Sodbrennen: Die Ursachen - ihre Behandlung

Ihre Nächte werden zur Hölle, Sie haben Angst vor jedem Essen, in Ihrer Speiseröhre tobt ein Brand - Sie haben Sodbrennen, auch als Reflux bekannt. Das ist inzwischen eine Volkskrankheit, Millionen Menschen müssen leiden - und für die Pharmaindustrie ist es ein Milliardengeschäft. Wie Sodbrennen entsteht, wie Sie das Höllenfeuer löschen können, wie Sie den Reflex mit Naturmitteln bekämpfen können.

Was passiert, wenn Sie an Sodbrennen leiden

Das häufigste Symptom einer Refluxerkrankung ist das Sodbrennen: Ein dumpfer bis stechender Schmerz hinter dem Brustbein, der meistens in der Nacht auftritt und sehr oft als ein Herzproblem missdeutet wird. Weitere bekannt Symptome sind:

Chronisches Aufstossen (Schluckauf), morgendliche Heiserkeit, Schluckstörungen. Eine Refluxerkrankung kann zu Bronchitis, chronischem Husten bis hin zu Asthma und Lungenentzündung führen.

Ursachen für Sodbrennen durch Reflux

Um Speisen verdauen und schädliche Keime abtöten zu können, wird im Magen die Magensäure produziert. Der Magen selbst wird vor der Säure durch die Magenschleimhaut geschützt. Die Öffnungen des Magens zur Speiseröhre und zum Zwölffingerdarm sind durch Schließmuskeln gesichert. Die sorgen dafür, dass der saure Speisebrei nicht in die Speiseröhre zurückließen kann. Bei sehr schwerem,. zuckerhaltigen und fettem Essen und bei Stress wird besonders viel Magensäure produziert.

Wenn nun der Schließmuskel zur Speiseröhre nicht richtig funktioniert, kann der saure Mageninhalt in die Speiseröhre zurückließen. Dort reizt er die ungeschützte Schleimhaut - wir haben Sodbrennen. Gelangt der Speisebrei sogar in den Mund,m dann spricht man vom "sauren Aufstossen." Sodbrennen bekommen Sie meisten etwa zwei Stunden nach dem Essen, beim Bücken und vor allem in der Nacht beim Liegen.

Allgemeine Ursachen für Sodbrennen

  • Stress und hastiges Verschlingen von Essen ohne richtiges Kauen.
  • Der Schließmuskel zeigt Verschleißerscheinungen infolge von Alterung.
  • Bei Übergewicht drückt die Körpermasse auf den Magen, der Speisebrei wird in die Speiseröhre zurück gedrückt.
  • Manche Medikamente lassen den Schließmuskel am Magen erschlaffen (beim Arzt nachfragen).
  • Verstopfung, Blähungen, verzögerte Magenentleerung oder eine erhöhte Magensaftproduktion können auch zu Sodbrennen führen.

Speisen und Genussmittel, die Sie vor allem abends meiden sollten:

  • Alkohol, vor allem säurehaltiger Weißwein.
  • Kaffe
  • Nikotin
  • Scharfgebratene und gewürzte Speisen (Fleisch).
  • Fettes Essen
  • Gesüßte Fruchtsäfte
  • Zitrusfrüchte
  • Kompotte aus Früchten mit hohem Säuregehalt, die viel Zucker enthalten.
  • Schokolade
  • Zwiebeln und Tomaten

Wenn Sie an chronischem Sodbrennen leiden, Nacht für Nacht aufwachen und sich mit Schmerzen im Oberkörper im Bett wälzen, dann müssen Sie unbedingt zum Arzt gehen. Es gibt aber auch eine Menge Naturarzneien und Hausmittel, mit denen Sie Ihrem gelegentlichen Sodbrennen zu Leibe rücken können:

  • Magensäure wird durch Nahrung gebunden. Daher machen sich Beschwerden oft zwischen den Mahlzeiten bemerkbar. Essen Sie dann eine Scheibe Brot oder Zwieback und trinken Sie ein Glas Milch.
  • Vermeiden Sie üppige und fettige Mahlzeiten, insbesondere am Abend. Essen Sie lieber mehrere kleine ballaststoffreiche Snacks.
  • Mandeln oder Haselnüsse können überschüssige Säure binden, wenn sie gut zerkaut geschluckt werden.
  • Hilfe durch Kartoffelsaft: Die Kartoffelstärke im Saft roher Kartoffeln bindet Säure und kann daher gegen Sodbrennen helfen. Frischer Kartoffelpresssaft kann mit einem Entsafter zubereitet werden. Der Saft sollte wegen der Reaktion mit Sauerstoff aus der Luft sofort getrunken werden. Eine Alternative zum Selbermachen ist Kartoffelpresssaft aus dem Reformhaus. Der Presssaft sollte mit lauwarmem Wasser im Verhältnis 1:2 verdünnt und in kleinen Schlucken getrunken werden. Empfohlene Menge: 100 ml/Tag. Eine ähnliche Wirkung hat auch Weißkohlsaft (500 ml/Tag).
  • Kauen Sie eine Portion rohe Haferflocken in trockenem Zustand gut durch. Erst wenn Sie einen fast flüssigen Brei im Mund haben, schlucken Sie ihn herunter. Das kann schnell gegen die Beschwerden helfen.
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