Anti Aging - Tipps für das Alter zwischen 25 und 35

Dem Alter kann niemand entkommen. Aber man kann es hinauszögern, man kann den Gang des Alterns verlangsamen und man kann es erträglich machen. Anti-aging wird das auf Neudeutsch genannt. Und ist doch nichts anderes, als seinem Körper - dem jeweiligen aktuellen Alter angepasst - das zu geben, was er braucht. Körperlich beginnt das Altern etwa ab Mitte der Zwanziger. Knochen, Muskeln und Gelenke spüren Belastungen, die Zellen erneuern sich nicht mehr so rasch, Freie Radikale nagen am Immunsystem, die Haare werden lichter und dünner, aus Fältchen werden Falten und die Muskeln erschlaffen. Und die Figur verändert sich leider auch. Ich habe mich bemüht, diesen Prozess in Altersgruppen aufzuteilen: 25 bis 35, 36 bis 45, 46 bis 55 und darüber. Innerhalb dieser Altersgruppen möchte ich Ihnen Ratschläge geben, wie Sie dem Altern entgegen treten können. Es lohnt sich, diesen Kampf möglichst früh aufzunehmen.

 

TREIBEN SIE AUSDAUERSPORT

Ihr Bindegewebe ist noch elastisch, körperlich sind Sie in Hochform. Sie probieren das Leben aus, sammeln Erfahrungen. Ihr Immunsystem funktioniert so gut wie später nie mehr. Treiben Sie jetzt regelmässig Ausdauersport, trinken Sie wenig Alkohol und Rauchen Sie nicht - dann erhalten Sie Ihren Körper in guter Form. Haut und Gewebe bleiben so länger Frisch. Was Sie jetzt an Muskeln und Fitness aufbauen, das wird Sie lange begleiten. Ihr grösster Feind wird die Sonne sein. Viele glauben, dass man in diesem Alter sonnenresistent ist - Irrtum: Die meisten Sonnenschäden entstehen in diesem Lebensabschnitt. Braun ist geil - aber es macht die Haut krank.

Legen Sie für sich selbst ein Ihrem Alter und Ihrer Kondition angepasstes Fitness-Training fest. Sie müssen sich fordern, Rumhängen am Swimmingpool hat mit Fitness nichts zu tun. Sie sind in dem Alter der langen Nächte, eine Nacht durchmachen ist immer drin. Aber Sie brauchen auch Erholungspausen. Zeiten, in denen Sie inaktiv sind, in denen Sie relaxen, es sich einfach nur gut gehen lassen. Pro Woche sollten Sie mindestens zwei solche Tage in Ihren Lebensplan einbauen.

Sie beginnen Ihren Lebensaufstieg, die Ausbildung ist vorbei. Jetzt werden Sie gefordert. Kein Problem, denn Sie sind voller Power. Sie können ruhig an Ihre Leistungsgrenzen gehen, hin und wieder sogar darüber hinaus. Ihre Regenerierungszeiten sind kurz, nach ein paar Stunden Schlaf sind Sie wieder fit. Auch Alkohol wird in diesem Lebensabschnitt noch sehr gut vertragen, die Leber regeneriert schnell. Da in diesem Alter meistens eine leichte Tagescreme ausreicht, brauchen Sie die Badezimmerregale nicht mit kosmetischen Hilfsmitteln zu füllen. Denn noch sollten Sie Ihren Hauttyp von einer Kosmetikerin feststellen lassen.

Es geht um Ihre Gesichtshaut. Sehr oft passiert es, dass die Gesichtshaut auch nach der Pupertät munter fortfährt, sehr viel Fett zu produzieren. Das hat zwei Folgen: Erstens haben Sie fast immer eine glänzende Nase oder Kinn, zweitens kann die übermässige Fett- und Talgproduktion die Poren verstopfen - Sie werden Ihre Jugendpickel nicht los. Benutzen Sie täglich ein Waschgel und ein Gesichtswasser. Und einmal in der Woche sollten Sie sich ein Peeling gönnen. Noch sind Ihre Augen jung und stark und können viel Sonnenlicht ertragen.Aber: Sie bekommen Krähenfüsse, wenn Sie bei starker Sonneneinstrahlung keine Sonnenbrille tragen. Die sollte nicht nur nach modischen Gesichtspunkten, sondern auch nach ihrem Lichtschutzfaktor ausgesucht sein. Lasssen Sie sich über den UV-Faktor beraten.

