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So gesund sind Heublumen

So gesund sind Heublumen

© qphotomania - Fotolia.com

Wir leiden immer häufiger an Rheuma, Müdigkeit, allgemeinem Unwohlsein. Wir nehmen dagegen viele Mittelchen und Mittel, manche sind gut, manche sind wirkungslos und manche können wir überhaupt nicht gebrauchen. Dabei hat uns die Natur eine wunderbare unglaublich vielfältige Heilkraft geschenkt, die auf unseren Wiesen gewachsen ist: Die Heublumen. Was sie sind, was sie bewirken.

 

Im Herbst wirkt eine Naturarznei besonders intensiv – die Heublume. Die Wirkstoffe der Heublumen gelangen zum Teil durch die Hautporen bis ins Blut oder werden eingeatmet. In einer Handvoll Heublumen sind rund 50 Pflanzensorten mit ihren Heilkräften vertreten. Heublumen-Behandlungen helfen besonders bei rheumatischen Beschwerden, aber auch bei Stress und Müdigkeit.

Schon Pfarrer Kneipp hat Heublumen eingesetzt

In vielen Teilen des Landes werden im September zum zweiten Mal in der Saison die Wiesen gemäht, wird die zweite Heuernte bei den Bauern eingebracht. Und da hat dann im Herbst eine Naturarznei besonders intensive Wirkung. Es sind die Heublumen.

Wenn das Heu im Schuppen auf der Tenne gelagert wird, dann fallen die trockenen Blüten, Blatt-Teile und feinste Gräser zu Boden. Das sind dann die Heublumen. Stammen sie von einer biologischen Wiese, dann ist es eine uralte Arznei, die bereits mit großem Erfolg Pfarrer Kneipp einsetzte. Denn diese Heublumen beinhalten die ganze Vielfalt an Naturheilkräften, die in unseren Wiesenpflanzten gespeichert sind.

Aus Laboruntersuchungen und Beobachtungen im elektronischen Mikroskop weiß man heute, was man früher nur vermuten konnte: In einer Handvoll Heublumen sind rund 50 Pflanzensorten vertreten. Sie enthalten an die 1000 natürliche Wirkstoffe. Dazu gehören wasserlösliche Farb-Substanzen, Harze, aber auch ätherische Öle. Als Hauptwirkstoff in den Heublumen gilt das Kumarin vom Ruchgras, ein kampferähnlicher Stoff, der den Kreislauf stärkt. Zweifelsohne kommen in den Gräsern aber auch Spurenelemente zur Wirkung. In letzter Zeit konzentriert sich die medizinische Forschung auf die Pflanzenfarbstoffe. Die sind besonders wertvoll im Kampf gegen Freie Radikale und bei der Stärkung des Immunsystems.

Heublumen vom Bauern holen

Man kann sich Heublumen vom Bauern holen. Man kann sie aber auch in der Apotheke oder Drogerie kaufen. Heublumen-Behandlungen helfen bei rheumatischen Beschwerden, bei Gelenksentzündungen, bei Hautausschlägen, bei Leber-, Galle- und Nierenproblemen, bei Magen- und Darm-Koliken, bei Kreislaufschwäche, Nervosität, Stressbelastung, aber auch bei Müdigkeit und Erschöpfung. Sie sind wirklich ein generelles Heilmittel der Natur - und sie sind preiswert.

Und so kann jeder die Heublumen zuhause als wirksame Therapie einsetzen:

  • Beim Heublumen-Sack füllt man ein paar Hände voll Heublumen in einen kleinen Leinensack und lässt diesen etwa 20 Minuten über einem Topf mit aufsteigendem Wasserdampf heiß werden. Der Sack darf auf keinem Fall im Wasser liegen oder mit diesem in Berührung kommen. Ideal ist eine Wasserdampf-Temperatur von 42 Grad Celsius. Dann den Sack etwas abkühlen lassen und auf die schmerzende Stelle auflegen, ein trockenes Tuch darüber. 1 Stunde einwirken lassen. Diese Bahndlung etwa vier bis fünf Tage lang wiederholen.
  • Beim Heublumen-Bad stellt man in einem großen Topf 5 bis 7 Handvoll Heublumen mit kaltem Wasser zu, läßt einmal aufkochen und dann 1/2 Stunde ziehen. Danach ins Badewasser geben, das etwa 37 Grad Celsius haben sollte. In diesem Sud 15 bis 20 Minuten baden. Dann eine Stunde gut zugedeckt im Bett ruhen.
  • Beim Heu-Wickel oder bei Heublumen-Auflagen wird ein Leinentuch in die Heublumenbrühe, die man fürs Wannenbad zubereitet , eingetaucht und gemeinsam mit zwei trockenen Tüchern auf die betreffenden Körperstellen aufgetragen. Darüber kommt eine Decke. Eine Stunde einwirken lassen.
  • Beim Heublumen-Inhalieren atmet man die Dämpfe der Heublumenbrühe ein. Ideal 10 Minuten lang .

Heublumen: Nur eine Behandlung

Und so helfen die Heublumen in der Naturmedizin: Die Wirkstoffe gelangen zum Teil durch die Hautporen bis ins Blut oder werden eingeatmet. Vorsicht: Heublumen dürfen jeweils nur für eine Behandlung verwendet werden. Danach wegwerfen. Und: Heublumen, die ein Jahr alt sind, enthalten keine Wirkstoffe mehr. Heublumen muß man trocken lagern. Wenn sie feucht werden, sind sie wertlos.

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