Albträume: So retten Sie Ihre Nachtruhe

Albträume: So retten Sie Ihre Nachtruhe

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Vermutlich haben Sie das selbst auch schon erlebt: Man geht abends nichts Böses ahnend zu Bett, freut sich auf eine erholsame Nacht und schläft vorerst friedlich ein. Wenige Stunden später schreckt man hoch, voll Angst und schweißgebadet. Man hatte einen Albtraum. Wenn das hin und wieder passiert, dann hat das keine Bedeutung. Häufen sich aber die Alpträume, dann kann das im Laufe der Zeit zu seelischen und körperlichen Gesundheitsstörungen führen. In diesem Fall muss man etwas unternehmen, damit die Alpträume wieder verschwinden. Da gibt es eine Reihe von natürlichen Mittel, die helfen können.

Albträume treten bei Frauen und Männern öfter auf als man denkt. Manche haben diese nächtlichen Horror-Erlebnisse schon als Kind im Alter von 10 oder 11 Jahren. Manche machen erst im Erwachsenen-Alter Bekanntschaft damit und werden dann ein Leben lang damit gequält.

Wieweit können regelmäßig auftretende Albträume der Seele und dem Körper schaden?

  • Es können Ängste aufgebaut werden, weil man sich schon den ganzen Abend vor dem nächsten nächtlichen Erlebnis fürchtet. Dadurch kann es zu Einschlafstörungen kommen.
  • Man hat viele Stunden des nächstes Tages schwache Nerven oder schlechte Laune.
  • Es kommt tagsüber zu Stress-Situationen, weil man die Angst, den Zorn, die Traurigkeit oder aber auch den Ekel aus dem Albtraum mit sich schleppt und nicht verdrängen oder gar vergessen kann.
  • Wer immer wieder Albträume hat, ist bei stressreicher Arbeit verstärkt gefährdet, in ein Burnout Syndrom hineinzuschlittern.
  • Sehr oft leidet eine Partnerschaft darunter. Zu viele Albträume können Liebeslust und Liebeskraft massiv stören.
  • Menschen mit häufigen Albträumen leiden meist auch an verstärkter Infektanfälligkeit, sind daher häufig krank, weil das Immunsystem nach und nach geschwächt wird.

Wie kommt es nun eigentlich zu Alpträumen?

Unter normalen Umständen erlebt jeder von uns während der Nacht vier bis fünf Schlafphasen. In den meisten Fällen kommt es zum Albtraum während der REM- Schlafphase. Das ist jenes Schlaf-Segment, in dem der Mensch die Augen schnell unter den Lidern bewegt. Während der Nacht kommt es zu mehreren REM-Phasen. Albträume treten überwiegend in der zweiten Hälfte der Nacht auf, weil da die REM-Phase am längsten andauert.

In diesem Zusammenhang ergibt sich de Frage: Wodurch wird der Albtraum ausgelöst? Was ist die Ursache für oft schreckliche Szenen: Man wird von einem Ungeheuer verfolgt. Man stürzt ins Nichts. Man hält die Türe zu, schafft es aber nicht, einen Verfolger abzuschütteln. Man sieht ein Auto auf einen zurasen, hat aber nicht die Kraft, zur Seite zu springen. Und vieles anderes mehr.

  • Wer den ganzen Tag enormen Stress-Situationen ausgesetzt ist, erlebt nachts einen Albtraum, weil er die Stress-Belastung tagsüber nicht abbauen konnte.
  • Der Tod eines geliebten Menschen, eine Trennung oder eine lebenswichtige Entscheidung, die man treffen muss: Das alles kann nachts zu einem Albtraum werden.
  • Einschneidende Veränderungen im Leben erhöhen das Risiko für einen Albtraum: Wenn man für immer das Land verlässt, wenn man einen extremen Berufswechsel vornimmt.
  • Aber auch ein schwerer Unfall, den man überlebt hat, eine Verletzung können die Ursache für einen Albtraum sein.
  • Was wenige wissen: Manche Medikamente, die im Zuge einer Erkrankung eingenommen werden müssen, können Albträume auslösen. Dazu gehören Medikamente, die im Gehirn die Hormone Serotonin, Noradrenalin und Dopamin beeinflussen. Manche Antibiotika, Betablocker und Antidepressiva können zu Albträumen führen.
  • Umgekehrt kann es zu solchen Träumen kommen, wenn bestimmte Arzneien abgesetzt werden.
  • Atemwegsprobleme – wie zum Beispiel die Schlafapnoe – können Alpträume fördern.
  • Was viele nicht gern hören werden: Wer zuviel Alkohol trinkt, kann damit Albträume fördern.

