Wurzelgemüse: Gesundheit die schmeckt

Wurzelgemüse: Gesundheit die schmeckt

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Es entwickelt sich im Sommer in der Erde, wächst heran und bildet jede Menge Vitalstoffe in sich: das Wurzelgemüse. Und dann im Spätsommer, im Herbst und in der kalten Jahreszeit können wir Menschen es im Rahmen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung nützen. Vor allem, wenn jemand Wert auf heimisches, regionales Gemüse legt, sollte möglichst oft zum Wurzelgemüse greifen. Es hat im Grunde genommen das ganze Jahr Hochsaison, weil es sich gut aufbewahren lässt. Jede der einzelnen Wurzel-Arten hat gesundheitsfördernde Wirkung. Und man kann damit in der Küche köstliche Speisen zubereiten:

Rote Bete baut Fettpolster ab

Die Rote Bete hat gleich zwei Wirkungen: Der rote Farbstoff Betanin macht Erkältungs-Viren inaktiv und schützt uns vor Schnupfen und Husten. Der Eiweißbaustein Betain hingegen fördert den Abbau von Fettpölsterchen im Körper. Ideal zum Schutz vor Erkältungen und zum Abnehmen: täglich 1 Glas Rote Bete Saft, möglichst aus kontrolliertem Bio-Anbau ( Reformhaus). Die Rote Bete saugt nämlich wie ein Schwamm aus dem Boden die wertvollen Stoffe.

Gelbe Rüben stärken das Herz

Gelbe Rüben sind reich am Vitamin Folsäure und am Mineralstoff Magnesium, daher ein hervorragendes Stärkungsmittel für Herz und Kreislauf.  Sehr schmackhaft sind gelbe Rüben als Püree, als Eintopf oder als Suppe.

Radi und Radieschen jagen Bakterien

Rettich und Radieschen gibt es heute fast schon das ganze Jahr. Man verzehrt dieses würzige Wurzelgemüse am besten in rohem Zustand. Die scharfen Senföle haben  zwei wichtige Eigenschaften: Sie machen Jagd auf schädliche Bakterin im Mund, im Magen und im Darm. Und sie sind ein Abspeck-Mittel aus dem Gemüsegarten, weil sie einen Teil des Fettes, das wir mit der Nahrung aufnehmen, binden und über den Darm abführen. Ideal: Zum Essen oder nach dem Essen Rettich- oder Radieschen-Salat.

Möhren stoppen Durchfall

Möhren isst man am besten gedünstet oder gedämpft und mit ein paar Tropfen Olivenöl beträufelt, damit die fettlöslichen Vitamine A und E besser aufgenommen werden können. Mit gedämpften Möhren nützt man in erster Linie die zahlreichen Carotinoide, die darin sind: Man  stärkt damit die Atemwege, die Netzhaut der Augen und ganz allgemein die Immunkraft. Wenn man eine Darmgrippe hinter sich gebracht hat und an lästigem Durchfall leidet, dann kocht man 500 Gramm Möhren in 1 Liter Wasser weich, passiert sie durch ein Sieb, würzt mit Salz und Traubenzucker und konsumiert den Brei über den Tag verteilt.

Sellerie fördert die Potenz

Die Selleriewurzel gekocht, in Scheiben geschnitten und zu einem Salat angerichtet, schmeckt nicht  nur gut, sondern  beugt durch spezielle Aromastoffe - sogenannte Terpene - Nierensteinen vor und bekämpft Entzüdungen im Darm. Auf Grund einer einzigartigen Kombination von Vitamin B 6, Pantothensäure und Magnesium liefert die Selleriewurzel dem Körper Energie und fördert damit gleichzeitig auch die Potenz des Mannes. Daher gilt auch heute noch der alte Spruch:" Fritzchen, freu Dich, Fritzchen, freu Dich: Morgen gibts Sellerie-Salat!"

Petersilienwurzel hilft der Blutgerinnung

Die Petersilienwurzel, die nur gekocht genießbar ist und uns mit Vitamin K für die Blutgerinnung und Folsäure fürs Herz beliefert, gibt jeder Suppe und jedem Eintopf einen besonders würzigen Geschmack. Auch Fleischgerichte kann man damit garnieren.

Meerrettich schützt vor Erkältungen

Ein überaus beliebtes Wurzelgemüse, das aber in erster Linie zum Würzen verwendet wird, ist der Meerrettich. Man nennt ihn auch das " Penicillin aus dem Garten", weil  er schädliche Bakterien killen kann. Meerrettich verbessert bei Fleischspeisen die Fettverdauung. Durch den Hauptwirkstoff Sinigrin,aus dem sich scharfe Senföle entwickeln, schützt uns der Meerrettich vor Erkältungen und stärkt die Atemwege gegen Husten. Dafür verrührt man 2 Eßlöffel geriebenen Meerrettich mit Zwiebelsaft und Honig zu einem dicken Brei, läßt diesen zwei Stunden stehen und nimmt von dieser Mischung alle 2 Stunden einen Teelöffel ein.