Auch kleine Mengen Alkohol machen Krebs

Auch kleine Mengen Alkohol machen Krebs

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"Ein Gläschen in Ehren kann keiner verwehren", den Spruch haben Sie sicherlich schon etliche male gehört. Bleibe Sie hart, sagen Sie "Nein".  Denn auch kleine Mengen Alkohol machen Krebs. Vor allem dann, wen Alkohol zum täglichen Leben gehört: Das Bier zum Mittagessen, einige Glas Wein am Abend. Bei bestimmten Krebsarten wie zum Beispiel bei Krebs in der Mundhöhle, dem Rachen und in der Speiseröhre steigt das Risiko vermutlich schon ab 10 Gramm reinen Alkohol pro Tag.

Und die sind schnell erreicht - das ist nämlich ein kleines Bier. Frauen sind da besonders gefährdet: Ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken erhöht sich bei täglich 35 bis 45 Gramm Alkohol deutlich. Sehr häufig und sehr tödlich sind die Krebserkrankungen des Kehlkopfs, der Bauchspeicheldrüse und vor allem des Dick- und Enddarms. Allein beim Speiseröhrenkrebs hat Alkohol einen Anteil als Auslöser der Erkrankung von rund 48 Prozent bei Männern und 36 Prozent bei Frauen. Die Deutsche Krebsgesellschaft teilt dazu mit: "Experten vermuten, dass bei Männern etwa neun von zehn und bei Frauen rund die Hälfte der alkoholbedingten Krebserkrankungen und Krebstodesfälle vermieden werden könnten, wenn Alkohol in den empfohlenen Maßen getrunken würde: Bei Männern höchstens 20 g pro Tag, bei Frauen höchstens 10 g pro Tag." Wie Wissenschaftler kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer Causes and Control berichteten, sind ca. drei Prozent aller Krebsfälle in Deutschland auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen." Also Schluss mit dem Spruch: "Ein Gläschen in Ehren kann keiner verwehren."

So kann Alkohol einen Krebs auslösen

Besonders schlimm wird es, wenn zum regelmässigen Alkoholkonsum auch noch das Rauchen hinzukommt: Davon sind vor allem  Krebserkrankungen im oberen Verdauungs- und Atemtrakt betroffen. Warum aber hat der Alkoholkonsum, der ja mit zu unseren Lebensgewohnheiten zählt, eine so verheerende Wirkung in Bezug auf das Risiko einer Krebserkrankung? Das hat nach den Erkenntnissen der Wissenschaft folgenden Grund. An sich ist der Alkohol, also das Ethanol, vermutlich nicht der Krebsauslöser. Aber das Ethanol wird in unserer Leber zum giftigen  Acetaldehyd umgewandelt. Dieses wird dann weiter zu Acetat abgebaut. Wird aber dieser Prozess durch ständige Zuführung von weiterem Alkohol unterbrochen, dann wird die Leber überfordert, dann wird der Anteil des Zellgiftes Acetaldehyd zu gross, es wird nicht mehr abgebaut, es schädigt die Zellen - das Krebsrisiko steigt. Es kommt unmittelbar zur Leberzirrhose und zum Leberkrebs. Und mittelbar zu weiteren Krebsarten. Eine weitere Gefahr besteht darin, das Acetaldehyd sehr reaktionsfreudig ist und leicht Bindungen mit anderen Molekülen eingeht, darunter auch mit Bausteinen der Erbsubstanz (DNA). Diese kann geschädigt werden. Die mögliche Folge: Eltern die regelmäßig zu viel Alkohol zu sich nehmen, können erbgeschädigte Kinder bekommen. Besonders schlimm sind die Folgen, wenn werdende Mütter in der Schwangerschaft nicht vollständig auf Alkohol verzichten. Auch während der Stillzeit kann Alkohol das Neugeborene schädigen.

Alkohol trinken und das Krebsrisiko mindern

Nun ist unsere Lebensrealität aber so, dass der Alkohol für die meisten Menschen einfach dazu gehört. Geburtstage, Jubiläen, fröhliches Treffen mit Freunden - es wird getrunken. Und zwar meistens Alkohol. Also ist doch die Frage: Wie können wir ohne totale Abstinenz die schädlichen Folgen des Alkoholkonsums vermeiden oder zumindest verringern?

  • Wie wäre es mit einer dreiwöchigen Kur mit Artischocken-Frischpflanzensaft? Da trinken Sie täglich zwei EL Saft, mit wenig Wasser verdünnt. Die in derArtischocke vorhandenen Wirkstoffe Cynarin und Cynaridin helfen der Leber beim schnelle Abbau von Alkohol.
  • Alkohol ist ein großer Räuber. Er verbraucht schützende Mineralstoffe (Magnesium und Zink) und Spurenelemente. Da hilft eine in Abständen wiederholte Brottrunk-Kur (Apotheke). Der Brottrunk enthält sehr wirksame Milchsäure-Bakterien, die den Alkohol rasch aus der Leber abtransportieren.
  • Die verdrängten Vitalstoffe müssen schnell ersetzt werden, da sie für die Zellen bei der Krebsabwehr wichtig sind. Hier eine Auflistung von Lebensmitteln die da hilfreich sind:
    Zinklieferanten sind Hühnerherzen, Linsen, Leber, Eigelb, Walnüsse, Austern, Hummer und Aal, Haferflocken und Grünkern.
    Magnesiumlieferanten sind Vollkornprodukte, Bohnen, Erd- und Walnüsse, Mandeln, Kürbiskerne, Bananen, Rind- und Schweinefleisch, Pellkartoffeln und Tomaten. Sie sehen: Mit den richtigen Nahrungsmitteln können Sie mithelfen, das durch den Alkoholgenuss hervorgerufene Krebs-Risiko zu senken.

Noch ein guter Rat: Wenn Sie schon Alkohol trinken, dann bleiben Sie bei einer Sorte. Bier, Wein und Schnaps durcheinander getrunken - das bringt nicht nur einen sicheren Kater, das ist auch schädlich für ihre Zellen wegen der Kreuzreaktionen der verschiedenen Sorten Alkohol.