Wenn man all die Ursachen weiß, kann man in vielen Fällen die Gefahr für einen Albtraum senken. Die Medizin hat spezielle Therapie-Programme für Menschen, die immer wieder an Albträumen leiden und gefährdet sind, seelischen und körperlichen Schaden zu erfahren. Da gibt es Behandlungen in einem Schlaflabor. Da gibt es Gespräche mit Psychologen und Psychiatern über die erlebten Schreckensträume. Da werden aber auch Atem- und Entspannungsübungen angeboten.

Für sich selbst kann jeder mit einfachen Naturrezepten versuchen, Albträume aus dem Schlaf fern zu halten.

  • Wer zu Albträumen neigt und tagsüber viel Stress hat, sollte nicht am Morgen Sport treiben, sondern nach Feierabend. Dann profitiert die Schlafqualität davon. 
  • Man sollte nach 19 Uhr nicht mehr schwere und all zu fette Speisen konsumieren. Man sollte abends höchstens ein Glas Wein trinken. Und man sollte auch kein Mineralwasser mit viel Kohlensäure wählen.
  • Genießen Sie vor dem Zubettgehen ein entspannendes Wannenbad mit Lavendelblüten und Melissenblättern. Mischen Sie Lavendel und Melisse zu gleichen Teilen. Überbrühen Sie in einem Küchentopf drei Hände voll von dieser Mischung mit 3 Liter kochendem Wasser und lassen Sie das Ganze zugedeckt 15 Minuten stehen. Dann durchseihen und die Melisse-Lavendel-Brühe ins Badewasser gießen und mit beiden Händen gleichmäßig verrühren. Man badet darin 20 Minuten, atmet dabei tief aus und ein. Danach abtrocknen, in einen kuscheligen Frottee-Mantel schlüpfen und im Bett 30 Minuten nachdampfen. Danach einen Pyjama oder ein Nachthemd anziehen und einschlafen.
  • Gegen häufige Alpträume gibt es auch eine sehr wirkungsvolle Massage. Holen Sie sich aus der Apotheke Sandelholz-Öl. Es kann –äußerlich aufgetragen –Ängste und Nervosität abbauen. Für eine Massage mischen Sie 3 Tropfen vom Sandelholz-Öl mit 1 Teelöffel Mandelöl. Damit massieren Sie 30 Minuten vor dem Zubettgehen Schultern und Nacken, aber auch Arme und Beine sanft ein.
  • Das dritte Rezept, mit dem man das Risiko für einen Alptraum senken kann: Sie sollten in der Hausapotheke immer ein Fläschchen mit Blutorangen-Öl vorrätig haben. Schnuppern Sie direkt an dem Fläschchen, bevor Sie zu Bett gehen. Oder stellen Sie am Nachttisch eine Schale mit lauwarmem Wasser auf und träufeln Sie 5 bis 7 Tropfen von dem Blutorangen-Öl auf die Oberfläche. Dann atmen Sie während des Schlafes das ätherische Öl aus der Raumluft ein.

Und dann gibt es noch zwei wirksame Waffen gegen Alpträume: Meiden Sie brutale Filme im Fernsehen. Lesen Sie lieber fröhliche Texte in einem Buch. Oder hören Sie Musik, bei der Sie sich wohlfühlen...