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Immunsystem für den Winter stärken

Kälte, Nässe, vitaminarme Nahrung, wenig frische Luft, dafür trockene Raumluft aus Heizungen und Klimaanlagen, kaum Bewegung - keine Jahreszeit fordert unser Immunsystem so stark wie die Winterzeit. Und oft wird es auch überfordert. Die Folgen: Erkältungen, Husten, Niedergeschlagenheit, Antriebsschwäche. Wie Sie Ihr Immunsystem ganzheitlich auf diese Zeit vorbereiten, wie Sie sich abhärten und ernähren sollten.

Immunsystem - Immunsystem für den Winter stärken Foto:© Patrizia Tilly - Fotolia.com
© Patrizia Tilly - Fotolia.com

 

Sport stärkt das Immunsystem

Wenn das Wetter draussen nur noch ungemütlich und ekelhafte ist, dann weichen Sie nach "innen" aus: Das Fitness-Studio ruft. Überlegen Sie sich zuerst: Was will ich: Spinnig, Crosstrainer, Kraftmaschinen oder Aerobic in der Gruppe? Experten des Deutschen Sportärztebundes geben da ein paar wichtige Ratschläge:

  • Vereinbaren Sie auf jeden Fall ein kostenloses Probetraining. Da merken Sie schell, ob die Geräte Ihnen zusagen und ob die Beratung und Betreuung durch das Personal qualifiziert ist und Ihren Vorstellungen entspricht.
  • Überzeugen Sie sich, ob die Trainingsgeräte den TÜV-Bestimmungen für gesundheitsorientierte Fitness-Anlagen entsprechen. Dafür gibt es Zertifikate.
  • Wenn Sie schon älter oder kränklich sind, dann sollten Sie Ihre Pläne mit einem Arzt besprechen. Problematisch sind: Herz-Kreislauferkrankungen, Lungen- und Stoffwechselprobleme, Veränderungen am Bewegungs- und Haltungsapparat.
  • In den Studios werden sogenannte Eingangstests gemacht - die können eine ärztliche Untersuchung nicht ersetzen.
  • Achten Sie darauf, ob der Ablauf der sinnvollen fünf Trainingsphasen eingehalten wird: Kurze Aufwärmphase, Krafttraining mit nicht zu hoher Belastung, Ausdauertraining, Abwärmphase und Erholungsphase (evtl. verbunden mit Sauna und Ruhe).
  • Wenn Sie unter Bluthochdruck leiden, dann sollten Sie Krafttraining vermeiden. Dagegen kann ein Ausdauertraining wie Laufen, Radfahren oder Aerobic sogar den Blutdruck senken helfen.

 

Tipps für draussen

Bewegung hilft, den Winter gesund zu überstehen. Sie sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung und Durchblutung von Haut und Schleimhäuten, sie trainiert Herz und Kreislauf und regt den Stoffwechsel an. Schon ein strammer Fußmarsch auf dem Weg ins Büro oder Treppensteigen statt den Aufzug zu benutzen sind gute Ansätze. Ein wahrer Renner unter den Ausdauersportarten ist übrigens das „Nordic Walking“ geworden. Nutzen Sie die klassischen Wintersportorten: AlpinenSkilauf, Langlauf, strammes Spazieren, Eisdstockschiessen, Rodeln. Jede kräftige Bewegung in der klaren Winterluft tut gut, bringt mehr Sauerstoff zu Muskeln und Organen.

Auf dem Weg ins Büro, in die Schule oder den Kindergarten sollte man gerade jetzt an wärmende, aber atmungsaktive Kleidung denken. Damit man im Dunkeln gut sichtbar ist, sollten helle Kleidung oder Reflektoren gewählt werden. Speziell für den Sport im Freien gibt es viele moderne, hochwertige Textilien, so genannte Funktionswäsche, die einerseits warm hält, andererseits die Feuchtigkeit von außen abweist und die von innen nach außen leitet. Inzwischen werden Unterwäsche, T-Shirts, aber auch Jacken, Mützen und Handschuhe aus diesen Materialien angeboten.

Licht ist wichtig

Nutzen Sie in der dunklen Jahreszeit jeden Sonnenstrahl: Trainieren Sie draussen, geniessen Sie den Anblick der verschneiten Winterlandschaft. Aber auch zuhause können Sie sich das nötige Lichtpensum verschaffen: Mit Hilfe von speziellen, im Fachhandel erhältlichen Lampen, deren Licht über die Augen auf die Zirbeldrüse einwirkt. Dadurch werden Stoffe freigesetzt, die keine Depression aufkommen lassen.

Die richtige Lebensweise

Sie schützen Ihr Immunsystem natürlich auch durch die richtige Lebensweise. Den Kreislauf regen beispielsweise kalt-warme Wechselduschen an, die immer mit kaltem Wasser beendet werden sollten. Auch Massagen mit Bürste oder Luffaschwamm wecken die Lebensgeister. Beginnen Sie den Tag mit einem kleinen Fitnessprogramm: Armkreisen, Kniebeugen, tiefes Durchatmen am offenen Fenster (Zehn Atemzüge genügen), im Zimmer im Storchenschritt herumlaufen. Sehr gut ist auch: Nach dem Duschen nicht total abtrocknen, sondern den feuchten Körper an der Luft trocknen lassen.

Die Heizung über Nacht im Schlafzimmer so runterfahren, dass die Temperatur auf 16 bis 18 Grad absinkt. Aber darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit immer über 50 Prozent liegt.

Im Winter fordern unsere Steinzeit-Gene immer noch: Viel Fett, viel Kohlehydrate, viel energiereiche Nahrung. Das brauchen wir längst nicht mehr. Sehen Sie lieber zu, dass Sie pro Tag mindestens 500 Gramm Obst, Gemüse und Salat essen. Dazu Vollkornprodukte wegen der Ballaststoffe. Und trinken Sie viel: Die Winterluft ist drinnen wie draussen sehr trocken und entzieht dem Körper viel Feuchtigkeit.

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