So stärken und aktivieren Sie Ihre Selbstheilungskräfte

So stärken und aktivieren Sie Ihre Selbstheilungskräfte

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In jedem von uns stecken große Selbstheilungskräfte. Die müssen wir mobilisieren, um nicht krank zu werden. Oder um den Gesundungsprozess schneller voran zu treiben. Wenn Sie Ihre positiven Gefühle stärken, dann machen Sie Ihr Immunsystem stark. Wie das geht ...

Köpereigene Schutzkräfte unterstützen

Speziell, wenn man sich mit der Naturmedizin und ihren vielen Rezepten auseinandersetzt, dann erfährt man vielfach aus den Erfahrungen von Ärzten: Dies oder das fördert die Selbstheilungskräfte. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie diese Selbstheilungskräfte eigentlich funktionieren? Welche Mechanismen im Körper ausgelöst werden? Im Grunde genommen sollte das jeder von uns wissen. Weil wir dann nämlich die körpereigenen Abwehr- und Schutz-Kräfte unterstützen können.

Es gibt eine eigene Wissenschaft, die sich mit den oft erstaunlichen und wunderbaren Kräften in uns beschäftigt. Das ist die Psychoneuro-Immunologie. Sie untersucht und analysiert die Zusammenhänge zwischen Seele, Nervensystem und Immunabwehr. Wir erleben es ja Tag für Tag: Nach permanentem Streß, nach Ärger und Kränkungen, nach einem heftigen Streit werden wir oft krank. Vor allem wird man verstärkt anfällig gegenüber Erkältungsinfektionen. Statistiken beweisen aber auch, dass viele Menschen nach seelischen Belastungen außerdem für andere Krankheiten anfälliger sind.

Stress wirkt immer negativ

Das bedeutet: Unsere körpereigenen Abwehrkräfte sind ganz enorm von unseren Gefühlen, Gedanken und Empfindungen abhängig. Unsere Gefühlslage beeinflusst das Immunsystem. Das zeigt sich immer dann, wenn Menschen ihren Partner verlieren, sei es durch Tod oder Scheidung. Es ist aber auch nachgewiesen, dass Frauen und Männer, die gerade mit Volleifer für eine Prüfung lernen, ein höheres Risiko haben, eine Erkältung zu kriegen, als Menschen, die gerade eine geruhsame Zeit verbringen. In diesem Fall ist es wieder der Stress, der sich negativ auf die Abwehrkräfte auswirkt. Man muss sich das so vorstellen: Das Gehirn beeinflusst über verschiedene Hormon-Systeme die Immunfunktion des Körpers.

Unser Organismus ist überaus sensibel. Alle seine Aktivitäten sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Wir dürfen davon ausgehen, dass in unserem Körper, wenn wir gesund sind und uns wohlfühlen, ein inneres Gleichgewicht herrscht. Schon die kleinste seelische Störung bringen eine Disharmonie und verstärken das Risiko fürs Krankwerden.

Glück fördert die Gesundheit

Das alles waren nun die negativen Einflüsse auf unser Immunsystem und damit auch auf unsere Gesundheit. Doch diesen Mechanismus kann und sollte man auch durchaus für positive Aktionen nutzen. Wenn wir in bester Stimmung sind und uns damit vor Erkrankungen schützen können, dann spielt dabei das limbische System im Gehirn eine bedeutende Rolle.

Wenn wir glücklich und zufrieden sind, dann fördert dieses System die Ausschüttung von Glückshormonen, den sogenannten Endorphinen. Das bekannteste Hormon aus dieser Gruppe ist das Serotonin. Es ist für unsere positives Denken zuständig.

Außerdem wird die Produktion von sogenannten Makrophagen - auch Fresszellen genannt - , aber auch von natürlichen Killerzellen im Blut angeregt. Das alles führt zum Aufbau und zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte. Auf diese Weise kann der Körper eine Reihe von Krankheiten verhindern oder kann sich wirkungsvoll dagegen wehren.

