Spätsommer ist Erkältungszeit: So können Sie sich schützen

Spätsommer ist Erkältungszeit: So können Sie sich schützen

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Wir gehen in den Spätsommer - oder in den Frühherbst, das kann man nennen, wie man will. Diese Zwischenjahreszeit ist gefährlich: Noch heisse Tage und schnelle Abkühlung in den Abend- und Nachtstunden fordern unser Immunsystem, Erkältungen drohen, die erste Grippewelle rollt an. Wir schwitzen in der Sonne und frieren im Schatten, kalte Füsse sorgen empfindliche Schleimhäute. Was Sie gegen die drohende Erkältung tun können, wie Sie sich schützen.

Der schnelle Wechsel zwischen hochsommerlichen Temperaturen und herbstlicher Kühle schafft im Spätsommer ideale Bedingungen für Erkältungsviren. Eine gesunde Vorbereitung auf diese Jahreszeit sind allgemein abhärtende Maßnahmen:
  • Starten Sie jetzt wieder in die Saunasaison. Zwei Saunaabende pro Woche mit bis zu drei Saunagängen, kalte Güsse an Armen und Schenkeln sind klassische Abhärtungsmaßnahmen.
  • Stellen Sie sich nach dem Aufwachen ans offene Fenster und machen Sie eine leichte Gymnastik. Wichtiger Bestandteil: Tiefes Ein- und Ausatmen, mindestens zehn- bis fünfzehnmal.
  • Falls es möglich ist, dann ist barfuß laufen im taunassen Gras am frühen Morgen eine sehr gute Abhärtungsmaßnahme.
  • Nehmen Sie abends vor dem Schlafengehen ein Wechselbad für die Füsse: Abwechselnd in kaltes, dann in heißes Wasser tauchen. Sie sollten mit einem heißen Badegang aufhören.
  • Bei allen Abhärtungsmassnahmen die Sie vornehmen, ist Eines sehr wichtig: Sie dürfen nicht frieren.

Aber Sie sollten sich nicht nur auf die Abhärtung verlassen. Genau so wichtig ist eine gesunde und vor allem vitaminreiche Ernährung. In diesen Wochen gibt es ein grosses Angebot an reifen Beeren. Und die sind mit das Beste, was Sie Ihrem Körper antun können: Eine Handvoll Beeren am Tag genügt schon.

Genaus so wichtig ist ausreichender Schlaf und und eine sportliche Betätigung. Egal, ob Sie radfahren, wandern, joggen oder laufen, eine Grundregel müssen Sie beachten: Sich nach dem Sport in naßgeschwitzter Kleidung in die Sonne setzen. Da haben Sie eine Erkältung mit fast 100%iger Sicherheit schon am nächsten Tag am Hals. Nehmen Sie immer trockene Wäsche zum Wechseln mit.

Eine gute vorbeugende Maßnahme ist auch das Gurgeln mit Salbeitee - dreimal am Tag, da kann der Salbei seine antivitale Wirkung voll entfalten. Sie sollten sich auch nicht scheuen, in dieser Jahreszeit mit Nahrungsergänzungsmitteln Ihre Vitaminzufuhr zu erhöhen.

Ganzwöchig ist natürlich die Hygiene. Und da ist nach wie vor häufiges Händewaschen der beste Schutz gegen eine Ansteckung. Die größte Ansteckungsgefahr geht übrigens von Halte- und Türgriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln aus. Waschen Sie deshalb Ihre Hände sehr sorgfältig und vermeiden Sie die Berührung von Mund-, Nasen- und Augenschleimhäuten mit ungewaschenen Händen.

Bedenken Sie: Ein kühler Kopf ist gut, ein kalter Kopf macht krank. Hier noch sieben gute Tipps, für den Fall, dass es Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erwischt hat:

  1. Majoran-Salbe gegen Schnupfen können Sie selbst herstellen: Getrocknete Majoran-Blätter( Apotheke ) werden zerrieben und durch ein feines Sieb geschüttelt. 3 Teelöffel von diesem Majoran-Pulver werden mit 1 Eßlöffel hochprozentrigem Alkohol übergossen. Dazu 2 Eßlöffel frische, ungesalzene Butter geben, alles 5 Minuten im Wasserbad erhitzen. Danach duch ein Tuch seihen und kalt werden lassen. Kühl in einem Gefäß lagern. Gegen Schnupfen reibt man mehrmals am Tag die Nasenlöcher damit ein.
  2. Reiben Sie 2 Eßlöffel voll Meerrettich und mischen Sie etwas Zwiebelsaft und 1 Eßlöffel Honig dazu. Gut verrühren.Alle 2 bis 3 Stunden 1 Eßlöffel davon einnehmen. Meerrettich wirkt als natürliches Antibiotikum.
  3. Sie können Ihre Abwehrkräfte mit Sanddorn stärken. Morgens und abends zwei Esslöffel Saft (Apotheke, Reformhaus) in einer Tasse lauwarmer Milch auflösen und trinken.
  4. Sehr häufig gehen Kopfschmerzen mit einer Erkältung einher. Tun Sie folgendes: Zerdrücken Sie ein Pfund heißer Pellkartoffel mit Schale und wickeln Sie den Brei in ein Leinentuch. So eine Kartoffel-Packung legen Sie 3 bis 4 Mal am Tag auf die Stirn. Schließen Sie dabei die Augen und legen Sie sich hin.
  5. Verrühren Sie einen Teelöffel Salz und einen Teelöffel Natron in einer Tasse mit lauwarmem Wasser. Ein Q-Tip eintauchen und die Nasenwände von innen mit der Flüssigkeit betupfen. Die Flüssigkeit kräftig hochziehen. Dann ein neues Q-Tip in Mandelöl tauchen und die Nasenwände von innen betupfen.
  6. Hühnersuppe enthält viel Zink, das stärkt das Immunsystem. Würzen Sie die Suppe mit Knoblauch, Zitronengras und Ingwer, dann stoppt sie die Erkältung noch besser.
  7. Ein uraltes Bauernrezept: Holundersaft mit Wasser mischen (1 : 3), heiß machen und dann trinken., Ab ins Bett und schwitzen.