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Vitaminmangel

Vitaminmangel tritt immer häufiger auf - mit ganz schlimmen Folgen. Um unsere Organe, unsere Muskeln, unser Gehirn funktionsfähig zu halten brauchen wir Vitamine. Sie sind wichtig für den Zellaufbau, für unser Wachstum, für den Knochenbau, für die Verhinderung von Muskelschwäche - ohne Vitamine könnten wir nicht überleben. Die meisten Vitamine nehmen wir über die Nahrung zu uns. Deshalb wundert es viele Menschen, wenn sie nach einem Arztbesuch erfahren: "Sie leiden an einem akuten Vitaminmangel." Wie kann das passieren? Wir haben doch - unabhängig von den Jahreszeiten - eine ausreichende Versorgung an Obst und Gemüse. Haben wir. Warum also Vitaminmangel mit schlimmen Folgen?

Vitaminmangel. Foto: © travelbook - Fotolia.com

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Die Hauptgründe für Vitaminmangel

Dafür gibt es folgende Hauptgründe: Falsche Ernährung, falsche Nahrungszubereitung oder Lagerung, eine immer stärker werdende Umweltbelastung durch Luftverschmutzung, übertriebene Düngung. Falsche Diäten um abzunehmen gehören auch zu den Gründen für einen akuten Vitaminmangel in unserem Körper.

Dazu kommen Lebenssituationen, in denen wir mehr Vitamine brauchen als normal. Zum Beispiel bei hohem Fieber, oder bei Krankheiten die zu einem erhöhten Stoffwechsel führen. Der tägliche Stress im modernen Arbeitsleben oder im privaten Bereich ist ein grosser Vitaminräuber. Wenn Kinder oder Jugendliche einen Wachstumsschub durchmachen brauchen sie mehr Vitamine. Wer trotz aller Warnungen immer noch raucht, der braucht mehr Vitamine als ein Nichtraucher. Häufiger Alkoholmissbrauch führt zu Störungen in der Verstoffwechselung von Vitaminen - Vitaminmangel mit seinen schlimmen Folgen stellt sich ein, unser Ernährungsstofwechsel funktioniert nicht mehr richtig.

Die schlimmen Folgen eines Mangels an Vitaminen

Was sind denn nun die schlimmen Folgen, wenn bei Ihnen Vitaminmangel eintritt? Da ist die Palette gross, denn es kann zu sehr vielen gesundheitlichen Problemen mit schlimmen Folgen kommen.  Ist Ihr Vitaminhaushalt gestört, haben Sie Mangelerscheinungen, dann kann das fast alle Körperfunktionen betreffen.

Mangel an Vitamin A: Sie leiden an Nachtblindheit, Wachstumsstörungen

Sehr schnell erkennbar sind Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Nachtblindheit und generelles Nachlassen der Sehkraft bei einem Mangel an Vitamin A. Dazu kommen Eisenmangel, Hautjucken, und immer wieder auftretende Ekzeme. Dazu kommt auch eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen aller Art. Ein Erwachsener hat einen Tagesbedarf von 800 bis 1 000 mg. Natürliches Vitamin A finden wir in Eiern, in Vollmilch, Brokkoli, Karotten, in der Rinderleber, in Honigmelonen, Aprikosen und Grünkohl.

Mangel an B-Vitaminen: Die müssen mit der Nahrung aufgenommen werden

Da haben wir es mit einer Vielzahl von Vitaminen zu tun, die in der B-Gruppe zusammengefasst werden: Vitamin B1, B2, Niacin, B6, Panthotensäure, Biotin, Folsäure und B12. Es gibt keine Körperzelle oder -funktion die nicht eines oder mehrere der B-Vitamine braucht. Da diese Vitamine im Körper nicht gespeichert werden können, müssen Sie regelmässig mit der Nahrung zugeführt werden. Die Vitamine B sind in diesen Nahrungsmitteln enthalten: Bohnen, Erbsen, Linsen, im Eigelb,  in Vollkornprodukten, Milch- und Sauermilchprodukten, Bierhefe, Fischen, Nüssen. Natursamen, der Leber und generell in Innereien, in allen Kohlsorten und in Salaten. Die Folgen bei einem Vitamin B-Mangel: Angstzustände, Depressionen, eine ständige Müdigkeit, Haarausfall, Nervosität, Taubheitsgefühle in Händen und Füßen, krankhafte Veränderungen der Haut. Besonders schlimme Folgen hat der Mangel am Vitamin Folsäure bei Schwangeren: Er kann zu schweren Missbildungen bei Ungeborenen führen.