Mit Yoga entspannen

  • Wenn wir uns wohlfühlen und glücklich sind, dann haben wir auch keinen negativen Streß. Daher ist es für den Weg zum Wohlbefinden auch wichtig, sich stark gegen Streß und Streßfolgen zu machen. Da kann man nachhelfen: mit Entspannungsübungen , mit Yoga, mit autogenem Training, mit Meditation und mit regelmäßigem Sport.
  • Wer seine Selbstheilungskräfte aktivieren will, der muss sich auch um positive Gedanken bemühen, muss sich von guten Gedanken leiten lassen. Vor allem muss man immer gezielt in sich die Stimmung aufbauen: " Ich möchte gesund bleiben!" oder "Ich möchte so schnell wie möglich gesund werden!" Dabei kann man durchaus Selbstgespräche führen. Mitunter verstärkt das die Wirkung. Umgekehrt weiß man, dass Menschen, die unentwegt jammern und sich vom Schicksal verfolgt fühlen, eine weit höheres Risiko für eine Erkrankung haben.

Der berühmte Arzt, Philosoph, Theologe und Friedens-Nobelpreisträger Dr. Albert Schweitzer hat einmal gesagt: " Jeder Patient trägt seinen eigenen Arzt in sich. Das Wichtigste, was wir tun können, ist, dass wir diesem inneren Arzt die Chance geben, aktiv zu werden und an die Arbeit zu gehen!"

Akupressur stärkt das Immunsystem

Dabei können die Erfahrungen aus der Naturheilkunde helfen: und zwar jene aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, aus der Indischen Ayurveda-Medizin und aus der Kneipp-Therapie. So ist es möglich, mit einfachen Akupressur-Griffen die Immunkraft zu stärken und die Selbstheilkräfte zu aktivieren.

In den USA gibt es eine spezielle Richtung zur Förderung der Selbstheilungskräfte. Man nennt das die " Mind Body Medizin", zu Deutsch die " Geist- und- Körper-Medizin". Es gibt etwa 200 Kliniken, die nach diesem Prinzip Krankheiten behandeln. Und Vertreter dieser Medizin betonen: Man kann mit einem gesunden, vernünftigen Lebensstil Migräne, Asthma, Magen- und Darmprobleme sowie Herz-Erkrankungen positiv beeinflussen. Und zu diesem Lebensstil gehören Ruhe, Freude, Gelassenheit, Entspannung, Bewegung und gesunde Ernährung.

Jeden Tag 1x herzhaft lachen

Und das ist nun die Hit-Liste der Aufgaben, die man in die Tat umsetzen sollte, wenn man die körpereigenen Selbstheilungskräfte unterstützen und aktivieren möchte:

  • Bemühen Sie sich, einmal am Tag vom ganzen Herzen zu lachen. Ein Kind lacht oft täglich bis zu 100 Mal. Das sollte für uns ein Ansporn sein. Wissenschaftliche Studien beweisen: Lachen bremst und stoppt die Ausschüttung von schädlichen Streß-Hormonen.
  • Es ist nicht leicht, aber bemühen Sie sich immer, positiv zu denken und immer das halbvolle Glas und nicht das halbleere zu sehen. Positiv denken stärkt die Selbstheilungskräfte und schützt vor Krankheiten.
  • Wehren Sie sich gegen Druck, den andere auf Sie oder den auch Sie selbst auf sich ausüben. Sagen Sie mitunter auch " Nein!", wenn Sie merken, dass mit einer Aufgabe ein Riesenstreß auf Sie zukommt.
  • Legen Sie Hast und Hektik ab. Gehen Sie langsam und überlegt an alle Probleme heran. Diese gewisse Souveränität fördert ebenfalls die Selbstheilungskräfte.
  • Machen Sie Sport, aber bitte regelmäßig. Das stärkt das Immunsystem und fördert die Produktion von Glückshormonen, die wieder einen direkten Einfluss auf die Selbstheulkräfte haben.

Die Homöopathie hilft den Selbstheilungkräften

Aber auch homöopathische Mittel können unsere Selbstheilkräfte unterstützen und aktivieren. Vor allem bei Schlafproblemen, Atemwegs-Problemen , Darmerkrankungen. Es gibt sogar gezielt homöopathische Tinkturen, die den Streß bekämpfen und damit die Selbstheilkräfte unterstützen: Das sind Auszüge aus Lavendelblüten, Kamille und Melisse. Sie wirken ausgleichend, bekämpfen Ängste und fördern neue, heilende Energien.