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Pupsen (Furzen) - Nützliche Naturmedizin

Häufiges pupsen kann eine Krankheit anzeigen.

© Kitty - Fotolia.com

Pupsen: Man macht sich äußerst unbeliebt, man erntet empörte Blicke, vielleicht sogar böse Bemerkungen unter denen das Wort "Ferkel" noch harmlos ist - aber man ist eindeutig erleichtert: Die Rede ist von einem kräftigen Pups, volkstümlich Furz genannt. Über dieses heikle Thema wird geschwiegen, denn Pupsen (Furzen) ist äußerst peinlich, wird als ekelhaft empfunden.

Aus medizinischer Sicht ist pupsen empfehlenswert und erleichternd, es fördert Ihre Gesundheit. Es muss ja nicht in Gesellschaft geschehen, man kann sich auch auf dem stillen Örtchen von den lästigen Darmgasen befreien.

Davor schützt das Pupsen

Nach einem guten und reichhaltigen Essen - wie immer war es zu viel - fühlen wir uns sehr oft unangenehm voll. Magen und Darm müssen Schwerarbeit leisten um das kräftige Essen zu verdauen, bei uns stellen sich unangenehme Beschwerden ein: Ein Druck in der Brust bis hin zu Herzbeschwerden, Atembeschwerden, wir kriegen kaum Luft, plötzlich kommen Rückenschmerzen auf. In den meisten Fällen kein Grund zur Besorgnis: Im Darm haben sich bei der Verdauung riesige Mengen an Gas gebildet, die auf den gesamten Brust- und Bauchraum drücken. Nur ein kräftiger Pups kann da Abhilfe schaffen. Denn das Gas muss raus, sonst werden die Beschwerden immer grösser.

Die Natur hilft sich da normalerweise selbst. Die bei normaler Ernährung gebildeten Gase entweichen im Lauf eines Tages unbemerkt, lautlos und meist geruchlos auf natürlichem Weg. Das geschieht etwa acht- bis zehnmal am Tag. Wenn Sie es jedoch bis zu 20mal am Tag gewaltig und übelriechend krachen lasen, dann ist der Gang zum Arzt fällig und Sie müssen über eine Umstellung Ihrer Nahrung nachdenken.

Warum man pubst

Ursache für den Pups kann zu viel Reden beim Essen sein. Dadurch wird Luft in den Verdauungstrakt gebracht, es bildet sich ein Pups. Sehr oft aber entstehen Gase mit enormem Druck im Dickdarm, wenn Bakterien dabei sind, die Nahrung zu verdauen. Es sind etwa 400 Bakterienstämme die als gesundheitsförderliche und positive Bakterien zur Darmflora gehören. Die holen im Dickdarm aus den letzten noch unverdauten Speiseresten wertvolle Mineralien und Spurenelemente heraus. Dabei entstehen Gase die den Druck erzeugen. Dieses Gas-Luft-Gemisch drückt so lange gegen den Schließmuskel, bis der nachgibt: Der Pups ist draußen. Je nach Druck mehr oder weniger laut. Im Darm wird normalerweise pro Tag ein Liter Verdauungsgas gebildet. Diese Menge sollten Sie - möglichst geräuschlos - in mehreren Einheiten aus dem Darm entlassen.

Pupse werden aber erzeugt, wenn die Bauchspeicheldrüse zu wenig Enzyme für die Verdauung von Rohkost produziert. Diese Nahrung beginnt im Dünndarm zu gären, es entstehen Gase und Alkohol. Unter den Gasen ist auch Methan, das bekanntlich für das Ozonloch mitverantwortlich ist.

So verringern Sie das häufige Pupsen

  • Sprechen Sie beim Essen nicht ohne Pause und Komma
  • Kauen Sie die Nahrung gut, das erspart den Darmbakterien Arbeit, es entstehen weniger Gase
  • Meiden Sie blähende Speisen wie fettes Fleisch in großen Mengen, zu große Mengen Brot, Hülsenfrüchte aller Art.
  • Essen Sie nach 19.00 Uhr keinen Salat mehr. Der wird nicht mehr verdaut, bleibt über Nacht im Darm liegen und entwickelt Unmengen von Gasen
  • Essen Sie so wenig Süßigkeiten wie möglich
  • Meiden Sie Konservennahrung, Tiefkühlkost ist unbedenklich
  • Am besten wird Gekochtes verdaut, Gebratenes kann zu Pupsen führen
  • Essen Sie besser keine großen Portionen auf einmal: So viele Verdauungsenzyme kann die Bauchspeicheldrüse nicht auf einen Schlag bereitstellen
  • Wenn Sie viel pupsen müssen, sollten Sie Ihren Bierkonsum reduzieren
  • Machen Sie nach dem Essen den berühmten Verdauungsspaziergang. Je mehr Bewegung, desto weniger Gas im Darm. Und wenn es doch mal kracht, dann sind Sie wenigstens im Freien.

Dazu gibt es einen Volksspruch: "Ein Furz im Zimmer stinkt immer, ein Furz im Freien - den kann man verzeihen."

Krankhaftes Pupsen - Sie müssen zum Arzt

Ein einzelner Pups, der unseren Körper nach dem Essen kraftvoll entweicht, das ist in Ordnung. Das ist Ausdruck ein er funktionierenden Verdauung und Darmflora. Anders ist es mit Darmwindattacken als Folge eines Blähbauchs. Das sind Anzeichen dafür dass der Darm überfordert ist. Damit sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen. Das könnten Anzeichen für eine Erkrankung der Leber, im Darm oder an der Bauchspeicheldrüse sein. Vielleicht essen Sie aber auch falsch. Außerdem könnten natürlich Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln vorliegen. Oder es besteht sogar ein Allergie, die sich so ankündigt. In den meisten Fälle aber ist es eine gestörte Darmflora, die wieder in Ordnung kommen muss.

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