Anti-Aging Tipps für das Alter ab 56

Noch nie war die Pflege und das äußere Aussehen für Menschen ab 55 so wichtig wie heute. Denn in diesem Alter gehören Sie eben noch nicht zum alten Eisen - und das soll man auch sehen. Sie wollen gut und frisch aussehen, Sie wollen sich Ihre Spannkraft erhalten, Sie wollen gesund sein und Sie wollen Attraktivität ausstrahlen.

Das Alles ist kein wirkliches Problem, viele Menschen sehen heute viel jünger aus, als es im Pass steht. Das können Sie auch erreichen. Aber dafür müssen Sie etwas tun, dieser Sieg über Zeit und Alter fällt Ihnen nicht einfach in den Schoss. Und, im Vertrauen gesagt, je älter Sie werden, desto intensiver müssen Sie sich mit Hautpflege, der richtigen Ernährung und dem richtigen Sport beschäftigen. Wie schon gesagt, es ist heutzutage weder für eine Frau noch für einen Mann schwer, jünger auszusehen und vitaler zu sein als sie tatsächlich sind. Dafür gibt es genügend Beispiele, wahrscheinlich gehören Sie ja auch dazu. Aber damit es so bleibt, wollen Sie etwas tun - da habe ich ein paar Tips für Sie.

 

ENDGÜLTIG SCHLUSS MIT DEM RAUCHEN

Das grösste Problem ist in den Jahren ab 55 die Hormonumstellung. Die Haut ist spürbar trockener, sie ist auch nicht mehr so gut durchblutet. Was tun? Die Hände, das Dekollete´ und der Hals sind am verräterischsten. Dort ist das Fettgewebe extrem dünn, die Haut wird gerade an diesen auffälligen Stellen sehr schnell sehr faltig. Sparen Sie nicht an speziellen Pflegecremes. Die sollten aber gleichzeitig gegen Pigmentstörungen wirken, die an diesen Stellen ebenfalls sehr schnell auftreten: Das sind die sogenannten Altersflecken. Auch dicht unter der Haut liegende Adern und Äderchen treten hervor und sind sichtbar. Generell braucht die Haut jetzt sowohl mehr Fett, Kollagen und Feuchtigkeit als bisher. Die direkte UV-Einstrahlung der Sonne wird jetzt immer gefährlicher für Sie, denn bei zu langem Sonnenbad entstehen seht tiefe Falten, die sozusagen in die Haut eingebrannt werden. Jetzt haben Sie die letzte Chance, für Ihre Haut durch konsequente Nikotinabsage noch etwas zu tun. Achten Sie beim Make up darauf, dass hartte Farben älter machen. Augen und Lippen nur dezent schminken, in weichen Farbtönen. Verwenden Sie Teintgrundierungen, die dem eigenen Hauttyp ähneln.

SIE BRAUCHEN PHYTOHORMONE

Das Thema Haut ist zu wichtig, um es an einem Tag kurz abzutun. Unter der Bezeichnung „Anti-Age“ gibt es viele Produkte. Achten Sie daruf, dass Ihre Tages- und Nachtcreme die Vitamine A, C, das Coenzym Q 10 und/oder Phytohormone enthält. Denn die fördern die Bildung von Kollagen und schützen vor freien Radikalen. Auch Cremes mit viel Hyaluronsäure sind wichtig: Sie helfen der Haut, Feuchtigkeit zu binden. Je mehr Feuchtigkeit Ihre Haut speichern kann, desto praller und glatter wirkt sie. Das Kollagen brauchen Sie, um die Haut zu stützen und abzupolstern.

HALTEN SIE IHREN GEIST JUNG

Richtig zu altern heisst in Würde zu altern. Dazu gehört ein wacher Geist. Hören Sie einfach nicht auf, sich zu bilden, Zeitung zu lesen, Kreuzworträtsel zu lösen, sich für die Welt und das Geschehen zu interessieren. Kapseln Sie sich nicht ab, versenken Sie sich nicht nur in Erinnerungen sondern suchen Sie neue Erlebnisse. Machen Sie altersangepassten Erlebnisurlaub, beginnen Sie mit einem neuen Hobby. Lassen Sie nie den Kontakt zur Jugend abbrechen. Glauben Sie mir: Junge Menschen suchen den Rat der Älteren, nicht unbedingt den der Eltern. Trainieren Sie Ihr Gedächtnis durch Merkspiele. Bewältigen Sie Ihr Leben so lange allein, wie es Ihnen möglich ist.

