Schwer verdaulich: Das ärgert Ihren Magen

Schwer verdaulich: Das ärgert Ihren Magen

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Der Magen ist ein sehr empfindliches Körperorgan. Er reagier sofort, wenn Speisen schwer verdaulich sind. Dann bekommen wir Durchfall, Verstopfung, ein drückendes Völlegefühl. Magen-Darmbeschwerden wegen schwer verdaulicher Speisen sind immer unangenehm und dürfen auf keinen Fall chronisch werden. Das beste ist: Meiden Sie alles, was schwer verdaulich ist. Hier eine Hitliste von Speisen, die schwer verdaulich sind.

Zu scharf vernichtet Geschmacksnerven
Viele mögen es heiss, also sehr scharf. Weil es ihnen schmeckt, oder weil sie Essen als eine Art Mutprobe betrachten. Das ist grundverkehrt, denn total überwürzte Speisen sind schwer verdaulich und belasten den Magen aufs äußerste. Sie lösen in den meisten Fällen Sodbrennen aus, können die Schleimhäute im Magen, der Speiseröhre und im Rachen in Mitleidenschaft ziehen. Auch die Geschmacksnerven auf der Zunge können beeinträchtigt werden. Also Vorsicht im Umgang mit Meerrettich, Chili, Senf, Curry und Paprikapulver. Auch mit scharfen Gewürzmischungen sollten Sie nur sparsam umgehen.

Zu viel Ballaststoffe sind schwer verdaulich
Ballaststoffe - so liest man immer wieder - sind sehr gut und wichtig für die Verdauung. Aber zu viel Ballaststoffe können die Verdauung beeinträchtigen, denn sie sind schwer verdaulich. Im Prinzip sind sie positiv: Sie quellen auf, stillen das Hungergefühl, reichern den Stuhlgang an und fördern die Darmtätigkeit. Aber eine zu grosse Menge Ballaststoffe ist nun mal schwer verdaulich. Steigern Sie die Menge der Ballaststoffe in Ihrer Ernährung nur langsam. Denn wer grössere Mengen nicht gewöhnt ist, der leidet sehr schnell unter Blähungen und einem starken Völlegefühl. 

Niemals grüne Kartoffeln essen
Kartoffeln sind - in allen Variationen, ausser Bratkartoffeln - gesund, vitaminreich und kräftigend. Für den Magen und die Verdauung eine wahre Wohltat. Mit einer Ausnahme: Man darf auf keinen Fall Kartoffeln mit grünen Stellen verarbeiten. Denn die sind nicht nur schwer verdaulich, sie sind sogar gefährlich. Kartoffeln mit grünen Stellen sind für die Verdauung gefährlich, denn sie enthalten größere Mengen der schwach giftigen Inhaltsstoffe Solanin und Chaconin. Diese führen beim Verzehr zu Erbrechen, Kopfschmerzen und Durchfall. Solche Kartoffeln sind als Nahrungsmittel völlig ungeeignet.

Bohnen können gefährlich sein
Wussten Sie, das Grüne Bohnen auch schwer verdaulich sein können? Dieses wegen seiner Inhalts- und Ballaststoffe beliebte Gemüse ist ein sogar gefährlich: Es darf nie ungekocht verzehrt werden, denn es giftiges Phasein. Bei der Verdauung von Grünen Bohnen und anderen Hülsenfrüchten können Gase entstehen die den Bauch auftreiben, Völlegefühl erzeugen und zu abgehenden Darmwinden führen. Nicht umsonst sagt der Volksmund: "Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen." Wenn Sie aber auf Bohnen und andere Hülsenfrüchte nicht verzichten wollen, dann sollten Sie getrocknete Früchte vor der Zubereitung zwölf Stunden einweichen und lange kochen. Bohnenmus ist wesentlich unproblematischer.

