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Reiseapotheke: Sonnenschutz für Kinder

Reiseapotheke: Sonnenschutz für Kinder

© Alena Ozerova - Fotolia.com

Kinder im Urlaub, baden, wandern, herum tollen in der Sonne. So ist es prima. Was aber, wenn das Kind im Urlaub krank wird? Dann muss die Reiseapotheke her. Und Eines steht fest: Kinder brauchen eine andere Reiseapotheke als Erwachsene. Ganz besonders wichtig: Der richtige Sonnenschutz. Was alles in die Reiseapotheke für Kinder rein muss.

Wenn Sie mit den Kindern oder den Enkeln verreisen, dann ist es ein absolutes Muss, dass Sie das in Ihrer Reiseapotheke berücksichtigen. Denn da sind Schürfwunden, ein schnelles Fieber, Beulen oder ein Durchfall irgendwann fällig. Das allerwichtigste aber ist ein richtiger, guter und gesunder Sonnenschutz. Apotheker Lutz Engelen, Vizepräsident der Bundesärztekammer zur Nachrichtenagentur ddp: "Ein starker Sonnenschutz ist das wichtigste Utensil. Die Haut vergisst nichts, und zu viel Sonne führt auf Dauer zu Hautkrebs."

Wenn die Kleinen zu Allergien neigen, sollte man sich für eine Sonnenschutzmilch entscheiden - Gels sind eher ungünstig, da sie die Haut austrocknen und manchmal auch allergische Reaktionen hervorrufen können. Zur Pflege der zarten Kinderhaut nach dem Strand- oder Wandertag eignet sich eine hochwertige Körpermilch, die Feuchtigkeit spendet, jedoch nicht zu viel Fett auf der Haut hinterlässt.

Ansonsten hängt es vom Reiseziel ab, welche Medikamente man mitnehmen sollte. «In den europäischen Ländern reichen ein kindgerechtes Schmerzmittel, das auch fiebersenkend wirkt wie etwa Paracetamol, ein Brand- und Wundgel, eine Lösung zum Desinfizieren, Verbandsmaterial und natürlich Mittel gegen Durchfall und Übelkeit», empfiehlt der Experte. Auch das Fieberthermometer sollte man beim Urlaub mit Kindern nicht vergessen. «Innerhalb Europas ist die Versorgung ansonsten gut, alles, was man zusätzlich braucht, kann man dort besorgen», berichtet Experte Engelen.

Etwas anders sieht es bei Fernreisen aus. Hier kann es je nach Land sinnvoll sein, auch steriles Material wie Spritzen mitzunehmen. Und: Vor Antritt der Reise sollte auf jeden Fall der Impfstatus

überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt oder ergänzt werden. Alles andere muss von Fall zu Fall individuell geprüft werden und hängt davon ab, wohin und wie man reisen möchte. «Wenn man unsicher ist, kann man sich auch vom Apotheker beraten lassen. Er hat Zugriff auf landesspezifische Informationen, die ständig aktualisiert werden, und kann gezielt auf die Versorgungslage am gewünschten Reiseziel eingehen», erläutert Engelen.

Ganz wichtig ist es auch für eine eventuelle Durchfallerkrankung, das Sie Glukose- und Salzampullen dabei haben. Wenn Sie die Möglichkeit haben, dann verwenden Sie die mitgenommene Medizin in Zäpfchenform: Wirkt schnell und kann am sichersten verabreicht werden.

Ansonsten gilt für Kinder:

  • Nicht zu viel Sonne
  • Nicht zu viel Herumtoben im Wasser
  • Nicht zu viel Schleckereien wie Eis
  • Nicht zu viel kalte Getränke
  • Ausrechend Schlaf, auch wenn Urlaub ist.
  • Bei Antritt der Rückreise daran denken: Daheim wird es bestimmt kühler sein. Also warmes Zeug erreichbar im Handgepäck mitnehmen.
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