MEHR EIWEIS, ZUCKER WEG

Über die richtige und gesunde Ernährung ist schon viel geschrieben worde. Aber gibt es denn einen speziellen Speiseplan für die Jahre über 55? Nein, den gibt es nicht. Aber es gibt wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse. Die Allerwichtigste: Viel weniger Fett, mehr leicht verdauliches Eiweiss und eine radikale Reduktion von Zucker und Kohlenhydraten. Dafür mehr Ballaststoffe aus Obst und Gemüse. Ersetzen Sie die Butter, den fetten Käse und die fette Streichwurst durch Produkte der Magerstufe. Lassen Sie zweimal in der Woche eine Hauptmahlzeit einfach ausfallen. Streichen Sie Produkte aus ausgemahlenem Weissmehl und greifen Sie zu Vollkornprodukten. Machen Sie die Sojabohne zu einem Lebensmittel. Informieren Sie sich über die Problematik der gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Essen Sie zweimal in derWoche Fisch, der Omega 3 Fettsäure enthält (Lachs, Makrele, Hering, Thunfisch). Verwenden Sie Pflanzenöl (Oliven-, Lein-, Rapsöl). Reduzieren Sie einfach die Gewichtsmenge Ihrer täglichen Nahrung um rund 35%.

WIRKSTOFFE FÜR MEHR HAAR

Aus den vereinzelten Silberfäden sind schon längst weisse Strähnen geworden, die natürliche Haarfarbe wird immer weniger. Der Grund: Ihre Haarfarbe wird durch den Melaningehalt in der Haarwurzel bestimmt. Ab ca.55 aber lässt die Melaninproduktion nach, die Farbpigmente im Haar werden durch Luftbläschen ersetzt - Ihr Haar wird grau und weiss. Dem können Sie mit repigmetierenden Präparaten begegnen. Diese bringen durch Luftoxidation die natürliche Haarfarbe schrittweise wieder zurück. Bei dunklen Haaren geht das besser als bei blonden. Jetzt ist aber leider auch die Zeit angebrochen, in der Sie jeden Morgen immer mehr Haare in Kamm und Bürste finden - die Haare fallen verstärkt aus, die Pracht wird dünner. Da gibt es unendlich viele Mittel, die meistens nur den Produzenten beim Geldverdienen helfen. Aber eine neue Technologie setzt sich durch: Auf Ihre Kopfhaut werden spezielle Pflaster aufgeklebt, deren Wirkstoffe können dann 24 Stunden lang besonders intensiv auf die Haut einwirken. Ihre Wirkung: Zellversorgung und Sauerstoffanreicherung der Haarwurzeln, die Haarproduktion wird so gesteigert. Das Haar füllt sich wieder auf.

Noch ein Haar-Tip: Kürzer und heller machen jünger. Der beste Jungmacher-Schnitt ist ein kinnlan ger Bob in hellem, warmen Grundton. Zu dunkle Farben betonen leider die Falten. Stufen, Fransen und Higlits im Haar machen Sie jünger. Noch etwas zum Thema Anti-Aging: Wer von innen strahlt, der wirkt jünger. Es ist nachgewiesen, dass Menschen mit einer optimistischen Grundeinstellung weniger Alterserscheinungen zeigen als negativ gestimmt Menschen. Positives Denken kann man lernen, da gibt es Bücher und Kurse. Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist Zufriedenheit. Wenn Sie merken, dass bei Ihnen die negativen Gedanken überhand nehmen, dann wandeln Sie die ihn ins Positive um. Zum Beispiel: Es ist überraschend kühl geworden, jetzt nicht jammern, sondern sich sagen „Toll, da kann ich ja schon mal meine Herbstgarderobe anziehen.“ Ein Regentag ist ein positiver Tag, weil die natürliche Feuchtigkeit Ihrer Haut hilft. Die Enkel bringen keine lästige Unruhe, sondern Leben ins Haus.

RADFAHREN GEGEN DAS ALTERN

Wer sich über das magische Alter 55 jung erhalten will, der kommt um den Sport und die richtige Bewegung nicht herum. Streichen Sie das Extreme: Marathon, Mountainbiking, Surfen, Wasserski, anstrengende Geländeläufe. Für Sie ist ideal: Ski-Langlauf (bis ca. 12 km), Nordic walking (bis zu 6 km), täglich 20 Minuten schwimmen. 50 bis 60 Kilometer Radfahren pro Woche. Jetzt wird es Zeit für das Fitness-Studio, in dem Ihnen ein geschulter Trainer Ihr spezielles Fitness-Programm entwirft, die Kraft- und Ausdauerübungen auf Sie abstimmt. Spitzenreiter ist auf jeden Fall das gute alte Fahrrad. Vermeiden Sie alles, was die Gelenke, Bänder und Sehnen zu stark beanspricht. Muskelaufbau und - erhalt ist jetzt wichtig. Probieren Sie es mit Golf. Da laufen Sie stundenlang (vier bis fünf) über freies Gelände, schlagen Golfbälle über grosse Entfernungen (Schnellkraft), trainieren Ihre Konzentration ( das Einlochen) und gehen mindestens 10 Kilometer (ca. 1000 Kalorien sind weg). Und das alles bei Wind und Wetter. Ausserdem sind die obligatorischen Streck- und Dehnübungen gut für Sie. Die Zeiten, dass Golfen ein elitärer Sport war sind auch schon lange vorbei.