Die im Bärlauch enthaltenen Wirkstoffe machen ihn zu einem wahren Kraftwerk für die Gesundheit. Er enthält wichtige Mengen an Vitamin C, an Magnesium, Mangan, Eisen und ätherischen Ölen. Da vor allem das Alliin, das unter Lufteinfluß zum antibakteriellen Allicin wird. Er enthält auch wichtige Flavanoide.

Bärlauch reinigt das Blut

Die Inhaltsstoffe sind cholesterinsenkend, sie regen die Leber und die Galle an, helfen der Verdauung und regulieren die Darmtätigkeit, besonders nach einer Behandlung mit Antibiotika. Seine schwefelhaltigen ätherischen Öle wirken antibakteriell und töten Keime ab. Die antioxidative Wirkung des Bärlauchs verhindert die Ablagerung von Cholesterin an den Gefäßwänden, wirkt so der Arteriosklerose entgegen. Außerdem reguliert er Bluthochdruck. Eine Bärlauch-Kur ist eine unterstützende Therapie bei altersbedingten Gefäßerkrankungen,

Bluthochdruck und Arteriosklerose. Er hemmt im Darm das Wachstum schädlicher Bakterien ohne die gesunde Darmflora zu schädigen. Im Bärlauch findet sich ein hoher Anteil an Adenosin, das verbessert die Herzfunktion.

Zwei Bärlauchrezepte fürs Wohhlfühlen

Bärlauchrisotto

Zutaten für vier Personen:

350 g Risottoreis, ein Liter Fleisch- oder Hühnerbrühe, 120 g geriebener Parmesankäse, 100 ml Sahne, einige Safranfäden, einen Viertelliter trockenen Weißwein, ca. 200 g Bärlauch, zwei Schalotten, drei Esslöffel Olivenöl, ein Esslöffel Butter, Salz und Pfeffer.

Zubereitung:
Safran im Weißwein einweichen. Bärlauch gut waschen und sorgfältig abtrocknen. Die Hälfte des Bärlauchs pürieren und mit Brühe einen Brei erzeugen. Die Schalotten fein hacken und in zerlassener Butter und etwas Olivenöl glasig anschwitzen, Reis zugeben und kurz mit anschwitzen. Den Reis würzen (Salz, Pfeffer) umrühren mit dem Weißwein ablöschen und kurz ziehen lassen. Eine Kelle heiße Brühe zugeben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren kochen lassen bis die Brühe aufgesogen ist. Dann wieder eine Kelle Brühe zugeben. Etwa 20 Min. diesen Vorgang wiederholen, bis der Reis al dente ist. Die Sahne zugeben und einige Minuten unter rühren weiterkochen lassen. Den restlichen Bärlauch in feine Streifen schneiden und mit dem Bärlauch-Brei und dem Parmesan dem Reis zugeben, umrühren, abschmecken, 5 bis 10 Min. mit einem Deckel auf dem Topf ziehen lassen und dann anrichten. Passt sehr gut zu feinen Fleischgerichten.

Bärlauch-Frischkäse

Zutaten für zwei Personen:
250 g Frischkäse, ein Bund frischer Bärlauch, Kräutersalz.

Zubereitung:
Den Bärlauch fein hacken und mit dem Frischkäse gut verrühren. Mit Kräutersalz abschmecken. Kann sofort serviert werden. Passt zu Pellkartoffeln oder zu Gemüsesticks. Oder als Aufstrich auf Vollkornbrot.

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