Vitamin C: Zu wenig kann zu Skorbut führen

Das wasserlösliche Vitamin C brauchen wir unbedingt für die Bildung von Bindegewebe und Knorpel. Ohne Vitamin C kann der Körper zum Beispiel kein Eisen absorbieren. Es unterstützt das Immunsystem und stärkt die Abwehrkräfte des Körpers bei Infektionen (Grippe). Ausserdem fördert es die Wundheilung. Wenn Sie in einen Mangel an Vitamin C geraten, dann drohen diese schlimmen Folgen:  Ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit fällt stark ab, die körpereigene Immunabwehr wird geschwächt, es droht Skorbut, Ihre Wunden heilen nur langsam und schlecht. Vitamin C finden Sie vor allem in Zitrusfrüchten, Sauerkraut, Kartoffeln, Hagebutten, Sanddorn, Johannisbeeren, allen Kohlsorten. Paprika und Tomaten. Tagesbedarf für Männer etwa 110 mg.

Vitamin D: Dafür brauchen wir Sonnenlicht

Ohne Vitamin D kann unser Darm die Vitalstoffe Kalzium und Phosphat  nicht aufnehmen. Die Folgen sind schlimm: Es kommt zu einer Muskelschwäche, zu Deformierungen im Knochengerüst und zu starken Gelenk- und Knochenschmerzen. Ein starker Vitamin-Mangel kann auch zu einer Osteoporose führen. Vitamin D finden wir vor allem in Milch, Eiern, Fisch, Hartkäse und Butter. Unser Körper kann Vitamin D nur bei einer Einwirkung von UV-Strahlen auf die Haut selbst bilden. Gilt auch im Winter: Raus ans Tageslicht.

Vitamin E schützt die Zellen

Das Vitamin E wird auch Tocopherol genannt. Es stabilisiert die Zellmembranen und schützt sie vor schädigenden Oxidationen. Das hilft gegen Arteriosklerose und verringert das Krebsrisiko. Ausserdem ist es wichtig für die Regeneration der Haut. Wenn Sie einen Mangel an Vitamin E haben, dann führt das zu Problemen bei der Regenration Ihrer Hautzellen. Enthalten ist dieses Schutz-Vitamin in fettem Meeresfisch (Lachs, Hering, Makrele), in Weizenkeimen und Weizenkeimöl, in Nüssen, Mandeln, Soja.- oder Maisöl. Auch Vollkornprodukte haben einen hohen Anteil an Vitamin E. Der Mangel an Vitamin E führt zu Blutarmut und Entzündungen im Verdauungstrakt. Ausserdem werden Sie reizbar und nervös und beginnen an Sehschwäche zu leiden.

Vitamin K ist wichtig für die Blutgerinnung

Die wichtigste Aufgabe von Vitamin K ist die Blutgerinnung im menschlichen Körper.  Wenn es zu einem Mangel an Vitamin K kommt ist die gefährdet - und das ist lebensbedrohlich. Ausserdem hemmt es den Abbau von Knochensubstanz bei Frauen nach den Wechseljahren. Vitamin K ist vielseitig, es verhindert auch die Kalkablagerungen in den Blutgefässen und Knorpeln. Wichtig ist es  für die Zellteilung und für Reparaturen an den Zellen von Nieren, Leber, den Blutgefässen und Nerven.  Wenn Sie einen Vitamin K-Mangel haben, dann kann das zu Magen- und Darmblutungen führen, Sie bluten sehr leicht und sehr stark und der Knochenaufbau wird behindert. Hauptquellen für Vitamin K sind:; Grüner Tee, Leber, Eigelb und grünes Blattgemüse (Spinat).     

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