Zuckeraustauschstoffe sind schwer verdaulich
Zucker ist ein  Hauptfeind unserer Gesundheit. Deshalb gibt es immer mehr Nahrungsmittel, die in der Auflistung der Inhaltsstoffe vermerken "Ohne Zucker" - und dafür Zuckeraustauschstoffe auflisten.  Das aber kann einen großen Nachteil haben: Denn bei übermässigem Verzehr erweisen sich diese Zuckeraustauschstoffe als schwer verdaulich und können stark abführend wirken. Vom Mittel Sorbit dürfen am Tag nicht mehr als fünf Gramm verzehrt werden, sonst kommt es zu Durchfall und Blähungen.

Gemüse kann schwer im Magen liegen
Gemüse, wir müssen mehr Gemüse essen - das erfahren wir täglich, wenn es um unsere Ernährung geht. Das ist richtig. Aber es kommt immer auf die Menge und die Sorte des Gemüses an: Denn auch Gemüse kann schwer verdaulich sein. Probleme schaffen zum Beispiel fast alle Kohlsorten, Lauch, Zwiebeln, Gurken oder Rettich - die alle können Ihnen schwer im Magen liegen. Sie sollten diese Gemüse essen, sogar täglich - aber nicht in übertrieben großen Mengen. Womit Sie garantiert keine Verdauungsprobleme kriegen sind: Karotten, Fenchel, Tomaten oder Zucchini.

Nur reifes Obst essen
Beim Obst ist es ähnlich. Da kommt noch etwas hinzu, was es schwer verdaulich macht: Obst muss immer reif sein. Bei unreifem Obst hat unsere Verdauung schwer zu kämpfen. Es kommt zu Blähungen, Magenschmerzen, Übelkeit oder Durchfall. Besonders aufpassen müssen Sie beim Steinobst wie Kirschen, Pflaumen, Zwetschgen, Aprikosen etc. Unbedenklich und gut verdaulich sind reife Birnen, Äpfel oder Bananen.

Vorsicht: Falsche Pfifferlinge
Viele Menschen freuen sich auf die Pilzzeit. Besonders beliebt ist der Pfifferling. Aber da müssen Sie aufpassen: Es gibt den "echten" und den "falschen" Pfifferling. Und der ist schwer verdaulich, liegt ewig im Magen, verursacht Übelkeit und Durchfall. Sie können aber die beiden Pilzarten leicht unterscheiden: der echte Pfifferling zeigt beim Anschnitt ein weißes Fleisch mit gelbem Rand. Der falsche Pfifferling ist dagegen durchgehend gelblich bis orange.

Fettes Essen ist schwer verdaulich
Noch ein Hauptübeltäter in unserer Nahrung: Das tierische Fett. Speisen mit hohem Fettanteil (Pommer frittes, fettes Schweinefleisch, Gänsefett, fetter Bauchspeck) machen die Verdauung zur Schwerarbeit. Bauchspeicheldrüse und Galle sind gefordert - manchmal überfordert. Der Körper braucht länger, fetthaltige Speisen verbleiben viel länger im Darm als leichte Kost. Völlegefühl, Übelkeit und sogar Durchfall können die Folgen sein.

Erwachsene sollten Milch meiden
Für Kinder ab dem ersten oder zweiten Lebensjahr ist sie sehr wichtig: Die Milch. Auch Milchprodukte können sie meist problemlos essen. Bei Erwachsenen nimmt aber diese Fähigkeit oft ab. Größere Mengen an Laktose (Milchzucker) werden schlecht vertragen - des kommt zu Blähungen, Verstopfung oder Durchfall. Kommt es gar zur Laktoseintoleranz, dann können schon kleine Mengen Milchzucker schwere Verdauungsstörungen hervorrufen. Auch Produkte die Milch enthalten (Schokolade) können dann schwer verdaulich sein.

Alkohol legt die Verdauung lahm
Auch das Verdauungsschnäpschen kann schwer verdaulich sein. Denn Alkohol hat die Eigenschaft, die Verdauung zu verzögern. Wenn wir also zum Essen viel Alkohol trinken (egal ob Bier, Wein oder Schnaps), dann legen wir den Verdauungsapparat teilweise lahm, die Speisen verbleiben also länger im Körper als nötig, es kann im Darm zu Gärungsprozessen kommen. Wenn schon das "Schnäpschen danach", dann sollte es ein Kräuterschnaps sein.