Für starke Abwehrkräfte im Alter

Im Alter müssen wir die Abwehrkräfte unseres Körper besonders gut behandeln und sie stärken. Denn nur mit straken Abwehrkräften können wir ab etwa 55 bis 60 Jahren der Bakterien und Viren Herr werden, die uns vor allem in der kalten Jahreszeit bedrängen. Da gibt es vor allem in der Natur- und Erfahrungsmedizin sehr viele gute und bewährte Mittel. Im Alter lassen die Abwehrkräfte des Körpers nach, das Immunstem schwächelt, wir werden öfter krank und vor allem: Wir werden viel schneller krank - wir sind anfällig. Mit der richtigen Ernährung, den richtigen Kräutern und den richtigen ätherischen Ölen können Sie selbst für starke Abwehrkräfte sorgen. Und da spielt das Alter keine Rolle.

Im Rahmen der Europäischen Union wurden diese Tipps für ein gesundes Immunsystem wissenschaftlich bestätigt: Zur Erhaltung eines starken Immunsystems braucht der Mensch Vitamin C sowie die Spurenelemente Zink und Selen. Vitamin C tankt man am besten mit Sanddorn-Sirup, 1 : 7 im Trinkglas verdünnt. Ein Glas morgens, eines am Nachmittag. Den Vitalstoff Selen tanken wir mit Vollkornprodukten, Fisch und Naturreis. Was wenige wissen: Zink liefern uns die Haferflocken. Das bedeutet: Wir können über ein Hafermüsli den Tag mit reichlich Zink beginnen. Senioren sollten aber wegen der Verträglichkeit darauf achten, dass die Haferflocken über Nacht in etwas Wasser aufquellen und dann am Morgen mit warmer Milch übergossen werden. Bitte, keinen Zucker ins Müsli geben. Die bessere und gesündere Süße sind Honig und klein gehackte Trockenfrüchte. Der weiße Zucker verträgt sich nicht mit den Randschichten des vollen Korns. Eine wichtige Zink-Lieferantin ist auch die Hühnersuppe.

Die Mundschleimhäute stärken

Einer Untersuchung der Weltgesundheits-Organisation (WHO) zufolge gelangen die meisten Erkältungs- Erreger über den Mund in den Körper. Daher sollten wir jeden Morgen die Immunkraft in den Mundschleimhäuten stärken. Das macht man am besten mit einer Öl-Zieh-Kur. Man nimmt vor dem Zähne-Putzen einen Esslöffel kalt gepresstes Sonnenblumenöl oder Sesamöl in den Mund und zieht es 10 Minuten lang zwischen den Zähnen hin und her. Dann spuckt man das Öl, das mit Bakterien und Viren angereichert ist, aus. Es macht aber auch Sinn, mit einem Glas warmem Wasser, in dem 15 Tropfen Propolis eingerührt werden, zu gurgeln. Propolis aus dem Bienenstock bekämpft Viren und Bakterien.

