Alkohol: Das sind die Folgen für Ihren Körper

Die Folgen des Alkoholkonsums

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Das Thema "Alkohol: Das sind die Folgen für Ihren Körper" ist ein heikles Thema. Denn Alkohol gehört seit Jahrtausenden zu unserer Lebenskultur. "Zwischen Leber und Milz passt immer noch ein Pils" - den Spruch kennen wir alle. Aber zwischen Leber und Milz liegt in unserem Körper die Bauchspeicheldrüse und bei der kann zuviel Alkohol einen tödlichen Krebs auslösen. Alkohol hat einfach böse Folgen für unseren Körper - und daran sterben jährlich Millionen. Ob Immunsystem. Leber, Gehirn, Haut oder Darm - es gibt kaum ein Organ in unserem Körper das unter Alkohol und seinen Folgen nicht leiden muss.

Alkohol - so viel ist drin

Wenn ich Ihnen jetzt sage, wie viel Alkohol pro Tag für Mann und Frau noch verträglich sind - dann werden Sie das gar nicht glauben wollen: Das sind beim Mann gerade mal ein halber Liter Bier oder ein Viertelliter Wein, für die Frau wird die Hälfte angegeben. Ich habe   da mal eine Tabelle zusammengestellt:

  • 0.3 l helles Bier hat ca, 4.8 % = 11.5 g Alkohol
  • 0.2 l Wein hat ca. 11% = 7.7 g Alkohol
  • 0.1 Sekt hat ca 11% = 8.8 g Alkohol
  • 0.02 l Korn hat 32% Alkohol = 0 5.1 g Alkohol
  • Likör 0.02 l hat 20% Alkohol = 3.2 g Alkohol
  • Whisky 0.02 l hat 42% = 6.7 g Alkohol

Jetzt können Sie sich selbst ausrechnen, wie viel Alkohol Sie pro Tag zu sich nehmen. Diese Menge täglich ist problemlos und hat keine Folgen für Ihren Körper. Allerdings sollten Sie an zwei Tagen in der Woche völlig auf Alkohol verzichten.

Alkohol steigert das Krebsrisiko

Zu den bösen Folgen die Alkohol für Ihren Körper hat, gehört ohne Zweifel das steigende Krebsrisiko. Dabei ist es vollkommen egal, ob Sie den Alkohol als Bier, Wein oder harte Schnäpse konsumieren. Der Satz "Ich trinke doch nur Bier, das kann doch nicht schaden" - ist reiner Selbstbetrug. Bei zu hohem und vor allem regelmäßigem Alkoholgenuss steigt das Krebsrisiko für den Mund- und Rachenraum, für die Speiseröhre, die Bauchspeicheldrüse, Darm, Lunge, Leber und die weibliche Brust. Völlige Sicherheit gibt es hier nur bei totalem Alkoholverzicht.

Rotwein schützt das Herz - in kleinen Mengen

Mit einem Märchen möchten ich gleich aufräumen: "Rotwein schützt das Herz und hält es gesund." Das stimmt bedingt, weil in den roten Trauben bestimmte Stoffe vorhanden sind, welche die Herzgesundheit fördern. Aber dafür genügen etwa 0.2 l an einigen Tagen in der Woche. Regelmäßige zu hoher Verbrauch von Rotwein kann zu  Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelentzündungen führen. Übrigens: Diese schützenden Stoffe sind auch im Traubensaft enthalten - und der ist alkoholfrei.

Alkohol entzieht dem Körper Vitalstoffe

Alkohol und die Folgen - dazu gehören auch Verdauungsprobleme. Alkohol enthält Zellgifte. Die möchte der Körper schnell wider los werden und ruft die Hauspolizei: Er reagiert mit Erbrechen und Durchfall. Wenn Sie also gewaltig über den Durst getrunken haben, dann sollten Sie eigentlich froh sein, wenn der Magen rebelliert und die großen Mengen Alkohol explosionsartig wieder von sich gibt. Wer regelmaessig trinkt, der riskiert eine Magenschleimhautentzündung. Darüber hinaus verhindert Alkohol, das der Darm bestimmte Mineralien und Vitamine aufnimmt. Es kommt zu Mangelerscheinungen - zum Beispiel beim Magnesiumhaushalt.  Wenn Sie regelmäßig viel Alkohol trinken, dann müssen Sie Magnesium zuführen.

Alkohol macht impotent

Meiden Sie in Zeiten grassierender Grippe jeglichen Alkohol: Kein Feierabendbierchen, kein wärmender Tee mit Rum, kein Aufwärmschnäpschen - Alkohol lähmt das Immunsystem indem er bestimmte Abwehrzellen ausschaltet. Bakterien und Viren können leichter eindringen und Infektionen hervorrufen. Alkohol und Sexualität spielen sehr oft zusammen. Für die Männer nicht immer zum Vorteil: Er senkt den Testosteronspiegel im Blut. Die Folge: Das Verlangen ist da, das Vermögen ist weg - er kann nicht mehr, die Erektion ist zu schwach. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist jeder zehnte Alkoholabhängige impotent.

Alkohol führt zur Fettleber

Kommen wir zum Problem Leber und Alkohol. Die Leber ist für den Abbau von Alkohol im Blut verantwortlich. Aber zu viel alkoholische Getränke zerstören die Leberzellen. Und die Leber beginnt Fett in den Leberzellen einzulagern (Fettleber). Wird eine Fettleber festgestellt, dann muss radikal Schluss mit Alkohol sein, denn sonst kann sie sich entzünden. Wird die Entzündung chronisch, dann droht die Leberzirrhose, das Lebergewebe vernarbt und funktioniert nicht mehr. Dann kann sehr oft nur noch eine Lebertransplantation vor dem Tod retten.

Gefahr für die Bauchspeicheldrüse

Wir erwähnten anfangs die Bauchspeicheldrüse. Die ist total wichtig für die Fett-, Eiweiß- und Zuckerverdauung im Dünndarm. Und sie reguliert den Blutzuckerspiegel. Chronischer und hoher Alkoholkonsum kann zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen. Das bedeutet Lebensgefahr, vor allem wenn die Entzündung chronisch wird. Denn die Folge der Entzündung ist in sehr vielen Fällen ein Bauchspeicheldrüsenkrebs. Und der ist kaum heilbar.

Kampf der "Schnapsnase"

Sehr oft erkennt man alkoholischen Missbrauch an der knolligen, blauroten "Schnapsnase" des Betroffenen. Alkohol raubt der Hut ihre Schönheit und Gesundheit. Sie altert schnell, wird grau und faltig, Blutgefässe platzen und es gibt die blau-roten Äderchen im Gesicht. Es entstehen auch Pickel oder sogar eitrige Geschwüre. Da konsequenter Alkoholmissbrauch das Immunstem schwächt, kommt es zum Befall von Warzen und zu Herpes.

Zu viel Alkohol zerstört das Gehirn

"Der hat sich blöd gesoffen", sagt der Volksmund in aller Brutalität. Oder "Der hat sein Hirn versoffen." Stimmt leider. Alkohol zerstört Nervenzellen, es kommt Konzentrationsschwächen und die Gedächtnisleistung geht in den Keller - alkoholkranke Menschen sind sehr vergesslich. Dazu kommen Sprachschwierigkeiten, Verlust der Balance und Unsicherheiten beim Gehen. Häufig kommt es auch zu Scherzen, einem unangenehmen Kribbele in Armen oder Beinen und zu Muskelkrämpfen.