HÄUFIGES FÄRBEN SPALTET DIE HAARSPITZEN

In diesem Alter sollten Sie eigentlich noch keine Probleme mit Ihren Haarebn haben. Es regenriert sich gut, es wächst schnell und es fällt kaum aus. Wahrscheinlich wechseln Sie auch die Haarfarbe gerne und öfters: Heute braun, morgen blond, Strähnchen, Henna - was es eben so gibt. Da allerdings muss ich Sie schon warnen: Häufiges Färben strapaziert das Haar, macht es porös und anfällig - es wird dünner, die Haarspitzen können sich spalten. Deshalb sollten Sie bei jeder dritten Haarwäsche Color-Care-Produkte verwenden. Und einmal in der Woche sollten Sie Ihrem Haar eine Intensiv-Kur mit vitaminverstärkten Pflegemitteln gönnen. Das erhält die Leuchtkraft und pflegt die Haaare bis tief in die Wurzeln hinein. Übrigen: Wenn Sie volles und schönes Haar bis ins Alter haben wollen, dann sollten Sie nicht Rauchen: Nikotin ist schädlich für die Haarwurzeln, es beeinträchtigt die Durchblutung der Kopfhaut.

MEIDEN SIE ALCOPOPS

Wir leben in ein er stressigen Zeit und in einer geschädigten Umgebung. Noch müssen Sie nicht unbedingt darauf achten, aber einige Regeln gelten auch für junge Menschen, wie Sie einer sind: Es geht um die Ernährung. Sie ist eigentlich das A und O, wenn es um das Thema „Anti aging“ geht. Wenn Sie sich viel bewegen, dann ist es eigentlich nicht das Problem der Menge - sondern des Inhalts. Jetzt schon sollten Sie sich an folgenden Mix halten: 35 Prozent Kohlenhydrate, 20 Prozent Fett (möglichst wenig tierisches), 5 Prozent Zucker, 20 Prozent Eiweiss, 10 Prozent Ballaststoffe, 10 Prozent Inhaltsstoffe. Das bedeutet: Weniger Fleisch- oder Fastfood-Genuss, viel Obst und Gemüse, wenig Limonaden, Mixgetränke oder Alcopops, möglichst ein bis zweimal in der Woche frischen Meeresfisch, pflanzliche Öle und Vollkornprodukte. Wenn Sie Ihren Körper jetzt an eine ausgewogene und vernünftige Ernährung gewöhnen, dann haben Sie später kaum Gewichtsprobleme. Und brauchen weder Fasten noch Diäten.

Beschliessen Sie doch einfach, mal eine Woche vegetarisch zu leben: Kein Fleisch, keine Wurst, kein Schinken. Dafür Obst, Gemüse, Eierspeisen, Milchprodukte und Fisch. Machen Sie sich einen Speiseplan. wir haben Erntezeit, der Tisch von der Natur ist gedeckt wie sonst nie.

FITNESS: JETZT MÜSSEN SIE DEN RÜCKEN FÜRS ALTER STÄRKEN

Fitness - das grosse Thema. Sie sind stark, Sie haben kurze Regenerationszeiten, Sie können hinlangen. Ein starkes Joggingprogramm bis hin zu 10-Kilometer-Läufen fördert Ihre Ausdauer, stärkt das Herz-Kreislauf-System. Dabei können Sie auch Ihre Fettverbrennung optimieren. Auch ausgedehnte Touren mit dem Mountain-Bike sind jetzt ohne Probleme machbar. Dabei müssen Sie aber auf die Qualität des Bikes achten. Besonders der Federungskomfort ist wichtig - wegen Ihrer Wirbelsäule. Suchen Sie sich jetzt schon einen Sport aus, den Sie auch mit 40, 50 oder 65 noch machen können. Stärken Sie jetzt durch ein Spezialtraining vor allem Ihren Rücken, denn Sie werden wahrscheinlich noch etliche Jahrzehnte an einem Schreibtisch oder vor einem Computer hocken. Achten Sie darauf, dass die von Ihnen ausgewählten Hauptsportarten Gelenke-, Sehnen- und Bänder schonen. Zusätzlich zum Ausdauer-Workout sollten Sie ein leichtes, regelmässiges Kraftrainig machen. Auch Ihre Muskeln verlieren Kraft, wenn Sie nicht regelmässig trainiert werden. Liegestütze, Sit ups, Kniebeugen - und das alles im Zeitlupentempo - bringen am meisten.

MACHEN SIE SICH OSTEOPOROSEFEST

Wir leben in einer stressigen Zeit und in einer geschädigten Umgebung. Wir brauchen deshalb mehr Vitamine und Vitalstoffe - bekommen aber über die Nahrung immer weniger. Der Grund: Die Böden sind ausgelaugt, über die Luft- und Umweltverschmutzung gelangen giftige Schwermetalle ins Erdreich, dort verdrängen Sie die Mineralstoffe bei der Nahrungsaufnahme der Pflanzen. Statt lebenswichtiger Mineralien speichern die Pflanzen giftiges Blei, Cadmium und ähnliche Schadstoffe. Diese gelangen über die Nahrungskette in unseren Kreislauf, schädigen dort die Zellen und das Erbgut. Das bedeutet, dass Sie genau darauf achten müssen, wo Ihre Lebensmittel herkommen. Und dass Sie sich mit dem Gedanken vertraut machen müssen, dass Sie ohne Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr auskommen. Jetzt schon müssen Sie Ihren Körper auf den zunehmenden Mangel der nächsten Jahrzehnte vorbereiten. Machen Sie sich osteroporosefest.