Weitere Tipps für ein gesundes Abwehrsystem

  • Eine gute Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit ist eine dreiwöchige Trinkkur mit Zinnkraut- Tee. Trinken Sie jeden Tag  von 8 bis 17 Uhr einen Liter von dem Tee. Die darin reichlich enthaltenen Silicium- Moleküle holen aus dem Körper Schadstoffe und Gifte und entlasten damit das Immunsystem.
  • Apropos Trinken: In beheizten Räumen braucht der Organismus besonders viel Flüssigkeit. Damit Menschen über 50 nicht von innen her austrocknen, sollten Sie genau darauf achten, dass Sie jeden Tag eineinhalb bis zwei Liter Wasser, Kräuter- oder Früchte-Tee trinken.
  • Damit die Mund- und Rachen- Schleimhäute nicht austrocknen und nicht zu Tummelplätzen von Viren und Bakterien werden, muss auf die Luftfeuchtigkeit in den Räumen achten. Ablesen kann man es von einem Hygrometer. Die Luftfeuchtigkeit sollte 50 bis 60 Prozent anzeigen. Hängen Sie feuchte Tücher auf, stellen Sie Wasserschalen auf die Heizung oder schaffen Sie sich ein Luftbefeuchtungs-Gerät an.
  • Nutzen Sie  jeden sonnigen Tag und gönnen Sie den Händen ein Sonnenbad. Halten Sie 10 Minuten lang die Handflächen der Sonne entgegen und genießen Sie auf der Haut die warmen Strahlen. Danach wenden Sie das Gesicht mit geschlossenen Augen der Sonne zu und lassen die Strahlen ebenfalls 10 Minuten auf die Haut auftreffen. Dabei produziert der Organismus das Vitamin D, das für die Immunkraft von großer Bedeutung ist.
  • Massieren Sie am Morgen nach dem Duschen den ganzen Körper mit etwas Orangenöl aus dem Reformhaus. Der Duft belebt Ihre Sinne und gibt der Haut für die kalte Zeit Kraft.
  • Für einen Energie-Schub am Morgen massieren Sie nach dem Duschen und Abtrocknen die Fuß-Sohlen mit ein paar Tropfen Rosmarinöl.
  • Wenn Sie schwache Atemwege haben, die hustenanfällig sind, dann sollten Sie einige Zeit 3 mal täglich lauwarmen Thymian-Tee trinken. Der Hauptwirkstoff Thymol stärkt die Flimmerhärchen in den Bronchien.
  • Wenn Sie zu Halsschmerzen und Heiserkeit  neigen, dann sollten Sie einige Zeit mit Salbeitee gurgeln und ihn auch trinken.
  • Gehen Sie nach Möglichkeit täglich oder zumindest am Wochenende an die frische Luft, atmen Sie im Wald oder auf einer Wiese tief durch. Ihr Körper gewöhnt sich dabei an die Kälte und wird nicht so schnell krank. Das ist ein einfaches Gesundheits-Training für den Winter.
  • Schlafen Sie in kalten Winternächten nicht bei offenem oder gekippten Fenster. Die kalte Luft von draußen ist trocken und trocknet die Schleimhäute aus. Außerdem läuft das Immunsystem auf Hochtouren, und das stört den Schlaf.
  • Wenn Sie von einem plötzlichen Kältegefühl überrascht werden, geben Sie dem Körper Kraft mit einer einfachen Wärmflasche. Andere Möglichkeiten sind ein Wannenbad, eine heisse Dusche, ein warmes Fussbad, ein Sauna-Besuch oder der Aufenthalt in einer Infrarot-Kabine.
  • Gehen Sie an kalten Tagen niemals mit zu leichten Schuhen aus dem Haus. Wer im Winter eine Stunde lang draußen mit kalten Füßen umherläuft, bei dem sinken die Temperaturen in den Mundschleimhäuten um bis zu 2 bis 3 Grad Celsius. Das klingt nicht gefährlich. Das ist aber im Grunde genommen eine Klima-Katastophe für den Organismus. Die Mund-, Rachen- und Nasenschleimhäute trocknen sofort aus und können sich nicht mehr wirksam gegen Viren und Bakterien wehren.
  • Gehen Sie niemals ohne warmen Schal im Nacken aus dem Haus. Nach der chinesischen Medizin sitzen im Nacken die sogenannten „Wind-Punkte“. Wenn an dieser Stelle Kälte, Nässe und eisiger Wind auftreffen, sinkt sofort die Immunkraft.
  • Gehen Sie an kalten Tagen niemals ohne Kopfbedeckung aus dem Haus. Der Mensch verliert über den Kopf bis zu 40 Prozent seiner körpereigenen Wärme. Wenn der Körper diese Wärme nicht genügend nachproduzieren kann, dann sinkt ebenfalls die Immunkraft.
  • Tanken Sie in den kalten Monaten  auch von innen her Wärme. Bauen Sie Suppen, Eintöpfe und vor allem Kohlgemüse in den Speiseplan ein.
  • Wenn Sie viele dieser Massnahmen beherzigen, dann haben Sie die Abwehrkräfte gestärkt.