Weihnachtsplätzchen: So sind sie gesund, und schlank bleiben Sie auch

Plätzchen backen

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Nikolaus, Adventsonntage und Weihnachten -  viele süße Tage stehen uns bevor. Mit Kuchen, Plätzchen, Lebkuchen, Weihnachtstollen und Backwerk aller Art. Da müssen wir doch um Gesundheit und Figur fürchten? Müssen wir nicht. Denn sehr viele Weihnachtsbäckereien können Sie auch so zubereiten, das sie gesund und nicht nur kalorienträchtig sind. Wie Sie gesund über diese Tage und Wochen kommen - das verrate ich Ihnen gerne. Sehr viel kommt auf die richtigen Gewürze an.

Weihnachten: Backen Sie mit Mineralien, Vitaminen und Vitalstoffen

Muss das ganze Weihnachtsgebäck eigentlich immer aus Zucker, Stärke, Weissmehl und Butter gebacken werden? Muss es nicht. Denn damit bringen wir unseren Blutzuckerspiegeln durcheinander, die Cholesterinwerte gehen hoch, die Leber wird belastet, wir plagen uns mit Sodbrennen herum und mit der Verdauung klappt es auch nicht mehr. Deshalb sollten wir der alljährlichen total ungesunden traditionellen Plätzchenorgie ausweichen und auf Backwaren umsteigen, die nicht nur wunderbar schmecken, sondern auch Mineralien, Vitalstoffe und sogar Vitamine enthalten. Die mit Ballaststoffen angereichert sind, mit hochwertigen Fettsäuren, mit wichtigen Antioxidantien und Spurenelementen.

Verwenden Sie für Ihr Weihnachtsgebäck zur Abwechslung mal Nüsse, Mandeln und Kokosraspeln. In den Nüssen und Mandeln finden wir sehr viel Vitamin E. Magnesium und Calcium. Während der Vorweihnacht- und Weihnachtszeit erhöht sich unser Magnesiumverbrauch wegen Stress und Alkoholgenuss (Weihnachtsfeiern) stark, wir brauchen also mehr. Magnesium entspannt uns und verhindert Krämpfe, Vitamin E ist gut für die Regeneration der Zellen und gegen Antioxidantien. Sowohl Nüsse wie auch Mandeln enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel niedrig halten und gegen Arterienverkalkung gut sind. Die Kokosflocken enthalten leicht verdauliches Kokosöl, das den Cholesterinspiegel ebenfalls positiv beeinflusst und ist wertvoll für die Herzgesundheit.Ausserdem wirkt es der Karies entgegen.

Weihnachtsplätzchen ohne Weissmehl und weissen Zucker

Traditionell wird unser Weihnachtsgebäck mit Weissmehl gebacken. Das ist ungesund. Sie könne aber auch mit frisch gemahlenem Vollkornmehl oder Dinkel backen, das ist viel gesünder. Einen Teil der in den herkömmlichen Rezepten angegebenen Mehlmengen können Sie auch durch Hafer ersetzen. Der ist gesund und senkt Ihren Kohlenhydrateverzehr und damit den Zuckerspiegel. Wenn Sie nun Ihrem Plätzchenteig auch noch Kokosmehl  beimengen, dann bringt das gesunde Ballaststoffe. Da das Kokosmehl aber viel Flüssigkeit zieht müssen Sie mehr Flüssigkeit zugeben. Da eignen sich Mandel- oder Reismilch.

Weihnachtsplätzchen müssen süss sein, sonst finden sie keinen Anklang. Also die die grosse Frage: Welcher Zucker ist der beste? Probieren Sie es mit Bienenhonig, Ahorn- oder Reissirup. Wenn Sie nur wenig Zucker brauchen, dann können Sie auch Stevia-Produkte verwenden. Klingt jetzt exotisch, sind aber die gesündesten Zuckerersatzmittel: Selbstgemachtes Dattelmus (Datteln mit Wasser oder Orangensaft mixen) und Kokosblütenzucker.

Die gesunden Gewürze für Ihre Weihnachtsplätzchen

Unser Weihnachtsgebäck soll natürlich auch aromatisch schmecken. Das Aroma aber bitte nicht mit Backaromen oder Backölen in die Plätzchen bringen. Dafür stehen herrliche und gesunde Gewürze zur Verfügung: Vanille, Muskatnuss, Zimt, Nelken, Kardamom oder fein gerieben Schalen der Bio-Zitrone. Natürlich auch Kakao und dunkle Schokolade. Alle diese Gewürze haben eine bestimmte, gesunde Wirkung. Der Zimt ist gut für die Verdauung und den Blutzuckerspiegel. Wenn Sie nach Omas Rezept einen Bratapfel mit Zimt und Honig im Ofen backen - dann hilft das auch bei Erkältungen. Geriebene Muskatnuss entspannt, beruhigt die Nerven und ist gut für die Verdauung. Ohne Vanille geht es bei der Weihnachtsbäckerei gar nicht. Vanille regt an und stärkt die Nerven, wehrt Stress ab und verleiht vielen Weihnachtsplätzchen ein unvergleichliches Aroma.

Weihnachten ohne Lebkuchen - das ist unmöglich. Er ist das Weihnachtsgebäck Nummer 1 - und sehr gesund, wenn Sie statt Zucker mit Honig süssen. Der Zimt und der Ingwer bringen Ihren Blutdruck ins Gleichgewicht, auch wenn Sie schon einen erhöhten Blutdruck haben. Die Nelken enthalten Antioxidantien und den Wirkstoff Eugenol. Der bremst Entzündungen vor allem den im Winter besonders empfindlichen Nieren- und Blasenbereich. Seine vielen anderen Gewürze sind ballaststoffhaltig und fördern die Verdauung.

So, und nun zur Praxis: Wir machen Zimtsterne der gesunden Art

Zutaten: 200 g gemahlene Mandeln,10 entsteinte Datteln, drei TL Zimt, halbierte Nüsse oder ganze Mandeln zum Verzieren, eine Prise Steinsalz.
Zubereitung: Die Datteln zwei bis drei Stunden einweichen, entkernen und mit den anderen Zutaten im Mixer zu einer Masse verarbeitet. Den Teig trocknen lassen, etwa Honig und Kokos dazu geben. Den Teig auf einen Zentimeter Stärke ausrollen, die Sterne ausstechen. Diese mit Nuss oder Mandel verzieren. Backen oder im Dörrgerät bei 40 Grad trocknen. Leicht mit Zimt bestreuen.

Lebkuchen-Kugeln selber machen

Zutaten: 50 g Kakao-Pulver, 100 g fein gemahlene Walnüsse, zwei EL Kokosöl (Bio), sechs entkernte Datteln, ein EL Honig, ein TL geriebene Orangenschale (Bio), ein halber TL Zimt, ein halber TL Lebkuchengewürz, ein Viertel Vanillpulver (Bourbon), zum Verzieren gerieben Walnüsse oder Kakaopulver.
Zubereitung: Alle Zutaten (außer der Dekoration) werden im Mixer zu einem Teig verarbeitet. Damit er eine feste aber nicht trockene Konsistenz bekommt etwas Honig zugeben. Aus dem Teig ca. 20 Kugeln rollen, diese für zehn Minuten ins Gefrierfach legen, dann mit der Verzierung bestreuen. Die Kugeln im Kühlschrank lagern.